Unglaublich: Nebel am Meer

Als Aargauer unterwegs

Mittwoch, 19. Mai 2004

3. Etappe; wieder am Meer

Kurz nach der Abfahrt heute Morgen, wurden wir für den Prospekt des nächsten Jahres fotographiert. Am ersten und für heute auch einzigen namhaften Hügel, den wir alle Gruppen zusammen meisterten, wurden wir mehrmals fotogen plaziert und abgelichtet. Anschliessend fuhren wir in einem steten Auf und Ab, über weite Strecken dem Fluss Ebre entlang, über Tarragona wieder ans Meer, hier nach Coma-Ruga zurück. Das Wetter ist weiterhin traumhaft schön und warm, im Landesinneren auch schon heiss.





Nach dem gestrigen Nachtessen unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang in Richtung Altstadt von Tortosa. Möglicherweise könnte dieses St?dtchen mit einer interessanten Vergangenheit aufwarten. Nach dem Euroride, werde ich mich zu diesem Thema noch etwas umschauen. Anschliessend den schon fast obligaten Schlummerbecher vor der Nachtruhe. Heute wiederum um 7.15 Morgenessen an einem ?usserst reichhaltigen Buffet, packen und Abfahrt wie gewohnt um 9.00 Uhr.

Nach etwa 20 Km gemütlicher Fahrt, eine Fotosession für den nächsten Prospekt an der ersten namhaften Steigung. Von da an ein stetiges Auf und Ab während etwa 50 KM. Manchmal recht steil, manchmal etwas flacher. Der einzige Vorteil: Wo es hinauf geht, muss man auch wieder hinunter. Und da waren teils ganz schöne Schussfahrten dabei. Jedenfalls zeigte der Kilometerz?hler heute Abend ein Maximum von 65 Km/Std an. Nach dem Mittagessen dann noch die letzten ein oder zwei Hügel und dann gings in ziemlich flottem Tempo in Richtung Meer. Kaffeepause bei etwa 60 km um 12.00 Uhr, Mittagessen nach 14.00 Uhr ungef?hr bei KM 100.

Zur Landschaft: Nebst den Olivenb?umen stehen nun auch ganze Plantagen von Haselnussstr?uchern entlang der Strasse. An einigen Stellen werden auch Rebst?cke, plantagenartig angebaut. Nicht am Berghang wie bei uns ?blich, sondern einfach auf dem Talboden. Ebenfalls hat sich die Botanik direkt am Strassenrand ver?ndert. In früheren Etappen eher karg, so stehen da nun viele gelbe Blumen und gelbe Str?ucher, durchsetzt mit rotem Mohn. Als gr?ssere Industrie konnte ich die Raffinerie von Repsol ausmachen. Jedenfalls stank es fürchterlich nach Gas und in hohen Kaminen wurde abgefackelt.



Stichworte zum Tag:

Strassenverh?ltnisse: Vieles konnten wir heute auf kleinen, aber gut ausgebauten Strassen abfahren. Ganz ohne das Befahren von kurzen Strecken auf irgendwelchen Schnellstrassen geht es aber nicht. Wir durchfuhren unz?hlige D?rfer, welche in der Mittagszeit allesamt ziemlich verlassen und leer dastehen. Ein paar m?chtigen Schlagl?chern mussten wir dennoch ausweichen.

Wetterverh?ltnisse: Bei schon fast heisser Temperatur und fast absoluter Windstille, verbrachten wir auch diesen Tag unter strahlender spanischer Sonne. Gegen das Meer hin, hing allerdings ein merkw?rdiger Nebelschleier über der Gegend, welcher die Temparatur massiv dr?ckte. Am Sandstrand vor dem Hotel tummelte sich auf jeden Fall kein einziger Badegast.

Fun: ... war heute eher bescheiden. Mindestens die erste Hälfte der Etappe, mit der Fotosession und die vielen gr?sseren und kleineren Auf und Ab, hinterliessen irgendwie einen nerv?sen Eindruck.

Statistik: Heute sind wir während 5 Stunden und 52 Minuten 145.5 KM gefahren. Entspricht einem Durchschnitt von 24.8 KM/h.



Ergänzungen nach dem ersten Posting:
29.01.2011: Feldinhalte an EE2.x angepasst



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von Urs, am 19.05.04 um 01:27
in 2004 Euroride

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Vorschau 3. Etappe: Tortosa-Comaruga: 145 Km



Dem Fluss Ebro entlang, ?bers wellige Hinterland Richtung Reus, geht es nach Katalonien.



Eine kleine Info ?ber Tortosa



Neben Tarragona und den Kl?stern im Hinterland, gibt es aber auch eine weitere sehenswerte Stadt an der K?ste, Tortosa, f?r die man einen Ausflug einplanen sollte. Einst erbaut um die M?ndung des R?o Francol? zu bewachen, ist die romantische Lage des St?dtchens heute sein gr?sstes Kapital. ?berragt wird das St?dtchen noch heute von der Burg San Juan, die nach ihrer Eroberung 1149 sogar zur K?nigsresidenz wurde. Heute ist in der Burg ein Paradore untergebracht. Als Paradore werden in Spanien Hotels bezeichnet, die in historischen Gem?uern untergebracht sind.



Im Mittelpunkt der teilweise sehr verarmten und maroden Altstadt liegt die imposante Kathedrale (12. Jahrhundert). Ein kleiner Spaziergang auf den holprigen Pflastersteinen, durch die engen Gassen, vorbei an verwilderten Hinterh?fen und br?ckelnden H?userfassaden hin zur Kathedrale, ist wie eine Zeitreise durch l?ngst vergangene Jahrhunderte. Verlaufen kann man sich in der kleinen Altstadt eher nicht und so sind die Dienste eines Touristenf?hrers eher weniger notwendig. Bei einem Streifzug durch Tortosa sollte man ein besonderes Augenmerk dem angrenzenden Bischofspalast und seinem Innenhof schenken. Der elegante gotische Innenhof ist liebevoll begr?nt und f?r Besucher ge?ffnet.