Heute mussten wir uns nicht beeilen, um noch ein bisschen Sonne zu erwischen. Ganz im Gegenteil. Nachdem sich der dicke Nebel aufgelöst hatte, zeigte sich ein strahlend blauer Himmel. Anfänglich noch bei frostigen Temperaturen knapp unter dem Nullpunkt, doch das Thermometer kletterte langsam in die Höhe.
Wir entschlossen uns für eine weitere Runde Nordic Walking um den Klingnauer Stausee. Schon bald wurde uns beim zügigen marschieren mit den Stäbchen zu warm. Schön schien die Sonne über die Hügel bei Leuggern. Flach und glänzend über den See. Es blendete. Mehrmals überliefen die Augen bei diesem Glanz. Der See lag heute wieder einmal ganz ruhig da, absolute Windstille.
Auch die vielen Enten auf dem See, hatten heute ihr eigenes Leben. Entweder wurden sie von den vielen Fussgängern schon genügend gefüttert, oder ihr Bedürfnis nach Sonne und Ruhe war grösser als jeder Hunger. Die Stockenten sassen meist paarweise auf hängengebliebenem Schwemmholz und sonnten sich, während die Blesshühner sich eher irgendwelches Kleingetier aus dem Schwemmholz zusammensuchten.
Es traf sich so, dass wir uns nach dem Mittagessen für eine Runde Nordic Walking entschlossen. Bis kurz davor kamen wir noch in den Genuss eines fast wolkenlosen Himmels, doch von Norden her schien sich jetzt eine Wolkenfront über unsere Köpfe zu schieben.
Die Runde verlief unspektakulär. Durch die Stadt, dann entlang der Bahnlinie hinunter in den Schachen, einfach so lange bis wir keine Lust mehr hatten und ans Umkehren dachten.
Während der Zeitspanne vom Schachen hinauf zum Wald des Bruggerberges schaute die Sonne nochmals kurz unter dem Wolkenband hindurch, bevor sie sich dann definitiv für eine weitere Nacht hinter dem Horizont versteckte.
Dabei entstand das folgende Licht- und Schattenspiel:
Nach dem Einrollen, wiederum bergab und etwas eben dahinkurbeln, waren 12 Wellen zu nehmen. Kurze, jeweils 30 Sekunden lange Anstiege mit 4% Gefälle, gefolgt von einer kleinen Talfahrt, wiederum 30 Sekunden lang. Es dauerte mindestens 3 Wellen lang, bis ich meinen Rhythmus gefunden hatte. Schalten wollte ich lieber nicht allzuviel. So entschied ich mich für einen eher kleineren Gang. Mit Vollgas in die Steigung hinein, so lange es eben geht, dann aufstehen und den Rest des Anstieges stehend durchkurbeln. In der anschliessenden Talfahrt, dann mit der hohen Trittfrequenz die drohende Übersäuerung wieder ausschwemmen. Ging jedenfalls ganz gut.
Den letzten Block über 3 Minuten mit 4% Gefälle nahm ich dann allerdings doch im Sitzen mit deutlich kleinerem Gang.
Die zweite Hälfte der Übung war dann einfacher. Zwei langezogene Hügel mit 1% Gefälle über 10 Minuten und 5 Minuten, bevor es zum Schluss in rasanter Fahrt ins Tal hinunter ging.
Nach der langen Bergfahrt von gestern suchte ich mir heute eine kurze, vielleicht auch lockere Ausfahrt auf der Rolle. Trainingszeit 31 Minuten schien mir dafür gerade recht zu sein.
Nach einem 10-minütigen Einrollen waren acht kleinere Hügel zu nehmen. Jeder dauerte eine Minute, und zwischen allen gabs eine einminütige, flache Fahrt. Das steilste Gefälle etwa 2%.
In den Programmen auf meiner Rolle hat es zwei Übungen, die sich von allen anderen unterscheiden. Die beiden einzigen, bei denen nicht nach Zeit gefahren werden muss, sondern nach Kilometern. Also zum Beispiel 5 KM mit einem Gefälle von 1%.
Das hindert mich allerdings nicht daran, daraus doch eine Übung auf Zeit zu machen. Bei der heutigen Fahrt über 60 KM den Berg hinauf, versuche ich jeweils zu Beginn der "Spinning-Saison" einen Konditionstest zu machen. Wie lange brauche ich, bis ich die 60 KM bewältigt habe? Und: Ging es vielleicht sogar schneller als letztes Jahr?
Die Strecke weist mit maximal 2% bescheidene Steigungen auf. So ist es mir möglich, die ganze Distanz auf der grossen Scheibe am Renner zurückzulegen. Hie und da mal aufstehen und stehend kurbeln lockert ein bisschen die Bein- und Oberkörpermuskulatur.
Die heutige Übung war ja eher ein sehr flaches Stück. Für mich das Resultat eines richtigen Kompromisses, zwischen nichts machen und doch ein paar Punkte im Winterpokal abholen.
Ausser dem etwas längeren Stück, während acht Minuten 1% den Hügel hinauffahren, habe ich weder dem Kreislauf noch den Beinen eine besonders grosse Leistung abverlangt.
Vermutlich eine Strecke, auf der man die Kurblerei in einer sehr hohen Trittfrequenz üben könnte.
… habe ich heute Abend bei der Auswahl der Übung auf der Rolle. ich erwischte nochmals die Strecke vom 6. Dezember, dabei hätte ich noch so viele andere Möglichkeiten.
Das gibt mir die Möglichkeit, mal ein paar Worte über die Rolle, worauf ich trainiere, zu verlieren.
Für heute hatte ich mir eine etwas anspruchsvollere Übung im Spinning ausgesucht. Nach dem Einrollen waren immerhin fünf Hügel zu bewältigen. Anfänglich wechselte alle zwei Minuten das Gefälle. In der zweiten Halbzeit wechselte aber auch dieser Rhythmus eher hin zu Zufälligkeiten. Das steilste Gefälle betrug immerhin 5%.
Ab der 50. Minute wurde es mit einer letzten Rampe nochmals anspruchsvoll, bevor sich die Strecke dann während 10 Minuten das Tal hinunterstürzte.
Mit dem richtigen Rhythmus im Ohr, kann da noch einiges an Durchschnittstempo wieder gut gemacht werden, was man vielleicht bei den Anstiegen in der ersten Hälfte verloren hatte.
Weitere Trainingseinheiten mit dieser Übung: FEI-003
Seit langem war es heute Morgen wieder einmal richtig kalt. Die Autoscheiben in der Nachbarschaft waren vom nächtlichen Frost weiss gefärbt. Die Strassen, selbst im Quartier, waren aber grösstenteils trocken. Ich wagte einen Austritt auf meinem Renner.
Ich kam gut und zügig voran. Achtete auf Fussgängerstreifen und Schachtdeckel. Das dürften ja die beiden ersten sein, die bei einem allfälligen Bodenfrost gefährlich wurden. Aber auf der ganzen Strecke, schien Eisbildung kein Thema zu sein.
Auf dem Radweg zwischen Dänikon und Regensdorf, eine der Passagen wo der Radweg auf der linken Seite der Strasse angelegt ist, also neben dem Gegenverkehr da tat sich merkwürdiges heute Morgen. In der Ferne erblickte ich ein starkes, scheinbar stehendes Licht. Es könnte der Liegevelofahrer sein, der schiebt manchmal so einen stark leuchtenden Scheinwerfer vor sich her.
Doch es wurden immer mehr Scheinwerfer. Weit über der Augenhöhe. Auch an der Ecke, in der Mitte zwei, ganz nahe beieinander. Ich verlangsamte. Was könnte das nur sein? Auf dem Radweg? "Es" blieb scheinbar auch stehen, oder fuhr mindestens sehr langsam. Ich kam näher.
Durch all die blendenden Lichter konnte ich schlussendlich einen richtig grossen, Landwirtschaftstraktor erkennen. Er blieb tatsächlich an einer Stelle stehen, wo der Radweg so eine Art Ausweichstelle hat. Merkwürdig nur, dass sich so ein Riesengefährt nicht auf der Strasse, sondern auf dem Radweg bewegt.
Wir nähern uns langsam der längsten Nacht. Es dürfte heute das erste Mal gewesen sein, dass ich kein Morgengrauen mehr feststellen konnte, bevor ich mit dem Renner in der Tiefgarage beim Arbeitgeber verschwand. Der Himmel war nicht wolkenlos, aber er war auch nicht so dicht mit Wolken verhangen, als dass da nicht noch wenigstens ein bisschen Morgengrauen hätte durchdringen können. Ein Blick auf das GPS könnte diese Beobachtung bestätigen: Sonnenaufgang ist jetzt erst nach 08:00 Uhr morgens.
Das Foto stellt heute die Weihnachtsbeleuchtung von Würenlos dar. Ich knipste es auf meinem morgendlichen Weg zur Arbeit.