Heute Nachmittag habe ich nochmals eine Runde mit dem Fotoapparat durch ein paar Aargauer Gemeinden gedreht. Jetzt, wo wir schon fast im richtigen Sommer angelangt sind, ist es eine wahre Freude durch die Dörfer zu fahren. Überall die farbenfrohen Gartenanlagen, Geranien an den Häusern, die öffentlichen Anlagen laden zum Ausruhen ein, auf den Brunnen stehen mancherorts wieder Blumengestecke.
Die Gartensitzepätze vor den Restaurats werden auch wieder benützt. Aber auch sonst wird wieder kräftig und sichtbar gefeiert. So steht das Feuerwehrauto in irgend einem Zusammenhang mit einer Hochzeitsgesellschaft, welche ich zufällig bei meiner Fotograpfiererei getroffen habe. Es war heute nicht die einzige derartige Gesellschaft.
Wer hier schon einige Zeit mitliest, weiss vielleicht noch, dass ich von allen Gemeinden im Kanton Aargau ein kleines fotographisches Portrait machen möchte. Das Projekt nähert sich langsam dem Ende, Die Gemeinden mit grösserer Entfernung von meinem Wohnort sind fotographiert. Es sind nun noch die, mit eher kürzeren Distanzen, welche ich noch festhalten möchte. So führte denn heute mein Ausflug ein Stück der Aare entlang Richtung dem Rhein. Doch unterwegs bog ich dann nach Tegerfelden ab.
Auch diese Gemeinde bezeichnet sich an der Ortstafel mit Rebbau-Gemeinde. Für Einheimische ist der Tegerfelder, in weiss und rot, wohl kein unbekannter Tropfen. Auch gibt es in Tegerfelden ein Weinbau-Museum und sogar die Dekoration auf dem Strassenkreisel lässt erahnen, dass hier Weinbau möglicherweise keine Unbekannte ist. Auch an der Tafel und dem Haus des Restaurant Wartegg sind Trauben oder mindestens Weinreben zu erkennen. Bei der Durchfahrt durch das Dorf habe ich auch eine Küferei entdeckt und eine Weinhandlung, die sich prominent und gut erkennbar präsentiert.
Dass das Pfingstwochenende eine verregnete Sache werden soll, das trichtern uns die Meteorologen ja schon lange ein. Dass es heute der beste Tag sein soll ebenfalls. Also benützte ich den Nachmittag nach getaner Arbeit in Haus und Garten für eine weitere Rundfahrt durch die Gemeinden im Aargau.
Die Distanzen werden kürzer. Kaum richtig auf das Rennrad gesessen, gilt es schon in der nächsten Gemeinde meine Fotosujets zusammen zu suchen. Die Kirche, mit dem meist hohen Turm findet man ja recht schnell. Das GPS führt mich meist an das Gemeindehaus oder die Gemeindeverwaltung, das Restaurant befindet sich ja meist auch zwischen Kirche und Gemeindeverwaltung und den Brunnen, den hört man ja meist plätschern im vorbeifahren. Ungeschickt ist es dann allerdings, wenn zwischen den Objekten eine Bahnlinie, oder ein Hügel liegt, da geht dann meist die Sucherei eben doch los, wenigstens nach einem günstigen Übergang über die Bahnlinie.
Die besuchten Gemeinden waren heute Schinznach-Dorf, Wildegg-Möriken, Othmarsingen Hendschikon, Dottikon, und Hägglingen. Alles in nächster Nähe.
Weil nun auch zwischen den Dörfern kaum mehr eine grosse Distanz liegt, kam ich heute gar nie richtig in Schwung. Zudem blies ein manchmal heftiger Wind, meist allerdings aus allen Richtungen.
Manchmal braucht es ein bisschen Druck, einen Motivator, um im Regen draussen zu fahren. Auch hier erfüllen die Strava-Challlenges ihren Zweck. Noch ist das aktuelle Ziel, im April 1319 km zu fahren in greifbarer Nähe. Wäre ja schade, wenn ich dieses Ziel wegen eines verregneten Samstags doch nicht erreichen würde.
Doch Petrus meinte es nicht allzuschlecht. Das Niederschlagsradar war der Meinung, dass es nach dem Mittagessen bis zum Abend eine Regenpause geben müsste. Vermutlich hatte ich mich ein bisschen zu früh aufs Rad gesetzt. Denn bereits nach den ersten 10 Km fuhr ich auf nasser Strasse und vom Himmel fiel dieser fiese und kalte Nieselregen. Doch da ich schon mal unterwegs war, fuhr ich auf meiner geplanten Strecke weiter.
Ich benützte den heutigen Nachmittag für weitere Fotos in den Aargauer Gemeinden, speziell im Bezirk Zurzach.
Es mag an unserer Lage im Wasserschloss, nahe dem Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat liegen, aber die Hochnebeldecke wollte sich nicht auflösen. So versuchte ich es mit einer Fahrt in Richtung Süden. Ich habe dort sowieso noch ein paar Gemeinden, bei denen ich für mein Projekt mit dem Fotoapparat vorbeigehen möchte.
Würenlos, war mein erster Zwischenhalt. Leser dieses Blogs haben diese Ortschaft sicherlich auch schon mal gelesen, in Zusammenhang mit meinen Fahrten auf dem Arbeitsweg. Doch heute war das alles anders. Normalerweise versuche ich, möglichst rasch durchzufahren, die Dreivierteldrehung im Kreisel zur Abzweigung ins Furttal, meist in einem flotten Tempo zu nehmen. Aber heute war ich auf der Suche, wie üblich in den Gemeinden nach der Gemeindeverwaltung, der Kirche einem Restaurant und einem Brunnen. Da schaut man sich die Sache plötzlich ganz anders an. Plötzlich sieht man Sachen, an denen man achtlos vorbeifährt. Zum Beispiel das Schild am Restaurant Rössli oder eben das heutige Titelbild mit den Zwergziegen. Ich hätte ihnen noch lange zuschauen können. Die drei Kerle standen nur einen Moment wirklich still. Sonst waren sie zwar meist zusammen, aber immer irgendwo im Gehege unterwegs,
Es dauerte bis zur Mittagszeit, bis sich die Sonne gegen den Nebel durchgesetzt hatte. Wie sich später dann herausstellte, schaffte sie dies wohl nur dank der Hilfe des zeitweise recht kräftigen Windes. Wind, einmal mehr aus der Richtung Osten. Wind, wie immer wenn der von der Seite kommt, kalt und durchdringend, heute auch noch heftig dazu.
Ich entschloss mich, meine Runde auf dem Rennrad etwas durch die Hügel zu legen. Könnte ja sein, dass der Wind nicht so heftig durch die Täler pfeifft.
Ich habe noch ein paar Gemeinden in der näheren Umgebung, rund um den Bözberg, zu fotografieren. Da geht es denn auch dauernd hinauf und hinunter. Im grossen und ganzen war die Kälte dann doch einigermassen erträglich. Über die Passhöhe vom Bözberg, später auch den Hügel bei Zeihen, da wehte es kräftig. Glücklicherweise aber als Rückenwind.
Meine Fototour endete in Frick. Für den Heimweg hatte ich eigentlich geplant, noch ganz an den Rhein hinunter zu fahren und dann dem Rhein und später der Aare entlang nach Hause zu fahren. Die Zeit war aber schon etwas fortgeschritten und die Aussicht, dem Rhein entlang wirklich nur im Gegenwind zu stehen, verdarb mir etwas die Vorfreude an diesem Heimweg.
Die Nebeldecke, oder waren es schon Wolken, war für die Sonne bereits undurchdringlich dick. Wie üblich zu kühl, aber dafür wieder trockene Strassen. Fast ideale Bedingungen für eine weitere Runde mit dem Rennrad. Ich wollte noch ein paar Fotografien in ein paar Gemeinden machen. Vielleicht würde ich dabei ja noch auf irgend etwas österliches stossen.
Die Strecke hatte ich mir vor ein paar Tagen bereits in meinem GPS abgelegt. Nach dem Morgenessen konnte es schon bald losgehen. Rupperswil, Hunzenschwil und Schafisheim, dort wollte ich mindestens vorbeifahren.
Für die heutige Fahrt hatte ich mal die "automatische Neuberechnung" für die Navigation der Strecke abgeschaltet. Gegenüber meinem früheren GPS sucht diese nämlich nicht den nächsten Weg zurück auf die geplante Strecke, sondern steuert immer gleich an das Ende der Strecke. In meinem Fall, ja dann meist wieder zurück nach Hause. Ich begnügte mich heute also damit, dem violetten Strich auf dem Bildschirm nachzufahren, also genau die Strecke, die ich mir vor ein paar Tagen zu Hause zurecht gelegt hatte.
Heute war ich zum ersten Mal mit meinem neuen Garmin Edge 810 unterwegs. Es ist dies ein neues GPS, ausgerüstet mit vielen Features für die Radfahrer. Es hat auch die Fähigkeit des Navigierens. Es löst mein mittlerweile in die Jahre gekommenes GPSmap 60CSx ab. Dieses hatte mich nun über sieben Jahre über Strassen im In- und Ausland begleitet und navigiert. Doch seit letzten Dezember hat die Verbindung zum PC, und damit das Laden von Strecken und lesen von Tracks eher zufällig funktioniert. Da Garmin gerade ein neues Modell, eben das Edge 810, auf den Markt bringen wollte, zudem dieses Edge 810 schwergewichtig für die Radfahrer konzipiert ist, musste ich nicht lange nach einem Nachfolger suchen. Der Markteintritt in Europa wurde ursprünglich mit Ende Februar 2013 angegeben.
Als ich dann das Gerät Anfang dieser Woche bei Veloplus im Angebot fand, war die Bestellung schnell aufgegeben. Dank zügiger Abwicklung bei Veloplus war ich bereits am letzten Freitag, also noch rechtzeitig vor dem Wochenende im Besitz des Garmin Edge 810.
Basecamp, die Nachfolgersoftware des früheren MapSource war auf dem PC bald eingerichtet. Verbindung vom Edge 810 zum PC und die Registrierung der Karten, war mehr eine intuitive Angelegenheit, kein Problem also. Die Planung der erste Route konnte beginnen.
Mein Ausflug sollte heute wieder einmal in den nördlichen Teil des Aargaus führen. Die Wetterprognosen liessen erwarten, dass dort noch am ehesten mit trockenen Strassen zu rechnen sei, zudem fehlen mir auch aus dem nördlichen Aargau noch ein paar Gemeinden in meiner Fotoserie.
Nach feinen Schnee-/Graupelschauern am Vormittag schien es tatsächlich, dass sich das Wetter auf der anderen Seite des Bözbergs von der freundlicheren Seite zeigen wollte. Nach dem Mittagessen begann ich die sonntagnachmittägliche Ausfahrt mit einer Aufwärmrunde über Villnachern und Umiken, um dann anschliessend in die Passstrasse zum Bözberg hineinzufahren. Noch waren die Strassen nass, auf dem Bözberg lagen letzten Resten von Schnee. Doch die Abfahrt hinunter ins Fricktal konnte ich auf einer ziemlich trockenen Strasse, aber in eiskaltem Fahrtwind absolvieren.
Meinen ersten Fotohalt für heute hatte ich in Hornussen geplant. Meine Sujet's, Gemeindeverwaltung, Kirche, Brunnen und ein Restaurant hatte ich bald zusammengesucht. Doch wenn man in Hornussen schon mal den Fotoapparat in der Hand hält, musste ich mir auch mal die riesige Hornisse auf dem Kreisel eingangs Hornussen etwas genauer anschauen. Leider waren die Belichtungsverhältnisse heute Nachmittag sehr schwierig.
Bei meinem Projekt, von allen 220 Gemeinden im Kanton Aargau ein Foto von der Gemeindeverwaltung, einer Kirche, einem Restaurant und einem Brunnen aufzunehmen, komme ich langsam in die Schlussphase. Fahrten in Gemeinden, für die ich längere Distanzen fahren musste, hatte ich mir jeweils für den Sommer geplant. Die Absicht war, dass ich in der kälteren Jahreszeit nicht mehr so weit zu fahren habe und deshalb vielleicht etwas weniger rasch zu frieren beginne.
Zur Zeit sind es noch gut 80 Gemeinden rund um Brugg und die angrenzenden Bezirke die ich zu besuchen habe. Ich rechne mal damit, dass ich diese Fotosammlung bis zu den Sommerferien beisammen habe.