Sonntag, 11. Januar 2009
Seidenschwänze!
Dies der Ausruf einer der zahlreichen Vogelbeobachter am Klingnauer Stausee. Auf einem der Bäume entlang des Wassers sassen sie, gr?ulich aufgeplusterte Federh?ufchen. Ein ganzer Schwarm. Für uns, die wir keine Feldstecher oder Zooms dabei hatten, nicht wirklich viel von V?geln verstehen, hätten es auch andere V?gel sein können. Doch welche?So erhalte ich wieder einmal Gelegenheit, den Klingnauer Stausee nicht nur aus der Sicht des Sportlers zu beschreiben. Es ist n?mlich eine sehr interessante Gegend. Die letzten paar Kilometer der Aare, bevor sie in den Rhein m?ndet wurden schon um 1930 herum gestaut. Damals zum Zweck des Baues eines Elektrizit?tskraftwerkes. Der gestaute Fluss ist etwa drei Kilometer lang und an seiner breitesten Stelle etwa 500 Meter breit. Bereits wenige Jahre nach der Stauung und damit der starken Reduktion der Fliessgeschwindigkeit, entwickelte sich der See zu einem überwinterungsgebiet f?r nordische Zugvogelarten. Auch einheimische Vogelarten nutzen ihn gerne als Brutst?tte und Lebensraum. Seit ein paar Jahren f?hlt sich auch der Biber dort wieder zu Hause.
Der See ist heute schon l?ngst ein Naturschutzgebiet. Er z?hlt auch zu den Auengebieten mit nationaler Bedeutung. Regelm?ssig und durch das ganze Jahr hindurch, wird er auch in der Bevölkerung als Naherholungsgebiet besucht. Viele der Besucher absolvieren hier ihren Sonnt?glichen Rundgang um den See.
Auch wir sind immer wieder gerne dort. Er ist gut erreichbar und mit den etwa sechs Kilometern Dammweg rundherum, gen?gend lang für einen ausgiebigen sonnt?glichen Marsch. Selbst uns, als nicht Kenner, weder der V?gel zu Wasser noch derjenigen in der Luft, fallen immer wieder besondere Exemplare auf. Besonders heute. Ein gr?sserer Teil des südlichen Endes des Sees ist zugefroren. Sicherlich nicht tragf?hig für Personen. Aber vermutlich deshalb, haben sich heute sehr viele Enten auf der noch offenen Wasserfl?che, ausserhalb von Schilf und anderem "Sichtschutz" aufgehalten. Darunter waren viele, die wir sonst nicht auf unseren Seen und Fl?ssen ersp?hen können.
Ob es wirklich Seidenschwänze waren, wie das der Vogelbeobachter gesehen haben will? Ich habe dazu mal bei Wikipedia nachgeschaut. M?glich w?re es schon.
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