Ich habe hier schon ein paar Mal über den Schrittzähler berichtet. Seit ende letzten Jahres trage ich ihn fast regelm?ssig mit mir herum, wenigstens an den Tagen, an denen ich nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre. Da reichen mir die gut 70 Kilometer auf jeden Fall.
Laut Bedienungsanleitung des "Walking style Pro" von Omron sollte man pro Tag 10'000 Schritte marschieren um das Risiko chronischer Krankheiten zu vermindern. 12'000 bis 15'000 Schritte sollten es t?glich sein, wollte man erfolgreich abnehmen. Zum Aufbau einer aeroben Fitness sollten es zudem t?glich mindestens 3'000 regelm?ssige Schritte sein. Wobei hier regelm?ssig bedeutet "am St?ck, ohne wesentlichen Unterbruch".
Nach etwa einem halben Jahr regelm?ssigem Tragen, komme ich zum Schluss: ohne zus?tzlichen Aufwand, ohne irgendeine Umstellung am t?glichen Ablauf ist es nicht zu schaffen. An einem normalen Arbeitstag bringe ich es auf etwa 7'000 bis 8'000 Schritte. Darin inbegriffen sind der Fussmarsch zum Bahnhof und am Abend wieder nach Hause, dann der Wechsel am HB-Zürich zwischen Tram und Zug und so das normale Walking zwischen Arbeitsplatz, Kantine, WC, Kaffeemaschine und Sitzungszimmer. Dies unter konsequenter Missachtung von s?mtlichen Rolltreppen und Aufz?gen.
Für die fehlenden 2'000 bis 3'000 Schritte reichen dann in der Regel eine bis zwei Tramhaltestellen früher aussteigen, oder etwas durch den Wochenmarkt schlendern, jedenfalls nicht stehen bleiben, falls der Zug noch nicht am Perron steht. Auch Mühen des Rasens und entsorgen des Rasenschnitts in der Grünabfallsammelstelle des Quartieres gibt auch etwa 3'000 Schritte.
Schlimm wird es am Samstag. Eink?ufe in der Stadt, möglichst noch mit dem Auto, dies und das rund um und im Haus erledigen. Viele Kleinigkeiten sind erledigt, man f?hlt sich todm?de, vielleicht musste auch der Rasen gemäht werden und am Abend können dann vielleicht 5'000 oder 7'000 Schritte abgelesen werden
Am Sonntag lange ausschlafen, Morgenessen und der Z?hler z?hlt kaum 500 Schritte. Da wird es dann h?chste Zeit für einen längeren Spaziergang. Schon des ?ftern packten wir die Nordic-Walking-St?cke für eine Runde um den Klingnauer Stausee. Doch seit wir auch hier zügigerunterwegs sind, reichen diese knapp 5-Viertelstunden auch nicht mehr für den 10'000. Schritt.
12'000 oder gar 15'000 Schritte habe ich auf meinem Z?hler noch nie gesehen. Ich bin allerdings in der glücklichen Lage, nicht ernsthaft viel abnehmen zu müssen, versp?hre zu diesem Thema keinen Leidensdruck.
Bei der ganzen Marschiererei könnte der Schrittzähler auch noch die aeroben Schritte z?hlen. Wenn ich länger als 10 Minuten mit einem regelm?ssigen Schritt unterwegs bin, z?hlt er das als aerobe Schritte. Am Klingnauer Stausee ist es die ganze Runde die so gez?hlt wird. Im t?glichen Leben, schaffen es die beiden Wege zwischen Haus und Bahnhof mit je 11 Minuten gerade noch in diese Kategorie. Doch auch hier erreiche ich die geforderten 3'000 Schritte in der Regel knapp nicht.
Womit wieder einmal bewiesen w?re, dass Abnehmen kein leichtes Unterfangen ist und ‘ein wenig mehr’ Bewegung in der Realit?t doch ziemlich viel Zeit braucht!