Vor nicht allzulanger Zeit habe ich hier etwas von "novemberlichem" Eindruck am Stauseee in Klingnau geschrieben. Trüb, kalt, nass, das war damals die Stimmung. Worauf es dann ja bekanntermassen bald bitterkalt wurde.
Doch heute: die Sonne scheint von einem fast makellos blauen, aber noch etwas dunstigen Himmel herunter, kein Wind, die Temperaturen in einem gefühlten Frühlingsbereich.
Enten und Schwäne haben wieder ihre gewohnte Lebhaftigkeit zurückgewonnen. Es wird getaucht, unter dem Wasser nach Nahrung gesucht, herumgepaddelt. Ab und zu startet ein ganzes Volk von Enten in den Himmel. Eine gewisse Nervosität ist zu verspühren.
Der Dammweg ist wieder voll von Fussgängern, einigen Inlineskatern und Radfahrern.
Es war nach dem Mittagessen, als die Sonne schüchtern ein paar Sonnenstrahlen ins Quartier schickte. Es sah schon fast nach etwas Wärme aus. Wir trauten der Sache dennoch nicht so richtig und haben uns einmal mehr für einen kalten Marsch um den See eingekleidet. Wir sollten recht bekommen.
Der Parkplatz befindet sich an einer etwas windgeschützten Stelle unterhalb des Dammes. Die übliche Kälte hatte uns sofort mit ihren kalten Armen umschlungen. Doch als wir auf den Damm hinaufkamen, da ging es erst richtig los. Beissend kalt und messerscharf sprang uns die Bise ins Gesicht.
Wir zogen unsere Winterkappen noch mehr ins Gesicht hinunter und den Reissverschluss der Winterjacke noch mehr nach oben. Zurrten die Riemchen der Stöcke noch etwas enger um die Handschuhe. Wir kämpften tapfer gegen den Wind, immer in der Hoffnung, auf der gegenüberliegenden Seite, hätten wir den Wind dann ja im Rücken.
Eine der seltenen Gelegenheiten, bei der das Wetter, der Schnee, die Kälte, die Stimmung am See, auch wirklich den Eindruck eines "nordic walking" hinterliessen.
Unter den Füssen knirschte der Schnee, ins Gesicht blies eine kalte Bise, stellenweise, wenigstens auf der Seite des ruhigen Gewässers, war das Wasser von einer grossen, aber dünnen Eisdecke, zugedeckt.
Dazu ein blauer, wolkenloser Himmel, mal abgesehen von der Dampfwolke des nahen Kernkraftwerkes. Ein paar Enten auf kurzen "Verschiebungsflügen" vom See hinüber zum parallell verlaufenden Bächlein.
Ausser um den Futterplatz für die Enten, kaum andere Fussgänger, keine Inlineskater, keine Radfahrer. Schon fast eine feierliche Ruhe am See.
Grau und trüb hingen die Wolken über dem See und an den Hügeln ringsherum. Wälder und Waldränder verzuckert von einem bisschen Schnee, vielleicht war es auch nur Frost von der letzten Nacht. Ab und zu feiner, körniger, Nieselregen der uns von einem kühlen Wind entgegen geweht wird.
Eine Stimmung, wie sie nicht einmal der November besser herzaubern könnte.
Enten und Schwäne schwammen und tauchten heute mit grosszügigem Abstand vom Ufer weiter draussen. Klar es windete kaum, sie suchten vielleicht weniger Windschutz dem Ufer und den Schilffeldern entlang als auch schon, oder fürchteten sie sich vor allfälligen vereisten Stellen? Noch(?) war allerdings keine Eisbildung ersichtlich.
Als wir uns zu Hause auf den Weg machten schien die Sonne. Alles deutete auf eine sonntäglich sonnige Runde Nordic-Walking um den Klingnauer Stausee hin. Doch je näher wir dem unteren Ende der Aare kamen, desto schwärzer wurde der Himmel. Die Strassen waren klatschnass von einem kürzlichen Regenschauer. Der Wind zerrte an Fahnen und Plakaten.
Dennoch, ein bisschen Bewegung soll auch am Sonntag sein. Zur Sicherheit hatten wir ja noch die Plastikpellerinen dabei.
Als wir auf den Damm am Klingnauer Stausee kamen, bliess uns der Wind des Sturmtiefes Gisela zuerst einmal kräftig um die Ecke, so als wollte er sagen: "heute geht’s im Uhrzeigersinn um den See". So hatten wir ab sofort wenigstens für die erste Hälfte der Runde, den Wind im Rücken. Von hinten rechts blies er, so heftig, dass man sogar auf die Stöcke achten musste, dass sie uns nicht zwischen den Beinen durchgefegt wurden.
Wen wunderts da, dass wir vor allem in der ersten Hälfte recht zügig vorwärts kamen.
Nach einem sehr frostigen und kalten Morgen, löste sich der Nebel wider Erwarten sehr rasch auf. Eine strahlende Sonne glänzte bald von einem makellos blauen Himmel herunter. Zeit, wieder einmal eine Runde Nordic Walking am Klingnauer Stausee zu geniessen.
Wir liessen uns von der Sonne täuschen, glaubten an Wärme. Doch als wir uns auf dem Dammweg für eine Runde Nordic Walking bereit machten, wurde es bald klar: eine zügige Bise blies kalt über den See. Schon nach wenigen Metern entschlossen wir uns deshalb, eben doch den Pullover aus dem Auto zu holen und einen zweiten Versuch gegen die Bise zu wagen.
Offensichtlich fand heute wieder eine Führung für Interessierte an den Zugvögeln statt. Bewaffnet mit viel Fotomaterial, vom Vogelbuch und Notizblock im Rucksack, über Fotoapparate mit riesigen Teleskopen auf Dreibeinstativen bis hin zu dicker, winterlicher Kleidung und warmen Schuhen, wurde so ziemlich alles für einen länger andauernden Fotoaufenthalt in eisiger Kälte hervorgeholt. Ganze Karavanen von fotographierenden und beobachtenden Wandern hatten sich an der Westseite des Ufers aufgestellt. Aufgeschnappten Gesprächsfetzen zu Folge, befanden sich die eher kleinen Vögel in der Mitte des Sees, wohl irgendwo um die grossen Schilffelder herum.
In der Wetterprognose war es schon seit einiger Zeit ablesbar: heute wird ein Regentag.
Nach dem langen Ausschlafen und einem gemütlichen und ausgiebigen Morgenbrunch, wurde es dann aber doch langsam Zeit, sich um ein bisschen Bewegung zu kümmern.
Für eine Fahrt auf der Rolle hatte ich nicht wirklich Lust. So entschlossen wir uns in einem nur "trüben" statt auch noch regnerischen Moment für eine weitere Runde Nordic-Walking in der näheren Umgebung.
Heute mussten wir uns nicht beeilen, um noch ein bisschen Sonne zu erwischen. Ganz im Gegenteil. Nachdem sich der dicke Nebel aufgelöst hatte, zeigte sich ein strahlend blauer Himmel. Anfänglich noch bei frostigen Temperaturen knapp unter dem Nullpunkt, doch das Thermometer kletterte langsam in die Höhe.
Wir entschlossen uns für eine weitere Runde Nordic Walking um den Klingnauer Stausee. Schon bald wurde uns beim zügigen marschieren mit den Stäbchen zu warm. Schön schien die Sonne über die Hügel bei Leuggern. Flach und glänzend über den See. Es blendete. Mehrmals überliefen die Augen bei diesem Glanz. Der See lag heute wieder einmal ganz ruhig da, absolute Windstille.
Auch die vielen Enten auf dem See, hatten heute ihr eigenes Leben. Entweder wurden sie von den vielen Fussgängern schon genügend gefüttert, oder ihr Bedürfnis nach Sonne und Ruhe war grösser als jeder Hunger. Die Stockenten sassen meist paarweise auf hängengebliebenem Schwemmholz und sonnten sich, während die Blesshühner sich eher irgendwelches Kleingetier aus dem Schwemmholz zusammensuchten.
Es traf sich so, dass wir uns nach dem Mittagessen für eine Runde Nordic Walking entschlossen. Bis kurz davor kamen wir noch in den Genuss eines fast wolkenlosen Himmels, doch von Norden her schien sich jetzt eine Wolkenfront über unsere Köpfe zu schieben.
Die Runde verlief unspektakulär. Durch die Stadt, dann entlang der Bahnlinie hinunter in den Schachen, einfach so lange bis wir keine Lust mehr hatten und ans Umkehren dachten.
Während der Zeitspanne vom Schachen hinauf zum Wald des Bruggerberges schaute die Sonne nochmals kurz unter dem Wolkenband hindurch, bevor sie sich dann definitiv für eine weitere Nacht hinter dem Horizont versteckte.
Dabei entstand das folgende Licht- und Schattenspiel:
Schon seit dem Morgen schien die Sonne von einem zwar etwas dunstigen, aber ansonsten klaren Himmel herunter. Der Nebel schien sich für einmal hinter den umliegenden Hügeln zu stauen. Auch schön.
So entschlossen wir uns nach dem Mittagessen für eine weitere Runde Nordic Walking am Klingnauer Stausee. Von den wütenden Föhnstürmen in den Alpen oder gar von Regen war da jedenfalls nichts zu spüren. Ein leises Lüftchen begleitete uns um den See. Es war immerhin so stark, dass es vermochte, das Wasser auf dem See leicht zu kräuseln.
Ich Gegensatz zur sportlichen Runde vor einer Woche, schien heute auch die Sonne. Leider sind nun schon viele Blätter von den Bäumen heruntergefallen. Ein richtig schönes Fotosujet, mit einem leuchtend gelben oder roten Baum, wollte sich einfach nicht finden lassen.