Donnerstag, 28. April 2005
Also doch
Siemens sucht einen Partner für die Handy-SparteGewinnziel für das Gesamtjahr fraglich
Für die verlustreiche Handy-Sparte von Siemens scheint sich eine Lösung anzubahnen. Die Sparte soll separiert und zusammen mit Interessenten wieder auf Vordermann gebracht werden. Siemens als Handy-Marke d?rfte dann überleben. Genauer stehts in der heutigen NZZ Der neue Konzernchef von Siemens, Klaus Kleinfeld, ist den sehr hohen Erwartungen vor seiner ersten Halbjahres-Pressekonferenz in Lissabon nur halbwegs gerecht geworden. Er k?ndigte eine wichtige Weichenstellung für die verlustreiche Handy-Sparte an, welche in der öffentlichen Wahrnehmung die viel gr?sseren und zumeist erfolgreichen ?brigen Sparten des Konzerns seit Monaten verdr?ngt. Die Handy-Sparte wird in den nächsten drei Monaten in eine eigene rechtliche Einheit ausgegliedert. Gleichzeitig werden ein oder mehrere Partner gesucht, die sich daran beteiligen wollen; entsprechende Gespr?che verliefen gemässKleinfeld zufriedenstellend. Siemens-Handys werde es, so der Chef, folglich weiterhin geben. Die bisher stets auch genannten Optionen einer Schliessung oder des Verkaufs der Sparte sind offenbar vom Tisch. Allerdings ist die Verlustquelle mit diesem Schritt noch lange nicht gestopft. Die Unsicherheit, wann die Sparte nicht mehr auf das Ergebnis und die Reputation des Konzerns dr?cken wird, bleibt vorerst bestehen. Unter anderem aus diesem Grund nannte Kleinfeld das Ziel, das Vorjahresergebnis im Gesamtjahr zu übertreffen, als "schwer einzusch?tzen". Die Restrukturierung des grüssten Konzernbereichs Kommunikation f?hre zu weiteren, derzeit nicht bezifferbaren Lasten. Die ertragsstarken Bereiche würden aber ihren Kurs fortsetzen. Diese als Distanzierung vom Gewinnziel interpretierte Aussage sowie die weiterhin ungel?ste Handy-Frage haben die Finanzanalytiker entt?uscht. Aber auch die Geschäftszahlen zum zweiten Quartal fielen mit einem operativen Ergebnis von 1,10 (i. V. 1,08) Mrd. Euro schw?cher aus, als im Durchschnitt erwartet worden war. Die margenstarken Sparten der Industrie- und Energietechnik sowie der Automobil- und Medizinaltechnik entwickelten sich zwar weiterhin gut. Hohe Restrukturierungskosten in der IT-Dienstleistungssparte SBS, die einen operativen Verlust von 129 Mio. Euro auswies, sowie in Communications (-19 Mio. Euro) dr?ckten jedoch auf das Ergebnis. Im Handy-Geschäft wurden 138 Mio. Euro verloren, nach einem Verlust von 143 Mio. Euro im Vorquartal. Der Verkauf der Handys lag mit einer Anzahl von 9,3 Mio. um mehr als einen Viertel unter dem Stand vor einem Jahr.
Ergänzungen nach dem ersten Posting:
19.03.2011: Feldinhalte an EE2.x angepasst
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