Bilderstrecke zum heutigen Tag

alte Kirche
13tes Jahrhundert

Passstrasse zum Moutiere
Strasse zum Moutiere

Passh?he Moutiere
Passh?he Moutiere

Schotterpiste nach Bayasse
Abfahrt nach Bayasse

Schoter zum la Bonette
Weg zum Restefond

Weg zum La Bonette
Weg zum Restefond_2

Cime de la Bonette
Cime de la Bonette

Als Aargauer unterwegs
(Spass auf schmalen Reifen)

Sonntag, 09. August 2009

8. Tag: St. Etienne de Tinée - Jausieres

Col de la Moutière, nochmals ein sehr abgeschiedener Pass. Anschliessend nochmals Schotterpiste, welche heute in ein neues Highlight meiner Sommerferien führte.

Das Morgenessen, heute eher eine einfache Sache. Die f?r Frankreich ?blichen Pariserbrote, etwas Konfit?re und Butter. Auf Wunsch kamen dann noch Milch und Fl?ckli dazu. Statt einem Yoghurt gabs Apfelmus. Naja, Hauptsache der Magen wird gef?llt.

Die Fahrt ging heute wieder praktisch von der Bettkatte an bergauf. Die Gewitter und der Regen von gestern hatten sich verzogen, liessen aber mal die Kumuluswolken noch stehen. So ging es wieder einmal durch schmale T?ler, auf schmalen Strassen hinauf zum Col de la Moutière. In Saint Dalmas le Selvange f?hrt die Strasse am Ende eines Parkplatzes weiter. Keine Tafel, nichts. Einfach eine Br?cke und danach der geteerte Feldweg. Also wieder einmal ein v?lliger Nebenpass. Keine Motorr?der, nur ein einziger anderer Velofahrer, keine Mountainbiker. Erstaunlicherweise einer mit einem Wohnmobil, sowie drei Touristen in ihren PW's, aber die hatten sich wahrscheinlich verirrt. Sie kamen jedenfalls alle zurück.

Ich genoss die Ruhe in diesem Tal. Ausser dem Zirpen von Grillen, dem Pfeiffen der Murmeltiere, hie und da eine Kr?he, ab und zu mal ein B?chlein das über ein paar Steine pl?tscherte, herrschte absolute Ruhe. Der Weg führte nicht allzusteil (oder habe ich schon so viel zus?tzliches Training zugelegt), bis weit hinauf durch den Wald. Den Rest des Weges bew?ltigte ich unter einer Wolkendecke, also wiederum eher bei kühler Temperatur.

Fast zuoberst überholte mich der einzige Velofahrer auf dieser Strecke. Wir unterhielten uns kurz und er riet mir, von der Passhöhe rechts in Richtung der Hauptstrasse zum Col de la Bonette zu fahren. Die andere Variante, hinunter nach Bayasse, wie ich mir das geplant hätte, sei "absolument impracticable". Ich wusste zwar, dass dort Schotterstrasse liegen würde, habe mir das aber nach dem Finestre nicht mehr so schlimm vorgestellt.

Bald danach komme ich auf die Passhöhe: Eine unscheinbare Tafel, weit neben der Strasse, markiert den Pass. Eher ein Wanderwegzeichen. Ich fahre ein paar Meter hinunter und bekomme einen schönen Blick auf die "Impracticable". Es begann jetzt auch leicht zu regnen. Ich begann dem unbekannten Velofahrer zu glauben. Mit den schmalen Rennradreifen auf dem nassen Sand in den groben Steinbrocken; ich verzichtete auf das Experiment der Abfahrt auf dieser Strasse. Ich bog hinÜber zur Passstrasse zum Col de la Bonette.

Überraschenderweise ging es ziemlich bergauf, aber auch hier lag nun wirklich Schotter. Doch bergauf mit dem Rennrad auf Schotter ist besser als bergab. Der Regen ging langsam über in einen richtigen Landregen. Nichts heftiges, aber man weiss nie, wann er wieder aufh?rt.

Nach etwa einer Stunde schieben und fahren komme ich auf die Passstrasse zum Bonette. Der Höhenmesser am GPS zeigt 2650 Meter über Meer, als nur gerade 150 Meter unter der höchsten Passstrasse in Europa. Ich kann es nicht sein lassen und fahre auf der Passstrasse zur Cime de la Bonette, eben dem höchsten befahrbaren Punkt in Europa. (Seite heute Nachmittag ist also meine Grafik am Gep?ck falsch, und die ganzen Sommerferien haben im wahrsten Sinne des Wortes einen neuen Höhepunkt erhalten).

Mittlerweile hat auch der Regen aufgeh?rt, obwohl, die Sonne scheint noch nicht wieder. Den Regenschutz lasse ich mal einfach als Kälteschutz übergezogen und fahre hinunter nach Jausieres. Ich beginne mit der Suche nach einem Hotelzimmer. Alles belegt. Ich fahre in Richtung meines morgigen Passes, dem Col de Vars. Der ist anf?nglich ziemlich flach, klappere alle Hotels ab, lande schlussendlich in Saint-Paul, der wirklich letzten Gelegenheit bevor die Steigung zum Vars beginnt. Die nette Dame an der Information bem?ht sich redlich um eine Unterkunft. Schlussendlich bedeutet dies dann aber doch für mich, wieder 20 Kilometer zurückfahren, und abermals 3 Kilometer auf der Passstrasse zum Col de la Bonette hinaufkurbeln. Ich bin jetzt in einer Jugendherberge gelandet. Schlafe heute Abend in enem Kaj?tenbett, gl?cklicherweise allerdings alleine in einem Zimmer für sechs Personen.

Habe mich heute Übrigens entschieden, die Rundfahrt über Cayolles, Champs und Allos wegzulassen. Wie ich gelesen habe, soll das eine wunderbare Tour sein und dazu müsste ja dann auch das Wetter vielleicht etwas besser stimmen, als das im Moment gerade der Fall ist. Dieses Pass-Trio kommt einfach später dran. Wohl ein bisschen als Entsch?digung für diesen Entscheid habe mir eben heute Nachmittag die Cime de la Bonette geholt.




Details zur heutigen Velofahrt
leicht_bewoelkt Vormittag
mit Roubaix und Monoporter unterwegs
Nachmittag wechselhaft_teilweise_Regen
 
80.9 Kilometer
51.7 km/h Maximale Geschwindigkeit
2126 Höhenmeter
441 Stunden unterwegs
11.0 KM/h Durchschnitt
am Morgen an der Sonne sehr warm, am Nachmittag eher k?hler

Profil im PDF-Format Höhenprofil dieser Fahrt
Übersicht der Fahrt Kartenansicht dieser Fahrt
die getrackte FahrtTracklog der heutigen Fahrt
Die Strecke zum Nachfahren in Google-Earth Die Strecke zum Nachfahren in Google-Earth
 



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von Urs, am 09.08.09 um 00:09

gefahren in: FrankreichProvence-Alpes-Côte d'Azur

in Ausflüge

(4) Kommentare erhalten / weiteren Kommentar schreibenPermalinkgrosse Darstellung

erhaltene Kommentare:

  1. Gratulation! Das macht wohl nicht jeder. Weiterhin schoene Fahrt und ich freue mich bereits auf die Bilder!

    eingetragen von Spoony  am  09.08.2009  um  09:26
  2. Hallo Spoony,
    jetzt sind alle Postings mit den Bildern erg?nzt.
    A propos “nicht jeder”: wahrscheinlich hast du recht. Einzelne P?sse, eben auch dieser Moutiere, sind einsam und verlassen. Wobei der Moutiere vermutlich der einsamste von allen war.
    Danke f?r das Interesse und das Lesen

    eingetragen von .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)  am  15.08.2009  um  20:00
  3. Danke Urs f?r den Bericht und die Bilder! Die haben in F/I ja teils komische Pass-Schilder. Die Schotterstrecken und die nackten Felsenberge gefallen mir auch optisch am Besten. Etwas kl?glich finde ich, dass hier keiner einen Kommentar hinterlassen hat, trotz 13 Tagen Livebericht. Gr?sse aus USA…

    eingetragen von Spoony  am  16.08.2009  um  08:49
  4. tja, die Klickrate der ersten paar Tage pro Posting scheint deutlich h?her zu sein als sonst hier ?blich. Werde wohl ein paar Zusachuer haben, die halt nicht so gespr?chig / kommentarfreudig sind.

    eingetragen von .(Javascript muss aktiviert sein, um diese E-Mail-Adresse zu sehen)  am  17.08.2009  um  01:06

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Aussicht f?r Morgen:

Ich nehme nun also morgen als erstes den Col de Vars unter die R?der. Anf?nglich geht es sehr gem?chlich mit 6 bis 8% aufw?rts. Erst in der zweiten H?lfte, wird es mit langen Abschnitten bis 12% recht heftig. Auf diesen letzten f?nf Kilometern ?berwindet die Strasse mit wenigen Serpentinen die H?lfte des gesamten Anstiegs. Der Pass selber 2109 Meter ?ber Meer, liegt tief eingeschnitten und bietet kaum eine Aussicht.
Vars, S?dseite
Hinunter nach Guillestre geht es zuerst an einem malerischen Bergsee vorbei, ein paar Skistationen folgen. Auch hier wieder viele Spitzkehren. Von Guillestre geht es weiter in Richtung Norden. Da ich im Moment etwas genug von Schotterpisten habe, versuche in den Granon, oberhalb Briancon, ohne Anh?nger von Saint Chaffrey zu fahren. Dies vielleicht, nachdem ich mich vorerst um eine Unterkunft gek?mmert habe. Mal sehen ob das funktioniert.
Granon, Westseite