Schon am fr?hen Morgen lachte eine strahlende Sonne durch die Fenster. Die Temperatur stieg stetig. Um die Mittagszeit erreichte sie mit über 9 Grad, einen Wert, den wir wohl schon lange nicht mehr gesehen haben. Höchste Zeit also, den Renner auf die Strasse zu stellen.
Für den Abend und die Nacht waren starke Winde vorhergesagt. So entschloss ich mich zuerst nach Westen zu fahren und mich dann allenfalls nach Hause "schieben" zu lassen. Doch soweit sollte es gar nicht kommen.
So fuhr ich, meist n?rdlich der Aare, via Aarau nach Olten. Der Hauenstein war mein erstes Ziel. Von dieser Seite eine langezogene Rampe, mit einer schön gleichm?ssigen, nicht allzustarken Steigung. Nach einer richtigen Spitzkehre und einer langgezogenen Linkskurve kommt man schon bald oben an. Leider verabschiedete sich die Sonne bald nach meinem Start. Der Himmel wurde je länger desto bleifarbener. Von der Passhöhe des Hauenstein konnte man dann aber doch sehr gut in die Alpen schauen.
Eigentlich wollte ich dem heutigen Ausflug den Titel "Frühlingsfahrt" oder so ähnlich geben. Bei den aktuellen Temperaturen w?re vielleicht "Winterschlussfahrt" angemessener gewesen. Aber dazu reicht es auch nicht, denn die Meteorologen machen uns einmal mehr keine Hoffnung f?r die kommenden Tage. So genoss ich es, wenigstens von der Bise unter einem wolkenlosen Himmel zuerst einmal kräftig geschoben zu werden.
Sie schob so kräftig, dass ich nach 30 Kilometern h?geliger und vor allem zügigerFahrt f?rmlich auf den Hauenstein hinauf getragen wurde. Ausser natürlichzwischen den beiden Spitzkehren in halber Höhe. Als ich meinen Renner unter der Passtafel f?r das obligate Foto hinstellte, zeigte das GPS einen gefahrenen Schnitt von über 26 km/h an.
Der zweite Teil der Fahrt, vom Hauenstein hinunter nach Gelterkinden und über die Buuseregg nach Rheinfelden gab dann schon einen ersten Vorgeschmack der Bise. In den T?lern windete es eigentlich meist von allen Seiten, aber mehrheitlich von vorne. Die Gegend zwischen der Aare (Olten) und dem Rhein (Rheinfelden) ist sehr l?ndlich. Die Bauern schienen heute einen sehr strengen Tag zu haben. Überall Traktoren die ihren Mist und andernorts G?lle / Jauche auf den Feldern verteilten. An anderen Stellen wurden die ?cker besorgt oder Wiesen gewalzt. Auch Bäume und Str?ucher wurden geschnitten und das geschnittene Holz manchmal verbrannt. Die Bise verteilte dann den Rauch durchs halbe Tal. All diese T?tigkeiten waren aber alles Anzeichen, die den kommenden Frühling erahnen liessen. Allerdings, ausser den ?blichen Krokussen in den G?rten, kaum eine bl?hende Pflanze oder gar ein Strauch.