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Morgenstimmung in der Maurienne
Morgenstimmung in der Maurienne

Morgenstimmung in der Maurienne
Morgenstimmung in der Maurienne

Aufstieg nach Megeve
es wird eng

Megeve
Meg?ve

vor Chamonix
vor Chamonix

Als Aargauer unterwegs

Dienstag, 11. August 2009

11. Tag: La Chambre - Chamonix

Eine Fahrt, die kühl und flach begann, dann immer steiler und heisser wurde.

Der Tag begann sehr frisch. Überall und sehr tief hingen Nebelschwaden herum. Die Strassen waren mittlerweile grüsstenteils trocken. Ich zog mir mal f?r die ersten Kilometer den Windschutz über. Glücklicherweise hatte der Gegenwind von gestern aufgeh?rt. Es herrschte zur Zeit absolute Windstille.

Gestern Abend fuhr ich die letzten 20 oder 30 Kilometer auf der D1006, vermutlich die ehemalige Autostrasse Grenoble-Turin. Jedenfalls lassen Rastpl?tze, ausgestorbene Tankstellen, die gerade Linienf?hrung und nicht zuletzt auch der viele Verkehr, solche Gedanken aufkommen. Mit dem Abzweigen nach La Chambre, viel mir der Wegweiser f?r "Mauriennaise pour cyclists" auf.

Heute Morgen dann wiedersetzte ich mich meinem GPS und folgte eben dieser "Mauriennaise". Tats?chlich ein Radweg, manchmal auf der Hauptstrasse, sehr oft aber als schmaler Verbindungsweg zwischen irgendwelchen D?rfern. Ich habe mir damit sicherlich ein paar Höhenmeter eingehandelt, kam aber in den Genuss von fast verkehrlosen Strassen, manchen abgeschnittenen D?rfern (da lag noch Kuhmist auf der Strasse), kühlen und noch feuchten Wäldern, und manchmal auch sehr schönen Übersichten über das ganze Tal. Anfänglich entlang der Arc, später dann entlang der Is?re. Manchmal f?hrte die Strasse auch durch Quartiere von gr?sseren Ortschaften.

Nach knapp 50 Kilometern kam ich dann in Albertville an. Der Nebel hatte sich l?ngst verzogen, meinen Windschutz trug ich mittlerweile im Tricot, die Sonne stand schon weit oben am Himmel. Zeit für die Sonnencr?me. In einer der Parkanlagen eingangs Albertville suchte ich mir ein schattiges Pl?tzchen, verpflegte mich, bem?hte die Sonnencr?me und brachte wieder Ordnung in meinen Anhänger. Der zweite Teil, der h?geligere konnte beginnen.

Auch in Albertville hatte ich nochmals Glück. Ich fand einen Wegweiser um nach Ugine zu gelangen, der Ort mit der Abzweigung nach Megève hinauf. Auch hier nochmals eher verkehrsarme Strassen. Doch ab Ugine war dann nichts mehr zu machen. Eine ziemlich dicht befahrene und schmale Strasse f?hrt nach Megève hinauf. Trotz der Mittagszeit verl?uft sie sehr oft im Schatten von Felsw?nden oder des ziemlich dichten Waldes. Wenigstens bis ans Ende der Schlucht, wo sich das Tal dann plötzlich ?ffnet. Einen Moment lang glaubt man mitten in der Schweiz zu sein. Chalets und die typische Voralpen-Vegetation herrschen hier vor.

Nach einer kleinen Delle kommt man dann nach Megève hinauf. Auch das ein Skiort, wenn auch weniger typisch aus dem Boden gestampft wie andere die ich auf meiner Reise schon gesehen habe. Ich halte mich hier nicht lange auf und fahre bald wieder ins Tal nach Le Fayet, hinunter. Hier müsste eigentlich der Aufstieg nach Chamonix beginnen.

Eine Autobahn und eine Autostrasse dr?ngeln sich das Tal hinauf. Ich schaue mir die Sache einen Moment lang an. Die Autostrasse ist überf?llt mit schweren Lastwagen. Ich habe keine Lust, mich dazwischen zu stellen. Mein GPS zeigt unverst?ndlicherweise als Restdistanz bis Chamonix noch 146 Km an, dabei müsste es sich eigentlich um vielleicht knapp 30 Kilometer handeln. Beim ratlosen herumkurven stosse ich plötzlich auf einen Wegweiser "Chamonix" mit einem Velobilchen dazu. Da sich mein GPS dauernd gegen diesen Weg sperrt, frage ich sicherheitshalber einen einheimischen Radfahrer.

Wieder einmal gibt das Plakat am Anhänger den Stoff für Veloerlebnisse seinerseits und meinerseits ab. Er erkl?rt mir den Weg nach Chamonix, und dass ich auf gar keinen Fall die Autobahn oder dier Autostrasse nehmen soll. (ist ja klar!).

So kurble ich mal davon. Vern?nftige Steigung, alles an der Sonne, br?tende Hitze. Der Wasservorrat schmilzt wie Schnee an der Sonne. Zwischendurch mal einen wunderbaren Blick auf das Montblanc-Massiv. Etwa auf halber Höhe, nur Wegweiser auf die Autobahn, oder wieder zurück nach Le Fayet. Das GPS zeigt jetzt 160 Kilometer nach Chamonix an. Nach ratlosem rumstehen, entschliesse ich mich dann doch, halt die letzten 100 Höhenmeter wieder zu vernichten, unter der Autobahn durchzufahren und im gegenÜberliegenden Wald zu verschwinden. Und siehe da: Das Schild "Chamonix" für Velofahrer steht wieder da. Ich komme in den Genuss, vermutlich auf der ersten je gebauten Hauptstrasse, in einem schattigen und noch feuchten Wald, über Les Houches und noch ein paar weitere D?rfer nach Chamonix zu gelangen. Warum die erste Hauptstrasse? Die muss noch aus den Zeiten stammen, als man keine Tunnels baute, die Strassen um Felssvorspr?nge herum und zwischen den Bäumen durch baute. Kurven und Spitzkehren ohne Ende. Links und Rechts ist die Strasse ges?umt von vielen Chalets aller Gr?ssen, irgendwie idyllisch. Ich beginne mich zu fragen, ob da vielleicht absichtlich Strassen für die GPS - Unterlagen so codiert sind, dass man sie nicht findet? Ob man da auch mit schlechter Beschilderung selbst die Velofahrer abhalten will? Denn ausser ein paar Velofahrer verkehrt da tatsächlichniemand auf der Strasse, wenigstens keine Ausl?nder, Wohnmobile und Motorradfahrer.

Wie auch immer. Am späteren Nachmittag treffe ich dann endlich in Chamonix ein. Für den Sprung über die Schweizer-Grenze d?rfte es kaum mehr reichen. Die vielen Touristen hier schrecken mich etwas auf. So frage ich dann im erst besten(?) Hotel nach einem Zimmer. Ich habe nun ein Zimmer erwischt, das so etwas wie Bergsteiger-Idylle ausstrahlt. Gibt es in Chamonix überhaupt Zimmer, die diese Aura nicht haben?






Details zur heutigen Velofahrt
leicht_bewoelkt Vormittag
mit Roubaix und Monoporter unterwegs
Nachmittag einzelne_Wolken
 
127.2 Kilometer
59.7 km/h Maximale Geschwindigkeit
1778 Höhenmeter
7:15 Stunden unterwegs
17.5 KM/h Durchschnitt
am Morgen sehr k?hl, am Nachmittag ofrmals br?tend heiss, ausser im schattigen Wald nat?rlich

Profil im PDF-Format Höhenprofil dieser Fahrt
Übersicht der Fahrt Kartenansicht dieser Fahrt
die getrackte FahrtTracklog der heutigen Fahrt
Die Strecke zum Nachfahren in Google-Earth Die Strecke zum Nachfahren in Google-Earth
 



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von Urs, am 11.08.09 um 22:48

gefahren in: FrankreichRhône-Alpes

in 2009 Hautes-Alpes • in Ausflüge

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Aussicht f?r Morgen:

Bald nach Chamonix geht es auf den Col des Montets. Schon w?hrend der Auffahrt bietet er eine phantastische Aussicht auf das Montblanc Massiv.
Montets, S?dseite
Anschliessend durch eine Landschaftsdelle hinunter nach Le Chatelard und gleich hinauf auf den Col de la Forclaz.
Forclaz, S?dseite
Auch er bietet eine wunderbare Aussicht. Das Wallis und damit auch die heimatlichen Berge, scheinen einem zu F?ssen zu liegen. Im vermutlich starken Walliser-Gegenwind werde ich mich soweit m?glich nach Montreux und allenfalls noch in das Mittelland hinauf durchk?mpfen. Was ich heute noch fahre, muss ich morgen nicht mehr. cool smile