Samstag, 03. Dezember 2005
Von St. Florian bis Bethlehem
Das Augustiner Chorherrenstift von St. Florian erhielt seinen Namen auf denjenigen Amtsvorsteher der Zivilverwaltung der r?mischen Provinz Ufernoricum in der Stadt Lauriacum bei Enns, fünf km von St. Florian entfernt. Weil er im Jahre 304 ein Bekenntnis für Christus ablegte wurde er gemartert und mit einem Stein um den Hals in der Enns ertr?nkt. Deshalb gilt er seit dem Ausgang des Mittelalters als Patron gegen Feuer- und Wassergefahren. Meist wird er deshalb auch mit einem Eimer Wasser dargestellt, welchen er über einem brennenden Haus ausleert. Wann das Kloster genau gegr?ndet wurde, kann offensichtlich nicht mehr festgestellt werden, urkundlich belegt ist, dass es bereits 777 bestanden hatte. Sicher ist auch, dass es nie besonderen materiellen Reichtum hatte. Besuchenswert ist es aber dennoch: einerseits seine Gr?sse, weist doch das Frontgeb?ude mit den beiden Kircht?rmen immerhin eine L?nge von knapp 300 Metern auf, dann aber auch wegen der Bibliothek. Sind doch dort über 140'000 Bücher und über 1000 Handschriften aufbewahrt, welche bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen. Weitere Sehensw?rdigkeiten in dem Kloster sind sicher der riesige Marmorsaal, die Albrecht Altdorfer Galerie, die Bruckner Orgel, sowie eine ganze Etage von Zimmern für zuf?llig vorüberziehende Kaiser mit ihrem engsten Anhang. Weitherum d?rften zudem die S?ngerknaben von St. Florian bekannt sein. Am Nachmittag dann besuchten wir die Altstadt von Steyr. Eingebettet im Y des Zusammenflusses der beiden Fl?sse Enns und Steyr, lag sie bereits zu sehr früher Zeit strategisch genau richtig um Handel und Wirtschaft betreiben und kontrollieren zu können. Sehr früh schon hatte sich Steyr einen Namen in der M?nzpr?gung, später in der Waffenherstellung gemacht. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts erhielt Steyr bereits das Stadtrecht. Die immer wieder nach aussen verlegten Stadtmauern lassen einen ungest?men Wachstum der Stadt erahnen. Der immer wieder verl?ngerte und modernisierte Steyr-Kanal zeugen von einer grossen Innovationskraft und Produktivit?t der damaligen Industrie. Die eingegangene Partnerschaft mit Bethlehem zeigen aber auch die enge Verbundenheit der Gegend mit dem christlichen Glauben. |
in Reisen und Kultur •
einen Kommentar schreiben • Permalink • grosse Darstellung
nächster Eintrag: Fototermin beim Christkind
vorhergehender Eintrag: Auf dem Weg zum Christkind
meine letzten Trainings, eingesendet an Sportstracklive:
Meine letzten Fahrten, eingesendet bei Strava:
Meine Fahrten über Pässe (seit März 2012), registriert bei Quäldich:
![]() |
![]() |
![]() |
|
|
Diese Seite wurde in 0.7790 Sekunden aufgebaut.
Es mussten dazu 119 Abfragen ausgeführt werden.
Zur Zeit sind 12 Besucher hier




















