Sonntag, 19. April 2009
Rund um das Freiamt
Eine regelrechte Blustfahrt, Manchmal durch und zwischen Regengüssen hindurch, aber auch mit einem wunderbaren Ausblick auf die Alpen.Am Morgen habe ich die heutige Fahrt geplant und ein paar Geocaches dazu ausgesucht. So ungef?hr zur Mittagszeit wurde es dann immer dunkler am Himmel, einzelne Tropfen fielen, der Wind blies. Einen Moment lang z?gerte ich, ob ich nun tatsächlichfahren solle oder doch lieber nicht. Da der Monat April in der Kilometer-Statistik bis jetzt klar zu kurz kam, es fehlen bisher die Kilometer vom Arbeitsweg, Velofahren sowieso draussen stattfindet, es mit dem Wetter sicher nicht so schlimm sein kann, und, und, und, ...
Jedenfalls stand der Renner dann doch plötzlich auf der Strasse und los gings. Schon nach den ersten paar Kurven stand ich allerdings unter einem grossen Kastanienbaum und zog mir die Regenjacke über. Über dem Birrfeld zogen dunkle Wolken mit den charakteristischen grauen herabh?ngenden Niederschlagsf?den durch mein Blickfeld. Umkehren? Nein! Auf die Z?hne beissen und durch!
Natürlich wurde ich nass, es hätte aber schlimmer sein können. Die Niederschlagszelle war bald durchquert, nur die Strassen waren noch lange nass. Die Kleider trockneten wieder, nur die Schuhe würden bis zum nächsten Regenguss nicht mehr trocken werden.
Bei meiner Ausflugsserie, wo ich mehr oder weniger der Aargauer Grenze entlang fahre, war heute das Freiamt dran. Ich fuhr als erstes nach Bremgarten und kn?pfte damit dort an den Ausflug vom letzten Wochenende an. Ich fuhr heute weiter in südlicher Richtung, meist etwas erh?ht über dem Reusstal, bis fast zum s?dlichsten Punkt des Aargaus.
Etwa in Knonau fahre ich vom Hügel ins Reusstal hinunter nach Sins. Das Geocache auf der alten Holzbr?cke muss ich leider unentdeckt lassen. Zuviele Ausfl?gler auf der Br?cke. Fahre deshalb schon bald weiter nach Süden. In Dietwil bog ich dann rechts weg, in die Hügel hinauf. Der Aargau ist ja ziemlich durchzogen von Gew?ssern. Die gr?sseren, wie eben die Reuss, das Seetal, das Wynatal, das Suhretal, das Wiggertal verlaufen alle mehr oder weniger von Süden nach Norden. Die Aare die dann alles "einsammelt" verl?uft dem Jura entlang quer zu den anderen Gew?ssern. Diese Geographie f?hrt natürlichdazu, dass bei den Querfahrten von Tal zu Tal manchmal ganz schön steile Hügel liegen können. Sie f?hrt allerdings bei uns auch dazu, dass auf diesen Querfahrten praktisch keine gr?ssere Strasse zu finden ist. So bin ich heute denn im mittleren Teil der Fahrt über manche Strassen ohne Markierungen gefahren, kaum Verkehr, Pferdefuhrwerke und Traktoren waren fast die einzigen Mitben?tzer der Strecke im mittleren Teil.
So am südlichen Ende des Kantons ist man schon relativ nahe an den Alpen. Bei den heute immer wieder stark wechselnden Lichtverh?ltnissen, bietet diese N?he eine eigenartige Faszination. Mal sehen die Bergriesen ganz klar und hell aus, zum Greifen nahe, mal verh?llen sie die Bergspitzen wieder in Wolken, mal f?hrt man selber unter einer dunklen Wolke durch und sieht sich das Schauspiel wieder anders beleuchtet an. Der n?chst Regenschauer ist f?llig.
Fahre weiter, die Hügel sind hier doch nicht so steil, eher eine Hochebene, und gelange nach Hochdorf im Seetal. Weil es an der westlichen Seite des Baldeggersees und des Hallwilersees weniger Verkehr hat, fahre ich heute dieser Seite entlang. Das obere Ende des Baldeggersees ist eine einzige riesige Frühlingsgegend. Fast alle Bäume bl?hen jetzt. Unter die Kirschb?ume haben sich nun auch die Birnb?ume gemischt. Dazu kommen noch die gelben Wiesen und bereits auch schon die ersten aufgehenden Knospen der Rapsfelder.
Einen kurzen Zwischenhalt mache ich noch beim Geocache mit dem passenden Namen Sea-Valley am Hallwilersee. Es ist rasch gefunden, der Logbucheintrag ist auch bald erledigt. Anschliessend muss ich ziemlich aufs Gaspedal dr?cken, denn am Ende des Seetals scheint sich die nächste Regenwolke zu sammeln. Ich komme aber durch und zu Hause ist ausser der Schuhe alles schon fast wieder trocken.
| Details zur heutigen Velofahrt | ||||
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Nachmittag | ![]() |
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103.2 Kilometer 49.6 km/h Maximale Geschwindigkeit 888 Höhenmeter 3:52 Stunden unterwegs 26.7 KM/h Durchschnitt etwa 12 Grad |
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