Freitag, 22. Mai 2009
Jedem Haus seine Geräusche
Auch schon erlebt? Dass der Boden im Estrich knackt, in den sommerlichen Temperaturschwanken zwischen Tag und Nacht vielleicht mehr als im Winter, dass ein Windstoss durch den Dachboden ein ganz besonderes knacken hervorruft, daran gew?hnt man sich auch. Auch Vibrationen, ausgel?st vielleicht von tieffliegenden Flugzeugen oder der Eisenbahn, auch daran kann man sich gew?hnen. Seltenere Geräusche, wie zum Beispiel das Vorbeirollen schwerer Fahrzeuge, vielleicht Panzer vom nahen Waffenplatz, da braucht es etwas länger, bis man sich daran gew?hnt hat. Vielleicht gehört auch Donnergrollen in diese Kategorie.Jedenfalls sassen wir heute Nachmittag, versunken und konzentriert in unsere Arbeit am Bürotisch, im Hochhaus im 15. Stock. Den Blitz haben wir nicht gesehen. Das Donnergrollen ?hnelte anf?nglich einem tieffliegenden schweren Flugzeug vom nahen Flughafen, das Hochhaus vibrierte leicht, das Grollen schien die R?ume auszuf?llen. Für uns, die wir es nicht gewohnt sind, in so hohen Häusern zu leben, eine erste Bekanntschaft mit einem neuen Ger?usch.
Übrigens eine interessante, aber auch neue, Perspektive: vom 15. Stock mal dem Regen zuzuschauen, wie er noch lange hinunterf?llt. Normalerweise schaut man ja immer von unten in den Regen hinein. Wenigstens so lange das geht!?
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