Autobahnbr?cke zum Belchentunnel
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Sch?tlij?ger
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Blick ins Baselland
Blick ins Baselland

Chilchzimmersattel
Chilchzimmersattel

Mais und Getreide
Mais und Getreide

Als Aargauer unterwegs

Sonntag, 12. Juli 2009

Chilchzimmersattel

Eine interessante Fahrt durch den Jura. So suchte ich den Belchen, fand nur Wegweiser nach dem Bälchen und kam schlussendlich auf dem Chilchzimmersattel an.

Wie ?blich habe ich auch gestern Abend meinen Ausflug mit Hilfe des GPS zusammengestellt. Eigentlich wollte ich auf den Belchen, den Jurah?gel, den die A2 zwischen dem Solothurnischen und dem Baselland in einem Tunnel durchbohrt. So war ich dann doch einigermassen überrascht, auf diesem fast 1000 Meter hohen übergang nicht einmal eine Passtafel oder wenigstens etwas was auf den Belchen hinweisen würde zu finden. Ich fotographierte sicherheitshalber mal den Wanderwegweiser, man kann ja nie wissen.

Vor der Abfahrt am Morgen, wussste man nicht so recht, ob und wie das Wetter mitspielen wollte. Ich wartete noch einen Moment. Als dann die Rasenm?her im Quartier gestartet wurden und die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke drangen, hielt ich den Zeitpunkt f?r gekommen, den Renner auf die Strasse zu stellen und die Pedalen einzuklicken. Als erstes fuhr ich auf den Bözberg, einer unserer Hausberge. Unterwegs fielen bereits die ersten Regentropfen.

Auf der Nordseite dann hinunter bis nach Frick und dort links weg, mitten in die Jurakette. Wie zu erwarten war, gab es eine h?gelige Fahrt, vorerst bis nach Eptingen, am Fuss des Belchen. Als gr?sseren, nennenswerten Hügel war da der Limperg, irgendwo zwischen Wittnau und Gelterkinden.

Bald nach Gelterkinden geht es dann auf einer gut ausgebauten und breiten Strasse, aber fast ohne Verkehr, entlang der A2 zum Belchen Tunnel. Wobei man die A2 nur selten sieht oder gar h?rt. Kurz nach Eptingen, wo das früher weit verbreitete Eptinger-Mineralwasser herkommt, wird die Strasse dann plötzlich schmal und eng. Ich bin hier allerdings nicht ganz sicher, ob ich tatsächlichdie Original-Passstrasse erwischt habe, oder einfach nur den kürzesten Weg auf den Pass. Jedenfalls stieg die Strasse anf?nglich entlang eines B?chleins durch den Wald in die Höhe. Freie Wiese und Waldpartien wechselten sich ab, bis ich dann kurz unterhalb der Passhöhe wieder in die Originalstrasse komme. Die grosse Arbeit mit den Höhenmetern beginnt jetzt: war es vorher im Wald schon recht steil, so sind die letzten vielleicht 150 Höhenmeter ein richtiger Chrampf. Laut GPS-Aufzeichnungen zeitweise über 15%.

Oben auf der Passhöhe, dann die Suche nach einer Passtafel oder etwas ähnlichem, kurze Verschnaufpause. Weil das Wetter immer noch nicht recht wusste was es wollte, zog ich mir für die Abfahrt den Regenschutz gegen den Wind über. Glücklicherweise war es bis jetzt trotz aller Bef?rchtungen trocken geblieben.

Wo es steil hinauf geht, geht es manchmal auch wieder steil hinunter. Am Belchen jedenfalls glichen die ersten paar 100 Meter Fahrt schon eher einem freien Fall. Anschliessend mehrere teils enge Kurven, bis ich dann nach Langenbruck hinunterkomme. Da muss ich einen Piepston mit weigweisenden Hinweisen meines GPS verpasst haben und fuhr einfach der besseren Strasse entlang weiter hinunter, bis ich schlussendlich nach Balsthal und der Klus in Oensingen wieder das Mittelland erreichte. Höchste Zeit für eine Zwischenverpflegung. Aus einer meiner früheren Fahrten kannte ich den Bahnhofkiosk in Oensingen schon. Er hatte auch heute einen vollen K?hlschrank mit Sandwiches, Mineralwasser und einem kleinen Dessert (etwas Süsses, mit viel Zucker, gibt Kraft für den Heimweg). Zudem hat es ganz in der N?he einen grossen Baum, mit gen?gend B?nkchen für eine kleine Rast.

Den Rest der Fahrt fahre ich dann relativ unspektakul?r immer auf der linken Seite der Aare über Egerkingen, H?gendorf, Olten, Winznau, G?sgen, Erlinsbach, über die Hügel bei Böttstein nach Auenstein, Veltheim und Schinznach wieder nach Hause. Ausser auf den letzten paar Kilometern ab Aarau, fuhr ich nie wirklich längere Zeit an der Sonne.

Die Wolkendecke war meist recht dicht, es blieb aber immer trocken. Ich fuhr zwar kurz/kurz, doch so richtig warm wurde mir ausser in den Aufstiegen nicht.

Zum Schluss vielleicht doch noch das Geheimnis der Namensgebung dieses Chilchzimmersattels: Ganz in der N?he befindet sich die Belchenfluh. Im Volksmund hat es sich eingebÄrgert, dass dieser übergang Belchen, oder manchmal auch B?lchen genannt wird. Verkehrstafeln sind in der Regel mit diesem Begriff, eben dem B?lchen, angeschrieben.

Belchen, als Passhöhe oder übergang, gibt es in der Umgebung gleich noch zwei weitere Male. Ein zweites Mal im Südschwarzwald und ein drittes Mal in den Vogesen, den Ballon.


Restaurant und Menu:
Bahnhofkiosk Oensingen
Sandwich, CocaCola, Vogelnestli
Fr. 11.40




Details zur heutigen Velofahrt
bewoelkt Vormittag
mit dem Renner
Nachmittag bewoelkt_mit_einzelnen_Sonnenabschnitten
 
119.9 Kilometer
64.2 km/h Maximale Geschwindigkeit
1528 Höhenmeter
5:12 Stunden unterwegs
23.1 KM/h Durchschnitt
um 16 Grad, am Abend dann deutlich w?rmer

Profil im PDF-Format Höhenprofil dieser Fahrt
Übersicht der Fahrt Kartenansicht dieser Fahrt
die getrackte FahrtTracklog der heutigen Fahrt
Die Strecke zum Nachfahren in Google-Earth Die Strecke zum Nachfahren in Google-Earth
 



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von Urs, am 12.07.09 um 00:39

gefahren in: AargauBasel-LandSolothurn

in Ausflüge • in Bözberg • in Belchen / Bölchen / Chilchzimmersattel

(1) Kommentar erhalten / weiteren Kommentar schreibenPermalinkgrosse DarstellungFotoalbum mit GoogleMap


erhaltene Kommentare:

  1. Guten Abend Urs

    Habe erst heute und zuf?llig Deinen ausf?hrlichen Bericht gelesen. Das was Du schreibst, stimmt alles. Nur weiss ich nicht, ob Du von Eptingen aus, die rechte( westliche) Seite des Aufstieges erwischt hast, (gleich vor der Mineralquelle abbiegen) oder bis ins Dorf hinauf gefahren bist und dann die linke Seite (?stlich) genommen hast. Das Ziel bleibt gleich, der Chilchzimmersattel. Rechts kommt man am Rest. Oberb?lchen vorbei und links am Rest. Kallen und direkt auf die Passh?he des Chilchzimmersattels. Nur mit dem MTB h?ttest Du von dort aus auf den B?lchen fahren k?nnen, da alles Naturstrasse.
    Zur Heimfahrt: da h?tte es noch zwei sch?nere bzw. verkehrs?rmere Varianten gegeben: Ab Langenbruck ?ber B?renwil (2 km leichter Aufstieg) und dann entlang der Teufelsschlucht ca 4 km hinunter nach H?gendorf, dann nach Kappel - Kleinwangen - Flugplatz Gheid nach Olten oder ab Oensingen nach Kestenholz durchs Mittelg?u bis Olten oder Kestenholz - Wolfwil - Fulenbach - Boningen -Ruttiger - Olten (alles Radweg). Da w?rest Du unmittelbar entlang der Aare gefahren

    Kannst Dich aber tr?sten, ich kenne mich bei Euch unten auch nicht so genau aus und probiere deshalb immer wieder eine neue Strecke, manchmal mit Umwegen
    Weiterhin gute und unfallfreie Fahrt

    Sportliche Gr?sse
    stephan kainersdorfer

    eingetragen von .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), am  15.06.2010  um  17:00


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