Sonntag, 02. August 2009
1. Tag: Ascona - Santhia
Solange ich den Seen entlangfahren konnte, war die Temperatur noch auszuhalten. Doch am Rande der Poebene wurde es immer heisser. Dennoch: eine gelungene erste Etappe.Um es vorweg zu nehmen: Santhia liegt am Rande der Poebene, etwa 50 oder vielleicht auch 60 Kilometer von Turin entfernt. Die nächsten gr?sseren St?dte d?ften Biella und Vercelli sein.
Die erste heutige Etappe dorthin war wie erwartet ziemlich flach. Zu erst entlang dem Lago Maggiore bis nach Verbania, dann über einen Hügel an den Lago d'Orte. Am Ende nochmals einen Hügel. Der Rest war gef?hlsm?ssig ziemlich flach. Obwohl: ich bin schon ein bisschen erschrocken, als am Strassenrand die 10% - Tafel f?r die Colli Novarese standen. Aber mehr als gef?hlte 5 % d?rften es dann doch nicht gewesen sein.
Entlang der Seen war die Temperatur noch auszuhalten. Ein L?ftchen wehte fast immer. Die Strasse wies viele Kurven und Unebenheiten auf. Für den Velofahrer wenigstens irgendwie abwechslungsreich. Auch die Sicht wechselte immer wieder durch D?rfer und entlang von Wäldern oder eben der beiden Seen. Wenig später allerdings, bald nach Borgomanero wurde es immer heisser, eint?niger, die geraden Strecken immer länger, die D?rfer immer weiter auseinander. Mein Wasservorrat ging langsam zur Neige. Vermutllich habe ich hier auch meinen Motor einen Moment lang überdreht. Jedenfalls musste ich an einem der seltenen Schattenpl?tze anhalten und Beine und Kopf etwas ausruhen lassen.
Trotz allem hatte ich aber immer auch Zeit, die Umgebung anzuschauen. Einige D?rfer sind mit Blumen, vielleicht Oleander, sehr schön geschm?ckt. Manchmal f?hren richtige Alleen mit B?nklein zwischen den Bäumen in die D?rfer hinein. Abseits der Hauptstrassen kommt man auch immer wieder durch D?rfer, die "stillgelegt" aussehen. Aber vielleicht war es auch nur die Mittagszeit oder der Samstag, der diese Ruhe vort?uschte.
Merkwürdige Spuren, wie von Stacheln oder Pferdehufen führten immer wieder quer über die Strasse. Irgendwann sah ich die Lösung: Mindestens am Rande der Poebene wird Reis angepflanzt. Kilometerlang, gleiche Farbe, gleiches Gew?chs. Neben der Strasse ein B?chlein. Manchmal in meine Fahrtrichtung, manchmal eben nicht. Doch der Höhenmesser am GPS schwankt dennoch kaum. Die Spuren auf der Strasse r?hrten von Traktoren her. Statt R?dern hatten die allerdings so eine Art überdimensionierte Kettenr?der (wie beim Fahrrad) montiert. Die Spuren auf der Strasse mussten von diesen Z?hnen an den Zahnrädern herr?hren. Mit diesen R?dern, oder eben den überdimensionierten Zahnkr?nzen, stacheln die Bauern durch die Reisfelder.
Ein gutes Nachtessen und eine geh?rige Portion Bier, sowie eine gefällte Minibar im Zimmer des Hotels, haben meine Lebensgeister wieder zurückgeholt. Zudem zieht im Moment draussen ein Gewitter vorbei. Das kühlt dann für Morgen vielleicht etwas ab.
| Details zur heutigen Velofahrt | ||||
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Vormittag |
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Nachmittag | ![]() |
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127.3 Kilometer 47.6 km/h Maximale Geschwindigkeit 665 Höhenmeter 5:29 Stunden unterwegs 23.2 KM/h Durchschnitt sehr heiss |
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gefahren in:
in 2009 Hautes-Alpes •
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