Freitag, 06. November 2009
Billetkontrolle einmal anders
... vielleicht eher wie Räuber und PoliHeute hatte ich wieder einmal das Vergnügen, beruflich bedingt und erst noch über die Mittagszeit, mit dem öffentlichen Verkehr quer durch die Stadt, an das andere Stadtende zu fahren. Mit etwas Glück und ab und zu einem kurzen Sprint, bringe ich diese Strecke mittlerweile in gut 35 Minuten hinter mich. Dabei müssen dann aber die S-Bahn und die beiden Tramlinien auch ein bisschen mitmachen und sich nicht allzulange an der Haltestelle aufhalten.
Doch heute begann die Sache nach dem ersten Fahrzeugwechsel bereits zu klemmen. In der Bahnhofstrasse reihten sich die Trams wie auf einer Perlenkette hintereinander. L?ngst erwartete ich die Durchsage der Verkehrsleitzentrale, dass da grossr?umig umgeleitet werden m?sse. Aber nichts. Einfache Ruhe.
Das gab uns daf?r die Möglichkeit, in die bereits zahlreichen, weihnachtlich geschm?ckten Schaufenster zu blicken. Sogar die Weihnachtsbeleuchtung über der Bahnhofstrasse h?ngt schon. Irgendwie komisch: da haben die Bäume noch lange nicht all ihr farbiges Laub verloren und aus den Schaufenstern grüsst schon der St. Nikolaus neben der verschneiten Tanne.
Es ging langsam vorwärts, wieder eine Tramkomposition weiter. Weit vorne konnte man zwischen vielen Leuten auch rot-weiss und blau-weiss gestreifte Westen sehen. Kein gutes Zeichen in der Regel. Nochmals geht es eine Tramkomposition vorwärts. Dann die Durchsage des Tramf?hrers: "do vorne machets d?nn Billetkontrolle, wenn Sie's schomol würdet f?ren?h".
Das Tram hielt an, die T?ren gingen auf, die gestreiften Kittel st?rmten überfallm?ssig das Tram. In jeden T?rrahmen stellte sich mal einer rein. Da gabs kein Entweichen mehr. Zuerst musste das Billet gezeigt werden. Einmal im Wagen drin k?mpften sie sich durch die Passagiere. Doch plötzlich kam die Aktion ins Stocken. Da erkl?rte ein Passagier wortreich und lauthals, dass er kein Billet habe, dass er das mit der Verkehrsgesllschaft abgesprochen hätte, dass er ein E-Mail hätte aber dieses in seinem Büro in der N?he der nächsten Haltestelle vergessen habe .... Nach der dritten Aufforderung des blau-weiss gestreiften Kittels das Tram zu verlassen, damit man das draussen regeln k?nne, wurde der Passagier zur T?re hinaus gedr?ngelt. Alle anderen gestreiften Kittel schauten mehr oder weniger interessiert dieser Einzelaktion zu und verliessen das Tram ebenfalls.
Draussen scharten sich die Gesetzes- und Ordnungsh?ter um diesen einen Passagier. Während unser Tram den Ort des Geschehens verliess, versuchte noch ein letzter Kontrolleur während der Vorbeifahrt durch die Scheiben die Anzahl der Passagiere im Tram zu z?hlen.
Haben die nun die Billete kontrolliert? Suchten die vielleicht etwas anderes? K?nnen die nicht mit l?rmenden Passagieren umgehen?
Für nicht Eingeweihte in den Gepflogenheiten dieser Grossstadt: Normalerweise, wenigstens erlebe ich das seit Jahren so, werden Billetkontrollen während der Fahrt gemacht. Da steckt dir mehr oder weniger hinterr?cks plötzlich jemand einen Ausweis entgegen und murmelt ziemlich eindringlich: "Ihren Fahrausweis bitte!".
in Zwischen Brugg und Zürich •
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erhaltene Kommentare:
Diese ?berfallskontrollen hasse ich auch, sind aber bei der VBZ beliebt weil gr?ssere Trefferquote. Unsinn ist, dass dadurch das Tram versp?tet wird, das m?ssten die besser im Griff haben.
eingetragen von Peter, am 06.11.2009 um 06:34
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