Nach dem sonntäglichen Gottesdienst, dem Morgenessen und dem Zimmerräumen setzte uns unser Car vor der Villa Olmo in Como wieder ab. Es ist dies offenbar der äusserste Punkt der Spaziermeile von Como. Wer sich bewgen kann, ob zu Fuss oder auf dem Rad ist hier anzutreffen. Der Jogger genauso wie der Biker oder die Familie mit Kinderwagen.
So spazieren denn auch wir dem See entlang nach Como. Vorbei an einigen schönen Villen, dem Gefallenendenkmal, der Hafenanlage bis zum Marktplatz, wo Käse, Wurst und Honig angeboten werden. Mittagessen beim Spanier, Gelati vom Marktplatz und Abfahrt am Nachmittag. Die Sonne gewinnt gerade den Kampf gegen den Nebel.
Kurze Zeit später überfahren wir die Grenze in Como. Die Sonnenstube der Schweiz (Tessin) erweist uns diesmal alle Ehre und glänzt sogar in den herrlichsten Herbstfarben. Ein letzter Blick auf das im Abendlicht golden glänzende Airolo und schon verschwinden wir im Tunnel unter dem Gotthardmassiv. Den Tag und damit auch den diesjährigen Ausflug beenden wir mit einem feinen Nachtessen in Arth.
Nach dem heutigen Morgenessen fuhren wir mit der Standseilbahn nach Brunate hinauf. Die Aussicht hinunter nach Como und dem Seebecken konnten wir wegen des Nebels und der nur zaghaft durchblickenden Sonne mehr erahnen als wirklich geniessen.
In Brunate, kurzer Dorfumgang, Besichtigung der Kirche, geweiht dem heiligen Andreas und anschliessend Abstieg zu Fuss nach Como. Der teils recht steile und wegen des nassen Laubes auch rutschige Weg, führte an einigen schönen Villen vorbei, zurück nach Como hinunter.
Nach dem Mittagessen brausten wir auf dem Tragflächenboot die Strecke von Como nach Bellagio. Den Nachmittag verbrachten wir grösstenteils im Garten der Villa Melzi. Rückfahrt nach Como wieder auf dem Tragflächenboot.
Dieses Boot soll dem Vernehmen nach eine Geschwindigkeit von über 50Km/h erreichen. Es bewältigte denn auch die Distanz zwischen Bellagio und Como in lediglich 40 Minuten. Zum Abendessen liessen wir uns im Restaurant il Frate (der Mönch, der Bruder) verwöhnen.
Jährlich leisten wir uns einen Ausflug zwecks "Vernichtung" der Sitzungsgelder. Diesmal sind wir bereits früh morgens im Kleinbus unterwegs. Noch im Halbschlaf fahren wir durch das neblige Reusstal. Morgenessen im Gotthard-Restaurant der A2 in Erstfeld, anschliessend durch ein herbstlichfarben leuchtendes Reusstal in die Gotthardröhre. Airolo schien uns mit seiner Farbenpracht erwartet zu haben. Doch dann ab Faido, spätestens Biasca, dicker Nebel - Magadinoebene Nieselregen bis Como. Hier beziehen wir unser Hotelzimmer im Salesianum, einem ehemaligen Kloster.
Nach dem Mittagessen bummeln wir gemütlich durch die Einkaufsmeile von Como. Wir befinden uns hier ja mitten in einem ehemaligen Zentrum der Seidenherstellung. Nicht zuletzt auch deshalb und wegen der geplanten Besichtigung des Seidenmuseums in Como, lassen wir uns zum Einkauf diverser Seidenartikel verleiten. Den angebrochenen Abend schliessen wir mit einem Nachtessen im Salesianum ab.