Dienstag, 13. April 2010
Immer das linke Bein
Der erste Teil einer Krankengeschichte, die hoffentlich bald zu Ende ist.Es fing eigentlich ganz harmlos an. Die letzte Woche, als ich zum zweiten Mal mit dem Renner den Arbeitsweg abgefahren bin. Trotz der Kälte am Morgen, hatte ich nur den d?nneren Thermoanzug an. Ich w?re ja sonst mit dem dickeren am Abend in der Wärme ganz arg ins Schwitzen gekommen. Für den d?nneren der beiden Thermoanz?ge muss ich allerdings eine richtige Rennhose darunter anziehen, weil der Thermoanzug keinen Radfahrereinsatz hat. Das war bis jetzt noch nie ein Problem. Im Gegenteil: kann in der Übergangszeit sogar von Vorteil sein, sollte es dann mal gen?gend warm werden.
Am Abend hatte ich dann allerdings das Pech, in eine noch ziemlich feuchte Rennhose einsteigen zu müssen, welche in unserer provisorischen und schlecht geheizten und bel?fteten Garderobe nicht richtig trocken geworden war. Während der Heimfahrt bemerkte ich dann je länger desto mehr, dass es über die H?fte und das Becken bis in den R?cken hinein immer kühler wurde. Es begann regelrecht zu ziehen. Aber irgendwie musste ich ja nach Hause gelangen.
Ob daraus nun ein Hexenschuss oder eine Entz?ndung des Ischias-Nerves entstanden ist, bleibe vorerst mal dahingestellt. Als Folge davon, zwickte und elektrisierte es anderntags ziemlich heftig, teilweise bis weit ins linke Bein hinunter. Wie die meisten Leute in solchen F?llen, beginnt man sich vorsichtig zu bewegen, nur so weit b?cken, dass die Schmerzen noch zum aushalten sind. Verrenkungen an den Schmerzen vorbei sind die Folge.
Am Samstag schien das Gr?bste vorbei zu sein. Ich f?hlte mich fit f?r die Gartenarbeit.
Der Schreck am Sonntagmorgen war gross. Kaum aufgestanden musste ich mich schon wieder hinlegen. Der ganze Bewegungsapparat, vor allem ins linke Bein, alles verkrampft, verbogen und verzogen. Nur mit Mühe konnte ich mich bewegen, weder Sitzen noch Stehen war in einer vern?nftigen Haltung möglich. Gegen Abend verlagerte sich dann der Schmerz mehr und mehr ins linke Bein, ?ussere Wadenseite. Dort verharrt er zur Zeit. Meist geht es ohne Probleme. Die ersten paar Schritte, langsam und gem?chlich angegangen, sind die m?hsamsten, danach geht es ganz gut. Manchmal f?hlt sich die Wade wie bei einem w?hrschaften Muskelkater an.
Wenn auch nicht so heftig wie dieses Mal, aber wenn ich Probleme mit den Beinen habe, dann trifft es meist das linke Bein. Schon lange ist mir aufgefallen, dass die Klickpedale auf der linken Seite deutlich h?rter eingestellt ist, als auf der rechten Seite. Gut, beim Anhalten an Stopstrassen und anderen Gelegenheiten, klicke ich immer zuerst rechts aus und erst später, wenn überhaupt, auch links. Bei den Fahrten auf der Rolle, ist mir schon l?ngst aufgefallen, dass meist das linke Bein, das st?rkere ist. Gangwechsel, oder Antritte bei Trainings mit Musik, erfolgen sehr oft auf das linke Bein. ähnliche Schmerzen, wenn auch viel weniger stark und weniger lang anhaltend, hatte ich zum Beispiel auch letztes Jahr, bei einer meiner heftigsten Etappen durch die Hautes-Alpes.
Vielleicht waren ja tatsächlichein Hexenschuss oder ein entz?nter Ischiasnerv der Anfang eines w?hrschaften Muskelkaters oder vielleicht auch einer Muskelzerrung während der Gartenarbeiten am Samstag. Möglicherweise habe ich mich dort mit den schweren S?cken von Rindenmulch, tatsächlichein paar Mal unm?glich bewegt oder gebeugt.
Seit Montag kann ich jedenfalls wieder Kniebeugen machen, mich nach vorne b?cken, schmerzlose Drehbewegungen des Oberk?rpers funktionieren auch wieder. Nur das Beugen nach hinten, ist zur Zeit noch etwas kritisch, und eben die Schmerzen in der linken Wade, die bei entspanntem Sitzen kaum sp?rbar sind, doch falls die ersten paar Schritte nicht reibungslos abgehen, wird es bald einmal unertr?glich.
in Aus dem Leben gegriffen •
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erhaltene Kommentare:
Man wird ja nicht j?nger… Mir tut meist auch immer nur das eine Bein weh, meistens das Rechte. Ich denke es sind wohl eher k?rperlichen Disbalancen, die sich nach gr?sseren Anstrengungen negativ auswirken. Du hast ja den Teufelskreis von Schmerzen und Verkrampfung ganz sch?n beschrieben. Solange es nicht Verschleiss am Gelenk ist, l?sst sich ja gut damit Leben.
eingetragen von Spoony, am 07.05.2010 um 00:04
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