Mohnblumenfeld, irgendwo unterwegs

Als Aargauer unterwegs

Samstag, 22. Mai 2004

6. Etappe; die Fahrt im Schlafwagen

Nach dem heutigen Morgenessen, kurz vor der Abfahrt, beschrieb Gusti (Zollinger) die heutige Fahrt etwa wie folgt: "Alles gerade aus und dann rechts nach Cap d'Agde. Keine Hügel, keine Herausforderung, eine Fahrt im Schlafwagen halt." Und so kam es dann auch ungef?hr heraus.

Heute wiederum um 7.15 Morgenessen an einem reichhaltigen Buffet, packen und Abfahrt. Morgenessen in einem kleinen Speisesaal, gefällt mit 50 Velofahrer, von denen jeder einzelne versucht, möglichst viel Kalorien in Rekordzeit in sich hineinzustopfen. Da bleibt kaum Zeit und Musse für ein Wort über Wetter oder Strecke. Abfahrt wieder wie ?blich um neun Uhr.

Die Fahrt führte heute sehr viel der K?ste entlang. Das Meer fast dauernd in Griffn?he umfuhren wir Perpignan, Narbonne und B?zier. Über fast unz?hlige Br?cken und überf?hrungen, zwischen Lagunen jeder Gr?ssenordnung hindurch. Bei einzelnen Abstechern ins Landesinnere fast ausschliesslich zwischen Rebst?cken oder Schilf. Manchmal ein kleiner Wald, oder eine gr?ssere Golfanlage. Teilweise waren wunderbare Gartenanlagen zu bestaunen, meist in der N?he von gr?sseren Hotelanlagen. Viele durchfahrene Ortschaften oder ersp?hte Wegweiser und Beschilderungen von "Domainen" oder "Caves" und "Chateaux" kennen wir ja meist von den Weinflaschen her. Auch ein kleiner Abstecher in unwegsames Gel?nde, dafür mit Lerntafeln bezüglichV?gel und Botanik fehlten heute nicht. In einer Ortschaft sah ich im Vorbeifahren sogar 5 schneeweisse Pferde. Die Camargue ist ja auch nicht mehr allzuweit entfernt.

Zur Landschaft: Nicht mehr ganz so abwechslungsreich wie auch schon. Heute d?rften die Rebst?cke die Oberhand innehaben. Direkt am Strassenrand weiterhin viele gelbe Blumen und gelbe Str?ucher, durchsetzt mit rotem Mohn. Mancherorts standen auch Pinien.

Stichworte zum Tag:
Strassenverh?ltnisse: Sehr viele Kilometer auf holprigen, schlecht ausgebauten Strassen (Insofern st?rte dies den Charakter einer Fahrt im Schlafwagen). Ansonsten konnte das meiste mit mittleren übersetzungen gefahren werden. Ein oder zwei D?rfer mit giftigen Anstiegen aber sonst kaum eine Anstrengung.

Wetterverh?ltnisse: Anfänglich sehr gut. Mit der Zeit merkten wir, dass der Wind offensichtlich einen Regenschauer vor uns her trieb. Die meisten Strassen waren noch feucht. Während des Kaffeehaltes sah es bedenklich nach Regen aus. Aus dem gef?rchteten Mistral wurde nichts. Wir hatten dann fast immer leichten Rückenwind oder Seitenwind und fuhren je länger je mehr wieder in die Sonne. Bereits am Mittag, war kaum ein Anzeichen einer Wolke mehr auszumachen. Es wurde auch wieder wärmer.

Besondere Erlebnisse: Ausflug in die Botanik. Normalerweise f?hrt man diese Strecke nur noch mit dem Moutainbike. Das ganze war aber ein gutes Erlebnis und hatte den Vorteil, dass die Etappe deutlich gek?rzt wurde. Es kostete uns allerdings beinahe die "offizielle" Kaffeepause.

Statistik: Heute sind wir während 6 Stunden und 27 Minuten 158.4 KM gefahren. Entspricht einem Durchschnitt von 24.5 KM/h.



Ergänzungen nach dem ersten Posting:
19.03.2011: Feldinhalte an EE2.x angepasst



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von Urs, am 22.05.04 um 01:58
in 2004 Euroride

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