Samstag, 24. September 2011
Herbstfahrt, 1. Teil, Klausen- und Sustenpass
 Schon vor einiger Zeit habe ich davon gehört, dass dieses Jahr, der Klausenpass heute zu einem auto- und motorradfreien Pass werden soll. Die Idee, diesen Tag als Anfang meiner Herbstfahrt zu nehmen, kam dann aber schlussendlich doch von der Frau Aargauerin. Warum eigentlich nicht? Zudem noch bei solch schönem Wetter?
So setzte ich mich heute Morgen in Zürich in den Glarner Sprinter, ein SBB-Zug der mich ab Zürich direkt an den Fuss des Klausenpasses brachte. Am Bahnhof Linthal grosses Getue von Radio Zürichsee, Ochsner Sport und anderen Sponsoren. Das brauchte ich eigentlich nicht, zumal ausserer lauter Musik noch nichts anderes bereit war.
Setzte mich deshalb zügig auf den Renner und nahm die Passstrasse unter die Räder. Andere mussten ähnlich gedacht haben und kurbelten bereits fleissig zur Passhöhe hinauf.
Nachdem die letzten Sportwagen und Motorräder ihren Temporausch ausgelebt hatten, die Strasse nun wirklich frei von Motoren war: es war zwar schön, mal in aller Ruhe auf so einen Pass kurbeln zu können. Doch irgendwie schien mir etwas zu fehlen. Es "hörte" sich irgendwie gespenstisch an, wenn das einzige Geräusch noch von surrenden Ketten oder E-Bikes kommt.
Meinen Obolus habe ich in Form eines Spaghetti-Tellers entrichtet. Die Beizer entlang der Strecke sollen nämlich Umsatzeinbussen befürchtet haben, wenn all die Motorräder und Autofahrer nicht vorbeischauen. |
Montag, 06. September 2010
Herbstfahrt Teil 2
 Vom Nebel, der sich gestern Abend über Andermatt und die ganze Region gelegt hatte, war heute Morgen nichts mehr zu sehen. Ein fast makelloser, blauer Himmel strahlte über der Gegend. Noch mochte die Sonne erst die Bergspitzen zu beleuchten, doch bis ich das Morgenessen vertilgt hatte, die Hotelrechnung bezahlt und die Sonnencr?me eingeschmiert, trafen auch die ersten Sonnenstrahlen den Talboden.
Nach einer Fahrt durch die Sch?llenen, hinunter nach Göschenen und weiter nach Wassen, begann dann der Aufstieg zum Susten. Nach den ersten paar Kehrtunnels wurde es langsam wieder Zeit, die Klamotten auf kurz/kurz umzustellen. Nach der langen Gallerie war dann definitiv "Fahren an der Sonne" angesagt. Fast andauernd eine wunderbare Sicht auf das Gebiet über dem Sustenpass. Schöner hätte es kaum mehr sein können. Viele andere, vor allem Motorradfahrer genossen diesen Tag ganz offensichtlich und h?rbar, auch.
Nach den untersten Kehrtunnels und der Gallerie, f?hrt die gut ausgebaute Passstrasse mit nur wenigen Kurven bis zur letzten kurzen Serie von Spitzkehren. Im obersten Teil, lagen neben der Strasse noch die Schneereste von den letzten Schneef?llen herum. Für den Motorradfahrer mag diese Strecke ein Paradies sein, f?r den Velofahrer sind die x-Kilometer, gleichm?ssiger Steigung, fast ohne eine Möglichkeit einer Verschnaufpause, fast wie ein langanhaltender Test auf der Rolle. Da reizt wirklich nur noch die Schönheit der Natur. Und davon hat es gl?cklicherweise entlang der ganzen Strecke gen?gend. |
von Urs, am 06.09.10 um 00:58
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