Freitag, 29. September 2006
Siemens-Handy, nächster Teil
Vor gut einem Jahr verkaufte Siemens die verlustreiche Handysparte an BenQ. Auch heute ist genau diese Sparte, jetzt bei Benq, wieder ein Thema.Leider hat sich kaum etwas verbessert: Mitarbeiter wurden entlassen, der Marktanteil ist im Sinkflug, das Geschäftsergebnis wird immer r?ter, das bevorstehende Weihnachtsgesch?ft verspricht kaum Hoffnung, nur der Weg zum Konkursamt, beziehungsweise zur Erklärung der Insolvenz, wird immer k?rzer und deutlicher.
Für mich, der ich ein zufriedener Kunde mit meinem Siemens S65 bin, interessiert es nat?rlich, wie das weitergehen könnte. Deshalb der NZZ-Artikel in seiner ganzen L?nge.
Benq Mobile scheitert in Deutschland
Insolvenz der früheren Siemens-Sparte gef?hrdet 3000 Arbeitspl?tze
Auch der taiwanische Elektronikkonzern Benq vermag die vor 15 Monaten übernommene Handy-Sparte von Siemens nicht zu sanieren. Das Geschäft von Benq Mobile in Deutschland steht vor der Insolvenz. 3000 Arbeitspl?tze sind unmittelbar gef?hrdet.
pra. Berlin, 28. September
Das jahrelang notleidende frühere Handy-Geschäft von Siemens endet in einem Debakel. Im Juni 2005 hatte Siemens die erfolglose Sanierung der dauerhaft riesige Verluste schreibenden Sparte aufgegeben und das ganze Geschäft mit damals weltweit rund 6000 Mitarbeitern an die taiwanische Benq, einen aufstrebenden Hersteller von Konsumelektronik und Computerzubeh?r, verschenkt. 15 Monate später gibt nun auch Benq die Hoffnung auf. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, werden ab sofort keine Zahlungen der Konzernzentrale an die deutsche Tochter Benq Mobile GmbH mehr geleistet. Jene werde wegen Liquidit?tsmangels und der schwierigen Geschäftssituation in den nächsten Tagen in M?nchen Insolvenz beantragen. Damit sind 3000 Arbeitspl?tze in Deutschland, je rund die Hälfte in M?nchen sowie in Kamp-Lintfort und Bocholt, zwei Fertigungsstandorten in Nordrhein-Westfalen, h?chst gef?hrdet.
Das weltweite Geschäft wird fortgef?hrt
Das Management versucht gemässder Mitteilung das laufende Geschäft fortzuf?hren; die Auswirkungen auf die ?brigen Gesellschaften und Standorte von Benq Mobile könnten noch nicht abgesch?tzt werden. Das globale Geschäft mit Mobiltelefonen, das insgesamt 8000 Mitarbeiter besch?ftigt und neben der bisherigen Zentrale in Deutschland Standorte in China, Taiwan, Brasilien und Polen hat, will Benq k?nftig von Asien aus fortf?hren. Trotz Einsparungen von über 400 Mio. ?, zu denen auch die Mitarbeiter mit verlängertenArbeitszeiten und Lohneinbussen beitrugen, ist es nie gelungen, die Verlustquelle auszumerzen. Seit der übernahme von Siemens vor gut einem Jahr liefen gemässUnternehmensangaben 840 Mio. ? Verluste auf. Zuletzt waren sie wieder gestiegen, weshalb Benq schon vor einem Monat weitere Massnahmen angekündigt und den urspr?nglich für das Jahresende erhofften Turnaround auf Mitte 2007 verschoben hatte.
Dass bei dem gewaltigen Geldabfluss nun auch die mit einem Vorjahresumsatz von rund 3 Mrd. ? nur mittelgrossen Taiwaner einen schmerzhaften Schlussstrich zogen, war zum Selbstschutz wohl letztlich unvermeidbar. Die Ursache der Misere liegt im fehlenden Markterfolg der unter der Marke Benq Siemens verkauften Mobiltelefone. Der Weltmarktanteil der ehemals zu den fünf grüssten Herstellern gehörenden Marke ist laufend geschrumpft und lag zuletzt noch bei 3,2%. Auch das bevorstehende Weihnachtsgesch?ft wurde als enttäuschend bezeichnet.
Schwerf?llige Strukturen
Benq ist es nicht gelungen, die von Siemens geerbten schwerf?lligen Organisationsstrukturen ausreichend schnell zu straffen. Produktinnovationen kamen deshalb weiterhin oft zu spät auf den von der raschen Technologieentwicklung und schnelllebigen Modetrends bestimmten Handy-Markt. Die IG Metall kritisierte am Donnerstag das Management wegen offensichtlicher Föhrungsfehler und nahm auch Siemens noch in die moralische Verantwortung. Wie man es besser hätte machen können und wie Benq die nun weiter schrumpfende Marke Benq Siemens zum Erfolg f?hren könnte, ist allerdings keine einfach zu beantwortende Frage
in Aus dem Leben gegriffen •
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erhaltene Kommentare:
Siemens BenQ ..
Danke Herr Kleinfeld
es gibt noch eine gr??ere Schweinerei in Paderborn!!
eingetragen von .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen) am 08.10.2006 um 23:49
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Meine Fahrten über Pässe (seit März 2012), registriert bei Quäldich:
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