Freitag, 09. September 2005
Ein Abend im Zirkus
... und als Aargauer geht man natürlichin den Zirkus Nock. Bei mir sind bereits 10 oder vielleicht auch 20 Jahre seit dem letzten Besuch in einem Zirkus vergangen. Aber der Rhythmus der Zirkusmusik vermag immer noch, oder vielleicht auch schon wieder, mitzureissen. Plötzlich beginnen die Beine im Takt von Reggae und Dixiland den Takt zu klopfen. Die Luft voll vom Duft des warmen Popcorn und einer Art Nebelgemisch aus Rauch, stiebendem S?gemehl und Trockeneis, das von den Scheinwerfern regelrecht durchpfl?gt wird. In der Ferne brummt irgendwo ein Generator.Selbst wenn man von den vielen Fernseh-Zirkusshows vielleicht etwas verw?hnt ist, so ist es ganz beachtlich, was da am Boden, am Trapez und am Seil geboten wird. Gleichgewicht ohne Ende, stehend auf einer Hand, h?ngend an einem Fuss, wild wirbelnd aufgeh?ngt, oder rotierend auf dem fahrenden Motorrad.
Acht Pferde in einer Manege zu dirigieren ist ja wahrscheinlich auch nicht ganz einfach, aber sogar Ziegen über schmale Bretter oder Pfosten gehen zu lassen braucht sicher viel Geduld und Übung. Der Höhepunkt f?r mich war aber, die Raubtiernummer. Acht Tieger in der Manege. Manchmal etwas unwillig murrend, aber immer wieder dort, wo sie hingeh?ren und im richtigen Moment am richtigen Ort.
Mir hat es gefallen. Und vor allem, was die Flimmerkiste nicht vermitteln kann: die Atmosph?re, die Stimmung, die Spannung und das mitreissende Klatschen f?r das Spektakel kommt nur live richtig rÜber.
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