Meine Bilder aus dem Aargau
www.flickr.com
This is a Flickr badge showing public items from urs_himmelrich tagged with Aargau. Make your own badge here.
Fotoalbum zum Aargau

Kategorien

Suchen nach




Statische Links



Archiv




aktuelles Radarbild von Meteoswiss
animiertes Radarbild vom Schweizer Fernsehen
Wetterprognose für Brugg

Blick von der Wasserflue zum Hallwilersee
Das reale Wetter im Aargau

Zur Webcam am Bahnhof Brugg, Ostseite

kürzlich gezwitschert
 
ältere Mitteilungen





  Mail an mich   RSS aus dem Weblog   schreib an meine Pinnwand   Skype Me?!   meine Bilder   mein Gezwitscher   meine Filmchen   Blogger United   Forsquare  



Als Aargauer unterwegs
(Spass auf schmalen Reifen)

Sonntag, 29. März 2009

Das Thema der Kamelie

Manchmal gibt es Themen, die lassen mir keine Ruhe mehr. Entweder strahlen sie eine grosse Faszination aus, oder die Informationsf?lle ist zu gross, zu ungeordnet, zu vielf?ltig, passt irgendwie nicht zusammen. Ich glaube, dieses Mal ergeht es mir so mit einer Blume, der Kamelie. Wohl waren wir im Kamelienpark in Locarno, wohl haben wir dort quadratmeterweise Plakate über die Blume gelesen, wohl haben wir dort viele 100 Blumensorten angeschaut. Aber irgendwie fehlte der rote Faden. Die Informationsf?lle war f?r die paar Stunden am Nachmittag zu gross. Vor allem leuchtete mir nicht so richtig ein, warum ausgerechnet diese Blume so eine Ber?hmtheit sein sollte.

Ich habe dies nun dank Google, Wikipedia und den in Locarno gelesenen Texten versucht zu ordnen.

Die Blume stammt urspr?nglich aus Japan und China. Sie galt dort als leicht kultivierbar, war der Stolz und der Blickfang in jedem Garten, den sie mit ihren pr?chtigen Farben von Oktober bis Mai zierte. Bei den Japanern war die Blume das Symbol der Unsterblichkeit und bei den Chinesen das Sinnbild für Grossz?gigkeit. Mit dieser Zierblume "Camelia japonica" eng verwandt ist der Teestrauch "Camelia sinensis" oder auch "Camelia chinensis" genannt.

Wie so oft verdanken wir die Einf?hrung von exotischen Pflanzen der Schifffahrt, allen voran den Engl?ndern. Die Engl?nder als eingefleischte Teetrinker wollten den Teestrauch Camelia sinensis nach Europa mitnehmen. Aus welchen Gründen auch immer, vielleicht auch aus List, haben die Chinesen den Engl?ndern die Schiffe aber mit der Camelia japonica beladen, welche zwar h?bsch aussieht, aber sich sicher nicht für Tee eignet. So gelangte um die Mitte des 17. Jahrhunderts die Pflanze nach Europa. Es war die Kaiserin Jos?phine, die von der Schönheit der Blume so entz?ckt war, dass Sie sie kurzerhand zur Modeblume auserkor. Ob auf dem kleinen Schwarzen oder auf dem Hut, die Schlichtheit der Blume passte zu allem. Aber Mode ist verg?nglich und so fand man die Blume bald wieder nur noch in den Zierg?rten.

Eine andere Möglichkeit, wie die Pflanze nach Europa kam war die Bestellung der Zarin von Russland. Vier Kamelien sollten aus Japan (?) nach Dresden, Schönbrunn/Wien, Herrenhausen und Kew Garden (London) gebracht werden Aufzeichnungen dieses Auftrages gibt es nicht. Allerdings führte der Dresdner Hofg?rtner ab 1799 in seinem Inventarbestand die Camellia japonica auf.

Der Name der Blume geht auf Pater Georg Joseph Camel zurück, der sie 1700 bei einer Chinareise entdeckte. Als Hommage an den Pater wurde die Blume auf den Namen Camelia getauft. Auf Chinesisch wurde sie mit den Namen Sa, Sjun, San, Sa Dsisi und Sasanqua versehen. Doch scheinen hier die Quellen nicht alle einer Meinung zu sein.

Um diese immergr?ne Pflanze gibt es viele Geschichten und Sagen. Viele behaupteten lange Zeit, ihre Bl?te sei geruchslos. Tatsache ist, dass sie nur einen sehr feinen, kaum wahrnehmbaren pflaumenartigen, süsslichen Duft von sich gibt. Ber?hmt in diesem Zusammenhang ist wahrscheinlich das Buch "die Kameliendame" von Alexandre Dumas. Darin beschimpfte die Heldin Marguerite einen unwissenden Freier, weil dieser sie dadurch verÄrgert, da? er ihr einen stark riechenden Blumenstrau? überreichte. Da sie allergisch auf den starken Blumenduft reagiert, hält sie immer einen Strau? von ganz leicht duftenden Kamelien in der Hand, um den Hustenreiz zu verhindern.

Auch über die Winterh?rte der Pflanze wird viel diskutiert, ausprobiert und behauptet. Tatsache ist, dass sie warme Sommer liebt, ebenso wie kalte Winter, aber nicht unter dem Gefrierpunkt. In früheren Zeiten, eben zu den grossen Zeiten der Schifffahrt, konnte sie auch als Zimmerpflanze gehalten werden. Kunstst?ck, wenn damals die Gem?cher im Winter auf kaum über 12 Grad aufgeheizt werden konnten, war das für die Pflanze die beste Umgebung. Doch heute, mit den fast durchwegs zu warmen R?umen, ist das keine gute Umgebung mehr für die Pflanze. Wohl wird mit Z?chtungen und Kreuzungen anderer Arten versucht, mehr Winterh?rte, oder mehr "Wohnraumgew?hnung" zu erreichen, doch so richtig erfolgreich ist man dabei noch nicht geworden.

In der Zwischenzeit, also seit der Einf?hrung der Pflanze in Europa, wurden etwa 40'000 Arten und Unterarten der Pflanze gez?chtet. Viele sind geruchlos, einige duften leicht süsslich. Die Farbenpracht deckt ein riesiges Spektrum ab. Fast alle Fürbungen von Weiss bis Rot, manchmal auch zweifarbig sind vertreten. Auch die Gr?sse der Bl?te schwankt sehr stark, Die grüssten sollen einen Durchmesser bis gegen 14 Zentimeter haben. Die Pflanze w?chst sehr langsam. Von der ersten Pflanzung bis zur ersten Bl?te kann es sehr lange, manchmal bis 10 Jahre, dauern. Die höchsten Str?ucher sollen bis über 10 Meter hoch geworden sein. Ein so langsam wachsendes Geb?sch kann aber auch sehr alt werden. Die anfangs erw?hnte Kamelie in Dresden d?rfte heute über 200 Jahre alt sein. Sie wird allgemein als das Älteste Geb?sch dieser Art n?rdlich der Alpen betrachtet. Andernorts soll es allerdings auch Kamelien mit über 500 j?hriger Vergangenheit geben.

Beim Studium all der Informationen komme ich langsam zum Schluss, dass es wohl kaum viele Pfanzen gibt, um die sich so mancher Schriftsteller und so manches K?nigshaus bem?ht hat. Ob dies, auch die Faszination der Blume erh?ht?

Übrigens gibt es nebst dem neuen und erweiterten Kamelienpark in Locorno noch einen weiteren Botanischen Garten zum Thema der Kamelien und Magnolien. Er befindet sich auf der Gambarogno-Seite des Lago Maggiore, auf der Hügelterrasse zwischen Piazzogna und Vairano, der Parco botanico del Gambarogno.

Zum Abschluss noch ein paar Eindrücke aus meinem Besuch im Kamelienpark in Locarno:
PICT8841PICT8848
PICT8850PICT8846
PICT8849PICT8861
PICT8859PICT8857
PICT8854PICT8843
PICT8860




    weiter sagen mit:

    • Del.icio.us
    • E-mail
    • Evernote
    • Facebook
    • Google Bookmarks
    • LinkedIn
    • Mister Wong
    • MySpace
    • Technorati
    • Tumblr
    • Twitter
    • Yahoo! Bookmarks




von Urs, am 29.03.09 um 00:48
in Aus dem Leben gegriffen

einen Kommentar schreibenPermalinkgrosse Darstellung

einen Kommentar erfassen:

Name:

Email:

Ortschaft:

URL:

Smileys

Angaben zur Person speichern

Benachrichtigung erwünscht, wenn Reaktionen auf diesen Eintrag erfolgen?

Bitte, angezeigte Buchstaben-/Ziffernfolge eingeben:


nächster Eintrag: Winterpokal - Schluss

vorhergehender Eintrag: Rundfahrt um den Lago Maggiore

<< Zurück zur Hauptseite




meine letzten Trainings, eingesendet an Sportstracklive:


Meine letzten Fahrten, eingesendet bei Strava:


Meine Fahrten über Pässe (seit März 2012), registriert bei Quäldich:
quaeldich.de - Rennrad, Pässe, Hobbysport


   
Als Aargauer unterwegs

Schweizer Blog Verzeichnis
GeoURL Bikeblogs SWISS METABLOG


Profile for Als Aargauer unterwegs


eXTReMe Tracker







Diese Seite wurde in 0.8234 Sekunden aufgebaut.
Es mussten dazu 119 Abfragen ausgeführt werden.


Zur Zeit sind 11 Besucher hier
Als Aargauer unterwegs





Aktuelles Datum: 26 05 2012
Mai 2012
S M D M D F S
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  


Pia Lanz Catering

Musik vom Duo-Klangzauber

www.flickr.com
urs_himmelrich's photos More of urs_himmelrich's photos