Mittwoch, 10. September 2008
Drive by Wire auch am Rennrad
Die gestrige Kopfzeile bei der NZZ st?sst bei mir natürlichauf grosses Interesse. Die Zeitung beschreibt darunter anschliessend die neuesten Trends nicht nur bei den Rennr?dern, auch bei den Mountainbikes. Alles Neuigkeiten, gezeigt an der Eurobike, Europas wichtigster Fahrradmesse.Dass das Rennrad seit Jahren mit immer mehr Elektronik und Elektrik best?ckt wird ist ja bekannt. L?ngst gehört der Kilometerz?hler mit analoger Anzeige und aufgeschraubtem Dorn an der Speiche ins Museum. Gefolgt ist ein Kilometerz?hler, der auf elektrischen Impuls reagiert und l?ngst viel mehr kann als nur Kilometer z?hlen. Die Dinger wuchsen langsam zu kleinen Bordcomputern an bis hin zu Pulsmessungen, Trittfrequenzmessungen, Höhenmetermessung. Mindestens mit der Aufzeichnung der aktuellen Fahrt und des Jahres, oftmals sogar downloadbar auf den PC und entsprechend auswertbar.
Seit nun Navigationsger?te auch outdoorf?hig sind, sind auch diese mit der ganzen Elektronik solcher Velocomputer vollgepackt worden. Jedenfalls bietet Garmin dem Velofahrer das Edge 705 an, das wohl bezüglichBed?rfnisse auf dem Fahrrad nichts mehr offen lässt.
Etwas überraschend, wenigstens für mich, hat sich die Wireless-Schaltung, eben die drahtlose Schaltung des Ritzels und des Kettenblattes nicht durchgesetzt. Sei zu st?ranf?llig und zu schwer. Bew?hren soll sich aber die Schaltung, die per Draht den Schaltimpuls vom Lenker an die Stellmotoren für Kettenblatt und Ritzel übertr?gt. Zus?tzlich sorgt diese Mechanik auch noch für ein reibungsloses Einh?ngen der Kette, so dass das gelegentliche Dr?cken der Beine "in die Leere" wohl der Vergangenheit angeh?rt. Entsprechende Batterien sind im Rahmenrohr untergebracht und sollen, je nach Fahrweise, sprich H?ufigkeit der Schaltbewegungen, 1000 bis 2500 Kilometer weit reichen. Selbstverst?ndlich kann auch die aktuelle Stellung der Kette am Velocomputer sichtbar gemacht werden.
An einem anderen Ort, in einem der Ferienheftchen für Rennrad-Fernfahrten, konnte ich feststellen, dass mittlerweile nun Rennr?der mit 10 Zahnr?dchen am Ritzel angeboten werden. Die kleinste übersetzung ist zudem so eingerichtet, dass die Kraft genau 1:1 vom kleinsten Kettenblatt auf das grüsste Ritzel übertragen wird. Unter diesen Umst?nden könnte ich mir sogar vorstellen, meine nächste Fernfahrt mit dem Anhänger, wieder mit dem Renner zu unternehmen.
Nach fünf Jahren und mittlerweile bald 40'000 Kilometern mit dem gleichen Renner, beginne ich mir Gedanken über das Nachfolgemodell zu machen.
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