Heute konnten wir wieder einen Tag unter strahlend blauem Himmel verbringen. Der Preis dafür war allerdings eine beissende Kälte, die uns die Bise von Osten her brachte. Fast schneeweiss waren anfänglich die Wiesen und Quartiergärten mit einem dicken Frost belegt. Doch nach der Mittagszeit hatte die Sonne schon einiges aufgetaut, das Thermometer kletterte bis gegen 2 Grad. Frostig weiss war es nur noch an den Schattenhängen. Zeit, um ein paar Winterpokal-Punkte zu holen.
Nach einer Aufwärmrunde über Villnachern und zurück nach Umiken, entschloss ich mich wieder für den Aufstieg auf den Bözberg. Von der Linner Linde, einem Aussichtspunkt über das Aaretal, genoss ich einen kurzen Blick auch auf unseren Alpenkamm. Der Dunst und die Beleuchtung verhinderten allerdings, dass meine Pixelkiste daraus etwas schlaues hätte machen können.
Nach der ziemlich anstrengenden und schweisstreibenden Silvesterfahrt auf der Rolle, wollte ich den heutigen Jahresanfang etwas geruhsamer angehen. Eine eher flache Runde durch unsere nähere Umgebung schien mir dazu das Richtige zu sein.
Ich startete westwärts aus der Stadt hinaus, Richtung Villnachern. Vielleicht die Staffelegg? Da drückte sich gerade ein Wolken- und Nebelband darüber. Dann also doch ganz flach. Ich verliess das Schenkenbergertal wieder in Richtung Wildegg.
Unterwegs konnte ich einen schönen Blick in die Ferne, auf die von der Sonne beleuchtete Habsburg, geniessen. Wenige Meter weiter vorne rückte das Schloss Wildegg in das Blickfeld. Nach dem ich Möriken passiert hatte und auf der Anhöhe nach Brunegg fuhr, gab der entlaubte Wald auch noch Blicke auf das Schloss Brunegg frei.
Ich kam trotz des teils heftigen Gegenwindes flott voran und entschied mich deshalb noch für eine Zusatzschlaufe hinüber nach Mägenwil und Mellingen.
Nach dem Mittagessen, die ersten Sonnenstrahlen schafften es durch den Nebel gerade bis in unser Quartier hinunter, stellte ich den Renner auf die Strasse. Es sei zwar sieben Grad, behauptete das Thermometer, doch es schien mir nicht wirklich wärmer zu sein, als all die anderen Tage, wenn ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre.
Ich fuhr auch heute wieder meine kleine Aufwärmrunde über Villnachern, dann zurück nach Umiken dann ein paar Meter auf der Bözbergstrasse hinauf. Bog dann allerdings bereits beim ersten Kreisel ab und kam diesmal so nach Riniken und weiter vorne das Villigerfeld hinauf.
Die Wärme wollte heute nicht so richtig in mir aufsteigen. Daher wurde es Zeit, in Villigen den Aufstieg auf den Rotberg zu nehmen. In der unteren Hälfte führt die Strasse durch einen Schattenhang. Auch wegen des tiefen Sonnenstandes kam ich erst in der oberen Hälfte an die Sonne. Doch ihre wärmende Kraft dürfte für dieses Jahr wohl nur noch ein Wunsch bleiben.
Kurzer Halt auf dem Rotberg zum überziehen des Windjäckens, dann zügige Fahrt hinunter nach Mandach.
Rundfahrt über Bözberg, Kaisterberg und Bürensteig
Die Sonnenstrahlen hatten es schon fast geschafft, den Nebel zu durchbohren. Nur kam für einmal kein blauer Himmel zum Vorschein, sondern ein bewölkter Himmel, der nur sehr beschränkt die Sonnenstrahlen bis zum Boden hinunter durchliess. Egal, für eine kleine Rundfahrt über unsere Hausberge wird es schon reichen.
Um nicht ganz auf dem direkten Weg auf den Bözberg hinaufzuradeln, fuhr ich zuerst eine kleine Aufwärmrunde nach Villnachern und anschliessend zurück nach Umiken, an den Fuss des Bözberges. Der Aufstieg machte schön warm. Das war auch für die folgende, schnelle Abfahrt nach Effingen und etwas weiter nach Bözen hinunter, notwendig.
Als heutigen Besuch einer Aargauer Gemeinde hatte ich mir Bözen ausgelesen. Das Gemeindehaus steht direkt neben der Hauptstrasse, für die Kirche, welche auf einem Hügel steht, musste ich mich zuerst nach einer halbwegs brauchbaren Position für das Foto umschauen. Das Restaurant Bären, mit dem Bär auf dem Parkplatz, war eine gute Attraktion und der Brunnen stand gleich neben an.
Es gab kein Sonnenstrahl der Hoffnung hätte aufkommen lassen, dass sich der Nebel eventuell doch noch auflösen würde. Eine Zeit lang war ich hin und her gerissen, einfach mal eine Stunde auf der Rolle runterzukurbeln. Wäre ja so einfach, da mal schnell vier Punkte für den Winterpokal zu holen. Doch irgendwie war mir das zu wenig.
Regelmässige Leser dieser Seiten mögen sich vielleicht daran erinnern, dass ich Anfang des Jahres mal angefangen habe, die Gemeinden im Aargau zu besuchen. Dieses Projekt ist dann im Sommer etwas ins Stocken geraten. Daran möchte ich wieder arbeiten und weitere Gemeinden besuchen und dabei ein Foto vom Gemeindehaus, der Kirche, einem Restaurant und eines Brunnens zu nehmen.
Nach dem Frühstück in meinem Hotel in Innertkirchen, fühlte sich die Luft noch kühl und vor allem richtig feucht an. Scheinbar befand sich Innertkirchen gerade an der Obergrenze des Nebels. Auf der einen Seite des Hotels hatte man eine gute Sicht an einen leicht bewölkten Himmel, während auf der anderen Seite des Hotels die Sicht durch den Nebel versperrt war.
Mein weiterer Weg führte mich auf der Passstrasse zum Grimsel hinauf, weg vom Nebel, durch schmale und schattige Schluchten. Das GPS jammerte des öftern, dass es keine Satelliten fände. Zusammen mit den Tunnels ergibt sich dann auf der Karte eine etwas merkwürdige Streckenführung.
Teilweise verhinderten nebst den engen Schluchten auch die Wolken am Himmel, dass ich längere Zeit an der Sonne hätte fahren können. Doch etwa ab dem zweiten Stausee, dem Grimselsee, wurde dann der Tag zusehends sonniger und auch wärmer.
Auf der Passhöhe auch hier wieder die letzten Schneeresten vom letzten Wochenende. Ich genoss einen Moment lang den Ausblick über die beiden Stauseen auf der Berner Seite und nur wenige Meter weiter vorne den Blick ins Wallis und hinauf auf die Furka, meinem nächsten Ziel für heute.
Als sich vor dem Mittag der Nebel auflöste, wurde es Zeit für eine weitere Runde durch Aargauer Gemeinden. Aus meiner letzten Fahrt durch den Bezirk Zofingen, hatte ich noch zwei Gemeinden die ich heute besuchen wollte. Daran könnte ich dann ja noch ein paar Gemeinden des Bezirkes Kulm anschliessen.
So war denn die Route bald einmal klar. Aarau, dann das Suhretal hinauf, über die Hügel, ein bisschen Kanton Luzern, hinüber in das oberste Ende des Wynatales. Anschliessend so lange ich Lust und Laune hatte weiter fotographieren. Reinach, wäre eine gute Gelegenheit, um dann anschliessend an den Hallwilersee hinunter zu fahren. Das gäbe vielleicht noch ein paar schnelle Kilometer bis nach Hause.
Diese Route hatte ich mir in meinem GPS zurechtgelegt.
Am Morgen dauerte es lange, bis gegen Mittag, dass sich die Sonne langsam gegen Wolken, Nebel und Dunst durchsetzen konnte. Doch dann war es geschafft. Ein weiterer Sommertag war bereit. Den wollte ich nützen.
Ich Entschied mich, nochmals in den Bezirk Zofingen zu fahren und dort ein paar weitere Gemeinden zu fotografieren. Ich wählte dazu allerdings nicht den direkten Weg, sondern fuhr um Aarau herum bis nach Gretzenbach und dann so ziemlich hügelig und wellig in südlicher Richtung.
Um die Mittagszeit lichtete sich der Nebel. Die Sonne konnte jetzt ungehindert von einem wolkenlosen Himmel herunter, unsere Erde hin zu sommerlichen Temperaturen aufwärmen.
Für mich war es höchste Zeit, noch vor dem abendlichen Grillieren und dem Konsum der obligaten Würste, ein paar Kalorien und Fett zu verbrennen. Ich entschloss mich für eine kleinere Runde im Norden des Aargaus.
Nach einer Einrollphase um den Bruggerberg herum, ging es nach Remigen bereits leicht ansteigend nach Mönthal hinauf. Die Ampferenhöhe war heute im kühlen Schatten auch schon bald geschafft. Die erste längere Abfahrt erwartete mich bereits, diesmal bis hinunter an den Rhein, nach Rheinsulz.
Als ob die Schweiz morgen eingenebelt oder gesprengt werden müsste. Es ist fast unglaublich, an wievielen Ecken man heute, sogar am Sonntag, Feuerwerkszeug für den morgigen 1. August einkaufen kann. Raketen, so gross wie ganze Flaschen an währschaften Holzknebeln, oder ganze Kisten, ähnlich Mehrfachraketenwerfern, stehen da zum Kaufe bereit. Wems Freude bereitet, der soll doch sein Geld in Rauch umwandeln.
Auf meiner heutigen Rundfahrt gab es aber auch viel schönes zu sehen. Viele Gemeinden haben ihre Hauptstrassen geschmückt mit den üblichen Flaggen der Schweiz, des Kantons und der Gemeinde selber. Ab und zu hat man auch noch den alten Fahnenschmuck hervorgeholt, oder stellt bei dieser Gelegenheit auch seinen "Reichtum" an Flaggen aus.
Viele private Liegenschaften und Gärten sind mit teils dutzenden von Fähnchen geschmückt. In einzelnen Ortschaften wird der erste August gerade auch noch mit einem weiteren Event verbunden, wie zum Beispiel die Kulturtage, gesehen in Anwil.