Freitag, 25. Mai 2007
Wie alle Jahre, zusammen mit den grossen Radrennen
Fast t?glich kann man es wieder in den Zeitungen lesen: Ivan Basso gab es schon vor kurzem zu, gestern gaben es auch Aldag und Zabel zu, Holm, Dietz, Henn und B?lts haben es auch gestanden, Jan Ullrich gibt es nicht zu,Doping ist wieder in aller Munde. Schade eigentlich, dass ausgerechnet diese Sport, mittlerweile bereits seit Jahren, durch ein so trübes Kapitel f?hrt. Vielleicht seit dem ein paar Individuen versucht haben, schneller und länger und weiter als alle anderen zu fahren, wird fleissig geschluckt und gestochen. Bereits in den Anf?ngen der grossen Rundfahrten, wo sich die Rennradfahrer noch auf R?dern mit Holzfelgen über staubige Passstrassen qu?lten und sich in den Pyrenäen gegen Angriffe von B?ren wehren mussten, versuchte es der eine oder andere mit sogenannt "leistungserh?henden"
Die Strecken und Etappen wurden länger, die Passstrassen wurden komfortabler, die "Rennmaschinen" wurden leichter, aerodynamischer, auf den Sportlerk?rper zugeschnitten, kurz: besser, die Betreuung der Fahrer wurde besser, Mechaniker kamen dazu, ganze Karawanen von Begleitfahrzeugen kamen dazu, das Radio und das Fernsehen kamen dazu. Grossen Sponsoren und damit auch viel Geld kam dazu. Alle wollen sich ein St?ck des Ruhmes, des grossen Geschäftes, abschneiden.
Die immer längeren Strecken, müssen über immer steilere Passagen und in immer k?rzeren Zeitenr?umen gefahren werden. Denn schliesslich muss man spätestens in der Tagesschau den Etappensieger verk?nden können. Auch der Start darf nicht allzufr?h sein, denn das Mittagsjournal gehört nicht dem Sport.
Es w?re dennoch zu einfach, alle Schuld der Werbung oder dem Fernsehen zuzuschieben. Es w?re auch falsch die Rennradfahrer ohne jegliche Betreuung, eben wie früher, wochenlang über alle Berge zu jagen. Die Versuchung ein bisschen mehr Ruhm, ein bisschen mehr Geld als die anderen zu erhalten, und die ohnehin schon grosse Anstrengung wie auch immer ertr?glicher zu machen oder die Qual zu vermindern muss schon fast uns?glich gross und verlockend sein. Seit Jahren, sei Jahrzehnten. Und viele haben dafür schon mit dem Leben bezahlt, oder endeten als Sportsruine.
Und damit an diesem Posting doch noch etwas Positives rauskommt, noch die Daten der grossen Rennen in diesem Jahr:
| Giro d'Italia | vom 12.05. bis 03.06.07 |
| Tour de Suisse | vom 16.06. bis 24.06.07 |
| Tour de France | vom 07.07. bis 29.07.07 |
| Vuelta (E) | vom 01.09. bis 23.09.07 |
Zwar nicht eines dieser grossen Fernsehrummel - verursachenden Rennen, aber eines, in meinen Augen der grüssten Individualisten und K?mpfer auf dem Rad:
Race accross America (RAAM) ab 10.06.07
in Aus dem Leben gegriffen •
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erhaltene Kommentare:
Ein trauriges Kapitel. In der Tat. Oder eigentlilch schon eher ein ganzes Buch oder eine Bibliothek. Doping und Radsport geh?ren sind quasi Zwillinge. Schon bevor es Fernsehen und Live-?bertragungen gab. Ist es da nicht eine Illusion zu glauben, der Sport sei heute sauber? W?re interessant ein Statement von Dir dazu zu h?ren.
?brigens wird auch an Volksl?ufen, wo es um nichts weiteres als pers?nliche Bestzeiten geht, mit leistungsf?rdernden Mitteln nachgeholfen. (Und damit meine ich nicht nur die uns?glichen DULX-Applikationen.)
Die Anstrenungen, die den Rennfahrern zugemutet werden, sind meiner Meinung nach einfach zu gross. Kein normaler K?rper h?lt die Strapazen einer langen Rundfahrt aus. Auch ein gut trainierter nicht. Und dann noch ohne richtige Pausen. Denn die Profis haben es nicht so gut wie Du und k?nnen sich zwischendurch im B?ro erholen. Das Velo ist ihr B?ro.
eingetragen von Remo am 26.05.2007 um 15:29
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meine letzten Trainings, eingesendet an Sportstracklive:
Meine letzten Fahrten, eingesendet bei Strava:
Meine Fahrten über Pässe (seit März 2012), registriert bei Quäldich:
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