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(Spass auf schmalen Reifen)

Montag, 17. Juli 2006

Swiss Border Ride 2006; 3. Baulmes - Thonon-les-Bains

Swiss Border Ride vor dem jet d'eau in GenfDer dritte Tag. Schon zur Zeit der Kinderschuhe wurde uns eingebleut, dass der dritte Tag der gef?hrlichste sei. Merkwürdigerweise hält dieses Ph?nomen noch heute an.

Die Abfahrt nach dem Morgenessen, noch in der Kühle des Morgens, verlief ziemlich harzig. Überall steile Rampen, aber daf?r wenigstens noch grossz?gige Schatten vom Wald. Mein GPS veranlasste mich zuerst zu einer Rundfahrt durch das Dorf Baulmes. War eigentlich keine schlechte Idee. Doch anschliessend kamen wir über Feldwege (zwar alle geteert oder wenigstens betoniert), bis ich mich dann doch an Hand der Karte orienterte. Okay einverstanden, ich folge weiterhin dem GPS, durch schöne schattige Wälder, unter irgendeiner Autobahn hindurch, ein schmales Tal hinauf. Aber dann wollte das Ding plötzlich wieder hinunter. Über Feldwege und Kuhgitter, allerdings keine Fahrverbote. Vor dem elektrischen Weidzaun wurde es mir dann doch zu bl?d und ich schaltete die automatische Navigation aus. Dies war etwa auf halbem Weg zwischen Baulmes und Vallorbe, so um Kilometer 20 herum.

Daf?r handelte ich mir einen Pass mit einer Rampe von teilweise über 15% ein. Orzi?res hat er geheissen. Zuoberst gibt es eine Jurapark mit Bisons (aus Holz) und Wigwam-Zelten wie man sie vielleicht noch von Karl May kennt. Das war der erfreuliche Teil an dieser Routen?nderung.

Von da ging es dann ein wenig den Hügel hinunter in das Vall?e de joux. Ein liebliches Tal auf etwa 1000 Metern Höhe, mit einem vielleicht 10 Kilometer langen See. Die Kornfelder von gestern waren verschwunden, hier oben betreibt man anscheinend nur noch Graswirtschaft. Über all der Duft von frisch geschnittenem Gras.

Nach Le Brassus, wieder einmal GrenzÜbergang nach Frankreich. Das stetige Auf und Ab auf der Strasse hinderte an einem schnellen Vorwärtskommen. Dazu schien heute die Sonne besonders heiss (schien mir). Jedenfalls war der Teer, oder wenigstens die aufgeklebten Teerflicken an mehreren Stellen beinahe fl?ssig. In Cure (Mittagessen) entscheide ich mich deshalb, noch den Col de la Grivine zu nehmen und anschliessend direkt bei Nyon an den Genfersee "abzutauchen". Ich nehme also Genf innenherum, statt wie geplant aussenherum. Mit dem GPS geht das ja ganz einfach. Neue Destination suchen, GOTO NYON, Neu berechnen, Kontrollblick und Abfahrt.

So vernichte ich innert k?rzester Zeit etwa 800 Höhenmeter. Die Abfahrt war toll, breite Strasse, fast kein Verkehr. Als ich trotzdem mehrere Lastwagen hinter mir auf der kurvigen Strecke wahrnehme, gehe ich mit meinem Anhänger schön artig beim nächsten Parkplatz raus. Das gibt auch Gelegenheit wieder etwas Fl?ssigkeit aufzunehmen, denn die Abfahrt mit dem Anhänger geht bei weitem nicht so z?gig wie sonst mit dem Renner. Bei zackigem Kurvenliegen beginnt die Sache zu schwanken, also immer schön vorausschauend fahren und nur sachte Bewegungen, auch am Lenker. Da liegt dann halt einh?ndig Fahren und mit der anderen Hand am Bidon herumfummeln nicht mehr drin.

Die Strecke Nyon - Genf tat meinen Beinen richtig gut. Endlich wieder einmal so richtig pedalieren. Leichte Bise (von hinten), fast ausschliesslich Velowege, fast nur flaches Gel?nde, reichte doch für einen guten dreissiger während einer guten Stunde. Auch das GPS schien es zu geniessen, suchte die Velowege aus, lenkte mich über jeden Kreisel und schön durch Genf hindurch. Alles kein Problem.

In Genf selbstverst?ndlich ein Foto vom "jet d'eau", einen Versuch an irgend einer Beiz ein Glac? zu bekommen und trotzdem mein Velo im Auge zu behalten schlug leider fehl. So machte ich mich dann Richtung Thonon weiter auf den Weg.

Die Bise wurde jetzt plötzlich zum Gegner. Der flotte 30er sank zu einem m?den 20er zusammen. Das stetige Auf und Ab wurde zur Qual. Doch plötzlich, es war um Kilometer 120, als ob ich geschoben würde, sandte die Gewitterwand hinter mir ihren Vorl?ufer-Wind. Schnell die Kette auf die grosse Scheibe und durchtreten was das Zeug hielt. Etwa 10 Kilometer, sage und schreibe zwischen 30 - 35 Tempo, bis auch ich im Feierabendverkehr rund um Thonon stecken blieb.

Das Hotel hier ist v?llig ausgebucht. Nous avons seulement le tout petite chambre, hat sie an der Reception gesagt. Das macht aber nichts, alles ist da, sogar ein Wireless-Anschluss. Noch W?nsche? Das Velo schl?ft heute Abend in der Garage, Box Nummer 6, zusammen mit etwa 6 anderen Velos.



Details zur heutigen Fahrt
sch?nster Sonnenschein Vormittag
mit Renner und Monoporter unterwegs
Nachmittag einzelne WolkenWetter
140 Kilometer
55.9 KM Maximale Geschwindigkeit
1489 Höhenmeter
6:47 Fahrzeit
20.7 KM/h Durchschnitt
GPS-Aufzeichnung der Strecke GPS-Aufzeichnung der Strecke (gelb), Violett geplant
GPS-Profil der Strecke GPS-Profil der Strecke
image Aktueller Stand der Kilometer in der Saison 2006
image Aktueller Stand der Höhenmeter in der Saison 2006





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von Urs, am 17.07.06 um 19:58
in 2006: Fahrradpatenschaft in Uganda • in Col de la Givrine

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erhaltene Kommentare:

  1. Weiterhin gute Beine Urs - und wie heissts denn so sch?n: ohne Mampf, kein Dampf!!

    eingetragen von Thomas  am  17.07.2006  um  21:49
  2. Danke, am Mampf liegt es bis jetzt nicht. Statt der Grenouilles fraiches habe ich heute Abend zum Soumon gewechselt und anschliessend gabs irgendwas mit “d’veau”. War jedenfalls lecker. Auch die Haus-Glac? (Coupe de Maironettes, oder so ?hnlich) mit viel Kirschen, Vanille und Kirsch??? war jedenfalls nicht von einem schlechten Koch. Dazu noch zwei Biere (von der grossen Sorte).

    eingetragen von .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)  am  17.07.2006  um  23:45
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