Mittwoch, 05. März 2008
Wenn aus Blaulicht Ernstfall wird
Eigentlich wollte er einen DVD auf seinem Notebook anschauen. Er hatte alles schon vorbereitet, das kleine Tischchen im Zugsabteil v?llig f?r sich in Beschlag genommen, die Kopfh?rer in die Ohren gest?pselt, DVD reingeschoben. Es lief gerade der Vorspann. Irgendetwas mit viel Blaulicht, rasenden Lastwagen auf Highways wie sie wahrscheinlich nur in Amerika vorkommen. Auch ein paar PW's waren schon weggerammt, da klingelte das Handy.Irgendetwas von Test1-Server, von PL27 und Changes war die Rede. Das unh?rbare GegenÜber am anderen Ende der Leitung (auch so eine merkw?rdige Redewendung f?r Handys) wollte einen Restore machen. Mein Nachbar aber wollte nicht, noch nicht, er wollte mehr Details, er wollte Verantwortliche, er wollte andere Varianten gecheckt haben. Derweil auf seinem Notebook, weitere Lastwagen noch mehr PW's von der Strasse stiessen und damit noch mehr Blaulichter herausforderten.
Abermaliges Klingeln des Handys. Weitere Gespr?che, vermutlich bessere Varianten, bessere Lösungsvorschl?ge wurden übermittelt. Worauf dann mein Nachbar seinerseits mit seinem Natel weitere Leute zu erreichen versuchte, die aber teils auch auf dem Heimweg zu sein schienen oder die gar nicht erreichbar waren, daf?r nahmen dann manchmal die Stellvertreter ab. Am Notebook raste nun der erste Lastwagen irgend eine B?schung hinauf, überschlug sich und ging in Flammen auf.
Dann das alles entscheidende Telefonat: Man wurde sich einig, den Restore auf dem Test1-Server einzuspielen, dann die Changes einzuspielen und morgen dann mit dem PL27 weiterzumachen.
Leider waren hier meine 24 Minuten Fahrzeit von Zürich nach Brugg beendet. Gerne hätte ich am Bildschirm noch etwas länger zugeschaut, denn jetzt schien es richtig interessant zu werden. Das eine Polizeifahrzeug konnte sich von hinten so nahe an den einen rasenden Laster nähern, dass dort ein Uniformierter versuchte auf den Lkw umzusteigen. Andererseits werde ich wahrscheinlich auch nie erfahren, ob meinem Nachbar dank dieser Telefonaktion eine unruhige Nacht in einem Rechenzentrum oder wenigstens an einem Pikett-PC erspart geblieben ist.
| Details zur heutigen Velofahrt | ||||
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30.7 Kilometer 41.9 km/h Maximale Geschwindigkeit 1:00 Stunden unterwegs 30.7 KM/h Durchschnitt |
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in Zwischen Brugg und Zürich •
(2) Kommentare erhalten / weiteren Kommentar schreiben • Permalink • grosse Darstellung
erhaltene Kommentare:
Das w?re uns nicht passiert!
Denn ....
... wir hatten seinerzeit weder Mobiles noch Notebooks.eingetragen von Remo, am 05.03.2008 um 20:13
Soweit ich weiss, kamen vereinzelt Pager auf, als Pikett-PC standen noch richtige PC’s auf den Tischen herum, mit gr?ner Schrift und echt heulendem Ventilator.
Dank den damaligen PTT-Leitungen hatten wir auch immer gen?gend Zeit, jede einzelne Zeile genauestens zu studieren. Jedes Enter oder Refresh musste genau ?berlegt werden, denn bis der Datenstrom nach Z?rich und wieder zur?ck auf den Bildschirm getr?pfelt war, wurde mancheiner kaffees?chtig oder zum Kettenraucher.
Hektik war undenkbar, try und error ebenfalls, nur ?berlegung und zack, das wars, brachte innert n?tzlicher Frist ein halbwegs brauchbares Resultat.
Da haben sie es heute einfacher: brauchen nichts zu ?berlegen, einfach drauflosprobieren, mal so mal anders, wenns dann pl?tzlich geht sind alle sofort zufrieden, und keiner merkt, dass es der einzige Test war, der ?berhaupt so funktionierte.
Gute, alte Zeit.
eingetragen von .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), am 06.03.2008 um 02:43
nächster Eintrag: kleiner Update
vorhergehender Eintrag: Es war zu verlockend
meine letzten Trainings, eingesendet an Sportstracklive:
Meine letzten Fahrten, eingesendet bei Strava:
Meine Fahrten über Pässe (seit März 2012), registriert bei Quäldich:
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