Foto zum heutigen Tag:

Von der Klausenpassstrasse das Sch?chental hinunter
Von der Klausenpassstrasse hin?ber zum Scherhornr
Auf dem Klausenpass
Aus dem Linthtal nochmals Blick zur?ck
Auf dem Pragelpass
Blick hinunter ins Tal der Muota
Warten auf den Zug in Schwyz

Als Aargauer unterwegs

Sonntag, 29. August 2004

Über Klausen- und Pragelpass

In der Wetterprognose zeichnete es sich ab, dass heute nochmals ein wunderbarer Tag werden sollte. Also ergriff ich die Gelegenheit, in dieser Saison nochmals mindestens einen Schweizer Pass zu befahren.





Chronologie der heutigen Fahrt
In den letzten Tagen konnte auf Grund der Wetterberichte erwartet werden, dass der Samstag nochmals ein eher sommerlicher Tag werden könnte. Und siehe da. Samstag-Morgen, halb sechs Uhr und keine einzige Wolke am Himmel. So wollte ich denn die schon lange bereitliegende Idee zur Eroberung von weiteren Schweizerp?ssen umsetzen.
  • 08:16 Uhr Der Schnellzug kommt in Fl?elen an. Ich ziehe mich um, beziehungsweise ab, denn ich bin überrascht, wie warm es bereits jetzt schon ist, Bidons f?llen und ab geht es in Richtung Altdorf
  • 09:15 Uhr Bereits sind die ersten Höhenmeter des Klausenpasses genommen. Ich befinde mich in B?rglen. Die Sonne ist erst knapp über den Bergen erschienen und es ist deshalb noch angenehm kühl.
  • 10:00 Uhr In Untersch?chen. Die kurze Abfahrt ist schon vorbei und ich befinde mich sozusagen im zweiten Anlauf auf den Klausen. Auch der Klausenpass scheint ja nicht nur bei den Motorradfahrern ein beliebter Ausflugsort zu sein. Es kommen mir bereits auch die ersten Rennr?der entgegen. Auch vor mir sind nun Rennvelofahrer und Mountainbiker ins Blickfeld gerutscht.
  • 10:30 Uhr Fototermin, nur wenige Höhenmeter unter der Passhöhe. Vor allem das Scherhorn muss in die Kamera. Weiss und m?chtig steht es da.
  • 11:00 Uhr Geschafft, die Passhöhe ist erreicht. Es gelingt mir nicht, die Passtafel alleine für meinen Fotoapparat zu erwischen. Offensichtlich ist das Fotographieren von Passtafeln auch bei den T?fffahrern ein beliebtes Hobby. Kurzer Imbiss und etwas Trinksame vom Kiosk.
  • 11:30 Uhr Die Abfahrt auf der Glarnerseite kann ich bei diesem schönen Wetter sogar ohne Thermohose oder anderer Utensilien beginnen. Das Thermometer zeigt immerhin 22 Grad. Später dann im Urnerboden weht allerdings ein stark kühlender Gegenwind. In der unteren Hälfte, also nach dem Urnerboden wurde in den letzten Jahren an der Strasse kräftig gebaut und saniert. Sogar für Rennr?der liegen da nun ganz anst?ndige Tempi drin. Aber aufgepasst: die letzten paar Kehren vor Linthal sind immer noch mit Kopfsteinpflaster ausgelegt (warum eigentlich?)
  • 12:30 Uhr Nach dem ich endlich die Abzweigung auf den Pragelpass in Glarus gefunden habe, bin ich schon ein kleines St?ck unterwegs. Die Mittagssonne brennt nun mittlerweile bei knapp 30 Grad auf die Strasse. Der kühlende Gegenwind ist hier nicht mehr zu sp?ren. Langsam d?mmert mir, dass der Pragelpass wirklich ein Krampf sein könnte. Auf meinem Cyclomaster werden von Beginn weg Steigungen von 10 und mehr Prozenten angezeigt. Einzelne kurze Abschnitte sind dann allerdings fast waagrecht.
  • irgendwann kurz vor 14:00 Uhr bin ich am Kl?talersee angekommen. Der See liegt hier wunderbar eingebettet zwischen Tannenw?ldern und sieht heute merkw?rdig weisslich aus. Ein paar M?nner spielen auf einem Parkplatz Alphorn. Einen Moment lang m?chte ich am liebsten den Renner bei Seite legen und ein kühles Bad nehmen.
  • Kurz nach dem Kl?ntalersee, habe schon wieder ein paar Höhenmeter bew?ltigt, rumpelt und donnert es hinter mir. Ein Gewitter? Nein: ein Bergsturz. Keine Ahnung wie viel Gestein da in die Tiefe donnert. Das Get?se und die Staubwolke jedoch sind imposant.
  • 15:15 Uhr V?llig ausgebrannt und mit den letzten Tropfen Wasser in meinen Bidons und mit schmerzenden Beinen komme ich auf der Passhöhe an. Es war wirklich ein saum?ssiger Krampf. Immer wieder Steigungen von weit über 10 Prozent. Zudem eine gl?hende Hitze. Das Thermometer zeigte manchmal 32 Grad an.
  • 15:30 Uhr Die Passhöhe des Pragelpasses gleicht einem riesigen Wellblech. Ein dauerndes Auf und Nieder. Keine richtige Passtafel. Aber landschaftlich ist er sehr reizvoll. Mit seiner relativ geringen Höhe von nur gerade 1550 Meter ist er ja noch l?ngst unter der Baumgrenze. Die vielen Tannen und der teils lockere Baumbestand lässt Ferienerinnerungen an den Südschwarzwald aufkommen. Die Abfahrt ins Tal der Muota ist h?llisch steil, die Strasse aber recht gut. Wegen der vielen Kurven, kaum ein Meter freie Fahrt, also Bremsen als Dauerzustand. Wegen des dauernden Schattenspiels in den Wäldern übersehe ich dann allerdings doch noch ein Schlagloch. Ich bin richtig froh, dass ich hier hinunter fahren kann und den Pragelpass von der Glarnerseite her besiegt habe.
  • 16:20 Uhr In Schwyz angekommen, entschliesse ich mich für die Heimfahrt mit dem Zug.




Ergänzungen nach dem ersten Posting:
19.03.2011: Feldinhalte an EE2.x angepasst



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von Urs, am 29.08.04 um 06:08
in Training oder Ausflüge • in Klausen • in Pragel

(3) Kommentare erhalten / weiteren Kommentar schreibenPermalinkgrosse Darstellung


erhaltene Kommentare:

  1. Vorgestern Samstag 18.09.04 machte ich mich auch noch mal auf den Weg nach Glarus um zum 2.Mal dieses Jahr ?ber den Klausenpass und den Pragelpass zu fahren. Aber diesmal mit einer besseren ?bersetzung…! Denn der Pragelpass hat ja bekanntlich sehr giftige Anstiege. Um 08:30Uhr starte ich also kurz vor Glarus bei strahlend blauem Himmel. Aber es war ganz sch?n frisch. Um 10:00Uhr erreiche ich dann die Passh?he. Das Gipfelrestaurent l?dt zu einem Kaffee und Nussgipfel ein und das auf der Terasse.  Die Abfhart nach Altdorf ist herrlich. Und dann die Axenstrasse, etwas m?hsam mit dem Verkehr. Aber sp?testens nach Schwyz siehts dann wieder gut aus. Und das Wetter, immer noch wolkenlos. Nach Muotathal um 12:30Uhr gehts dann nochmal so richtig zur Sache.  Der Aufstieg will kein Ende nehmen. Immer wieder meint man oben zu sein, aber dann nochmal ein giftiger Anstieg. Auf der Abfaht nach Glarus wird man mit einem herrlichen Blick auf den Kl?ntalersee belohnt. Alles in Allem ein genialer Tag.

    eingetragen von Theo, am  20.09.2004  um  17:19


  2. Lieber Kollege

    Gestern, am 24.7.06, habe ich die gleiche Strecke gemacht, doch startete ich bereits um 7.15 Uhr in Fl?elen. Von Schwyz aus fuhr ich aber noch nach Baar nach Hause. Besten Dank f?r die genaue Beschreibung. Es hat mir geholfen. Ich war etwa mit gleichem Tempo unterwegs.

    Es gr?sst   Franz Zolliker

    eingetragen von .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), am  25.07.2006  um  09:53


  3. Danke, sch?n wenn meine Berichte ab und zu jemandem wenigstens einen ?berblick geben. W?nsche weiterhin gute Fahrt. Urs

    eingetragen von .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen), am  28.07.2006  um  00:52


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Details zur heutigen Fahrt:
KM:120
H?henmeter:2671