Ein Ausflug in den Schwarzwald. Das Abltal hinauf, über mehrere Hügel an St. Blasien vorbei zum Schluchsee. Mittagessen in Schluchsee (Ort), dann weiter über Bonndorf, und mit zwei 15%-Rampen in den Beinen in schattigen Tälern wieder hinunter an den Rhein.
Ab und zu fahre ich einen Ausflug in den nahen Schwarzwald. Im Frühling, vor den Fahrten über unsere grossen Pässe, scheint er mir eine geeignete Gegend zu sein, wo man schon fr?h im Jahr auch mal über mehrere Kilometer bergauf fahren kann. Als Training f?r die Sommerausfl?ge und die Sommerferien. Ich achte dabei in der Regel darauf, dass ich immer wieder neue T?ler oder Bergr?cken befahre. So auch heute.
Als Aufstieg habe ich mir das Albtal, westlich von Waldshut, mit Beginn in Albbruck gew?hlt. Ich kannte dieses zwar schon von mehreren Talfahrten her. Ich bog deshalb schon bald nach den f?nf kleinen Tunnels links weg. Als gr?ssere Ortschaften gelten da vielleicht Vogelbach und Wolpadingen. Ich gelangte über einen Hügel, immerhin etwas über 1000 Meter, auf diesem Weg nach Sankt Blasien.
Sankt Blasien umfuhr ich auf der westlichen Seite und gelangte so nach Menzenschwand, über einen weiteren Hügel, diesmal deutlich über 1000 Meter über Meer, weiter nordw?rts an den Schluchsee. Dieser letzte Hügel hatte es in sich. Wie eine richtige Passstrasse wanden sich die Serpentinen in die Höhe, dies immer nahe an der 10%-Grenze. Doch nach einer kurzen Abfahrt nach ?ule und weiter unten am See Aha, war der See auch schon sichtbar geworden. Für das Mittagessen suchte ich eine Gelegenheit in Schluchsee, also der Ortschaft.
Während des Essens begann dann eine grosse Huperei im Dorf, wie sie bei Heiraten ?blich geworden ist. Vorbei gefahren ist dann tatsächlichan der Spitze des Umzuges das Brautpaar in einem Oldtimer.
Nach dem Essen nahm ich dann noch den vermeintlich letzten Hügel über Schluchsee unter die R?der und machte mich fast ausschliesslich durch Tannenwald in Richtung Bonndorf davon.
In Bonndorf wollte ich urpsr?nglich das Tal der Steina hinunterfahren, das kannte ich schon. Doch mein GPS schien da einen besseren Vorschlag zu haben. Durch Bonndorf hindurch, anschliessend auf einer ziemlich schnellen Strasse ein St?ck hinunter. Die Rechtsabbiegung in Wellendingen wurde schon lange angekündigt, die Tafel mit der Aufschrift "Panoramastrasse" habe ich auch gesehen. Doch darunter befand sich unÜbersehbar auch die Tafel mit der Angzeige von "15% Steigung". Also: aus dem Sattel, die Oberschenkel begannen zu brennen, denn es war ja heute nicht der erste Aufstieg. Dass sich diese Rampe schön exponiert unter der nachmittäglichn Sonne befand, erleichterte die Sache auch nicht gerade.
Oben dann eine wunderbare Aussicht, bis hinÜber in die Schweiz (glaubs?). Im Frühling überrascht mich immer wieder die Vielfalt der grünen Farben. Es müssen hunderte, vielleicht auch tausende verschiedene Grün sein, die sich da die Natur ausgedacht hat.
Bei der Abfahrt gelange ich dann tatsächlichin das Tal der Steina. Doch mein GPS will wieder raus, hinauf nach Birkendorf. Ich z?gere, mache dann aber doch mit. Nach wenigen Hundert Metern schon merke ich, das war wohl kein guter Hinweis meines GPS: Mindestens 15%, anf?nglich zwar noch im Schatten, doch oben wieder an der prallen Sonne. Das erste Mal in diesem Jahr leide ich unter der Hitze.
Das GPS gibt an, dass ich mich auf der Schwarzwaldstrasse befinde. (Doch welche heisst hier nicht so?) Jedenfalls kann ich nun vielleicht 20 Kilometer, fast ohne zu pedalen, durch ein meist schön schattiges T?lchen, entlang von kühlenden Felsw?nden, bis hinunter nach Waldshut fahren. Ab dann ist es ja nicht mehr weit bis nach Hause.
Details zur heutigen Velofahrt
Vormittag
Nachmittag
142.3 Kilometer 64.5 km/h Maximale Geschwindigkeit 1946 Höhenmeter 6:40 Stunden unterwegs 21.3 KM/h Durchschnitt Sommerlich, am Nachmittag zeitweise sehr heiss