Mittwoch, 07. Februar 2007
Auch schon einmal aufgefallen?
Zum Beispiel wie sich ein Tram, oder ein Wagen des Nahverkehrzuges f?llt?Im Tram sind grunds?tzlich drei Reihen Sitzpl?tze eingebaut. Auf der einen Seite eine Reihe auf der anderen Seite eine Doppelreihe. Sicher ist, dass in der Doppelreihe in jeder Reihe zuerst eine Person sitzt, bevor sich eine zweite daneben setzt. Es kommt also praktisch nie vor, dass eine Doppelreihe doppelt belegt wird, solange noch eine freie Reihe oder sogar noch ein freier Sitzplatz in der Einerreihe zu haben ist. Vorher werden noch Sitzpl?tze belegt die quer, oder gar gegen die Fahrtrichtung montiert sind. Relativ fr?h, werden Stehpl?tze bezogen. Ausgenommen sind natürlichSituationen, in denen Gruppen oder Paare unterwegs sind.
Bei den Nahverkehrsz?gen wird das Gefühl des "vollen Wagens" noch extremer ausgelebt. In der Regel sind im Zug zwei Reihen Viererabteile montiert. Einzelne Wagen weisen teilweise eine Art Flugzeugbestuhlung auf. Das sind die, bei denen Mann/Frau während des sich hinsetzens praktisch gezwungen wird in die Kopfst?tze des Vordersitzes beissen zu müssen.
Ein solcher Wagen, ob mit oder ohne Flugzeugbestuhlung, wird von den Passagieren grunds?tzlich als vollst?ndig gefällt empfunden, wenn in jedem Viererabteil, oder bei der Flugzeugbestuhlung auf jedem Doppelsitz, schon jemand sitzt. Man fl?chtet in den nächsten Wagen. Je nach Bahnhof kann sich das lohnen und man hat dann weit vorne, oder bezogen zum Perron: weit weg von Treppen und Kiosken, auch die Chance, Königin oder K?nig eines Viererabteils zu werden, und damit auch die Möglichkeit, Mantel, Gep?ck und Füsse über drei weitere Sitzgelegenheiten zu verstreuen.
Manchmal kann man natürlichPech haben, da schon alle in diese vermeintlich ruhigen Ecken geflohen sind. So wie zum Beispiel heute. Ich mache da keine Ausnahme und gehe bei "belegtem" Wagen auch in den nächsten Wagen. Ich gehe sogar an leeren Pl?tzen vorbei, wenn es im Wagen allzusehr nach Currywurst, Bier, Pizza, scharfem Chicken-Curry, Bratwurst und anderen Gelegenheits-Nachtessen schmeckt. Aber irgendeinmal kommt die Lok oder der letzte Wagen und die Wanderung ist aus. Schluss. Absitzen.
Pech, wenn dann gerade in diesem Wagen eine kleine Geburtstagsparty zu laufen beginnt, ein eher alter, griesgr?miger Passagier, jedenfalls mindestens eine Generation ?lter als die pendelnde, arbeitende Bevölkerung, der vermutlich schon schlafend in den Bahnhof eingefahren ist, irgend etwas über Jugend, Krachbr?der, Saufbolde und dergleichen Kraftausdr?cke von sich gibt und so seinen stimmungsvollen Beitrag an die Party liefert.
Aber nach 24 Minuten ist das Schauspiel für mich wenigstens so oder so vorbei, und ich musste die "unterhaltsame" Gesellschaft alleine weiterziehen lassen.
in Zwischen Brugg und Zürich •
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erhaltene Kommentare:
F?r Physiker, Ingenieure und Chemiker ist das oben beschriebene die Anwendung der Hundschen Regel im Alltag. Bei den Atomen wird auch immer zuerst jedes Orbital mit einem Elektron besetzt bevor ein Orbital zwei Elektronen erh?lt. Bis dahin t?nt alles sehr theoretisch aber es passt, denn ich habe immer das oben beschriebene Eisenbahnwagenbeispiel dazu verwendet um die Hundsche Regel den Nachilfesch?lern beizubringen.
eingetragen von Peter, am 08.02.2007 um 22:59
Na ja, wir Standardschweizer wollen uns halt nicht anbiedern oder aufdr?ngen. (Und oft wollen wir selbst einfach in Ruhe gelassen werden). Deshalb versuchen wir zuerst alleine zu sitzen, bevor wir zu einer uns unbekannten Person dazu sitzen. Ich funktioniere zumindest so.
eingetragen von beat, am 08.02.2007 um 23:10
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meine letzten Trainings, eingesendet an Sportstracklive:
Meine letzten Fahrten, eingesendet bei Strava:
Meine Fahrten über Pässe (seit März 2012), registriert bei Quäldich:
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