Samstag, 26. November 2005
Der erste Schnee
Am Abend zu spätn?chtlicher Stunde noch ein paar heftige Windst?sse. Das Thermometer sinkt wieder in die Minuszone. Am fr?hen Morgen dann, eine eigenartige Helligkeit zwischen Häusern und auf den Strassen. Eine eigenartig ged?mpfte Ruhe.Der erste Schnee ist gefallen, nicht viel, vielleicht zwei Zentimeter. Aber es reicht um die Schneepfl?ge für die Strassen und Gehsteige aus ihren warmen Unterst?nden zu locken. Es wird gepfl?gt und kräftig Salz gestreut. Seit den frühesten Morgenstunden kreisen die Gelbblinker durch Quartiere, St?dte und über die Autobahnen.
Und die Bahnbetriebe? Sie fahren versp?tet hinter ihren Fahrpl?nen nach, haben mit vereisten Weichen zu k?mpfen, Schnellz?ge nehmen plötzlich Passagiere von Bahnh?fen mit, wo sie sonst nur durchfahren.
Und weil man jetzt besser informieren will, wird das alles lang und breit über die zugsinterne Lautsprecheranlage erkl?rt. Man teilt neuerdings sogar mit, dass man nichts mitzuteilen hat, weil die Quelle aller Informationen hoffnungslos überlastet sei. Und weil wir hier in der Schweiz, zudem in einem Zug mit internationalen Wagen aus Paris und Br?ssel sind, erfahren wir das alles auch gleich noch mindestens in zwei Sprachen. Geplapper ohne Ende, die Morgenzeitung kann erst mal auf die Seite gelegt werden.
Haben wir das so gewollt, als wir bessere Informationen haben wollten?
in Zwischen Brugg und Zürich •
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