 Auch heute konnte sich das Wetter wieder einmal nicht entscheiden. Laut Prognose sollte es zwar von Westen her bessern. Wohl deshalb entschieden wir uns, wieder einmal dem Basler Zolli, eben westw?rts von uns aus gesehen, einen Besuch zu erstatten. Bei der Ankunft wurden wir zuerst von ein paar wenigen Regentropfen begr?sst. Doch schon hinter der nächsten Ecke stand dieser Brillenb?r. Er schien genau zu wissen, in welche Pose er sich stellen musste, dass das Blitzlichtgewitter losging.
Weil wir schon lange nicht mehr in diesem Zoo waren, wollten wir uns auch bei den neugestalteten Anlagen für die Löwen und bei den Nash?rnern umsehen. Vor einem grossen Haus, am Ende der Anlage, ist die Anlage für die Löwen untergebracht. Dort schien heute nicht soviel los zu sein. Alle lagen sie da und d?sten vor sich hin. In der einen Ecke die scheinbar ?lteren Tiere und etwas weiter oben die offensichtlich j?ngeren. Besonders gefiehl mir das j?ngere Tier in der Mitte, welches offensichtlich mindestens teilweise auf dem R?cken liegt.
Im selben Haus ist auch eine Anlage für die Krokodile untergebracht. An mehreren Wasserbecken d?sten auch diese vor sich hin. Schaute man allerdings genauer, so beobachteten sie die Gegend oder bewegten wenigstens mal ihre Augenlider. Etwas abgetrennt von den grossen Krokodilen ein einzelnes, Junges auf einem Baumstamm. Möglicherweise unter einer Wärmelampe.
Übrigens, die Wasserbecken bei den Krokodilen entpuppten sich später als riesige Aquarien, worin es nur so von Salzwasserfischen aller Art wimmelte. Im gleichen Saal wurde einiges über das Leben und den Lebensraum der Krokodile erkl?rt. Für mich immer wieder faszinierend, mit welcher Ruhe und Geduld sie sich einem ganzen Rudel von grossen Vierbeinern ann?hern können und dann mit aller Brutalit?t und H?rte in einem einzigen kurzen Augenblick zubeissen können. Einmal zugebissen, gibt es kein Entkommen mehr.
Die Nash?rner, immer wieder imponierend die Dickh?uter, können auch den Auslauf einer grossen Anlage geniessen. Während die einen ihre Trampelpfade abschritten, besch?ftigten sich andere eher mit einem gedeckten Tisch von Brot. Einmal schien es sogar, als ob eines der Nash?rner tatsächlichJagd auf Tauben machen wolle.
Einen Blick g?nnten wir auch den heute lebhaft herumschwimmenden Pinguinen und Seehunden bevor wir uns bei den grazil dahinschreitenden Giraffen aufhielten. Während hier die einen mit langgestreckten H?lsen ihr Futter wiederk?uten, leckten andere die Stangen, eingerammt zum Schutz der hohen Bäume, ab. Was daran wohl so fein schmeckte?
Es gäbe noch viel zu berichten. Auch von den meist drolligen Jungtieren, doch habe ich es unterlassen, mir all die Namen der Tierarten mit Nachwuchs aufzuschreiben. Schön wars, und das Wetter hat auch gehalten, beziehungsweise ist trocken geblieben. |