Montag, 23. Februar 2009
Orient, Tag 2
Der heutige Tag begann sportlich gesehen viel fr?her. Bereits um 9:45 standen wir abfahrbereit wiederum auf dem Gemeindeplatz vor der Kirche bereit. Noch kleine Änderungen an der Gruppeneinteilung auf Grund des gestrigen ersten Ausfluges und wir fuhren schon bald unter blauem Himmel, mit einer angenehmen Temperatur und leichtem L?ftchen in Richtung Hausp?sschen davon.Ich bin ja nicht zum ersten Mal mit Philipp's Bike Team unterwegs. Pyrenäen-Rundfahrt, Paris-Rom waren auch von Philipp's Bike Team organisiert. Unter den regelm?ssigen G?sten auf Mallorca ist eben dieses Hausp?sschen immer ein Thema. Die schaurigsten Geschichten h?rt man davon. Wie der eine oder andere an diesem P?sschen gescheitert ist oder sonst irgendwie f?rchterliche Qualen(!?) ausgestanden haben muss. Heute hatten wir gleich zwei Mal, von beiden Seiten her, das Vergnügen diese Bekanntschaft zu pflegen.
Am Morgen ist man ja noch frisch. Die Strecke immer h?gelig, tendenziell steigend. Es geht ins Landesinnere. Nach Calvia ver?ndert sich die Landschaft plötzlich. Wird grün, die Bäume bilden stellenweise ein Dach, fast wie ein Tunnel. Man f?hrt entlang eines B?chleins, jetzt etwas mehr ansteigend. Ein paar Spitzkehren, das GPS zeigt 283 Meter über Meer. Seit der Abfahrt sind wir nun 17 Kilometer unterwegs. Das war die westliche Anfahrt zum Hausp?sschen. Noch mehr Idylle geht fast gar nicht mehr.
Die Fahrt geht weiter bis nach Bunyola. Meist auf schmalen, aber immer geteerten Str?sschen, zwischen Schafherden, vorbei an der Universit?t von Mallorca, entlang einer Eisenbahnlinie, durch viel grüne Wiesen, hie und da ein mehr oder weniger verfallenes Windrad. In Bunyola kurzer Halt und Instruktion für die kommenden Höhenmeter.
6 Km Steigung, von 200 auf 550 Meter über Meer. Die einen fahren ab wie gez?ndete Raketen, andere gehen die Sache etwas gemütlicher an. Ich selber, bin irgendwo im Mittelfeld. Auch hier geht es manchmal entlang eines B?chleins, über Wiesen, durch steile Spitzkehren, verlassene Häuser, eher karge, aber immer noch grüne Gegend.
Oben besammeln wir uns wieder, fahren durch eine landschaftliche Delle hinauf nach Orient. Diese Ortschaft gab ja der heutigen Tour den Namen. Ob es deshalb ist, weil hier in Orient, mehr Schweizer als Spanier leben? Von den 80 Bewohnern sollen 48 Schweizer sein. Oder doch eher weil es die ?stlichste Ortschaft der heutigen Fahrt war? Wie auch immer. Anschliessend fahren wir mit z?gigem Tempo, auf einer gut ausgebauten und breiten Strasse hinunter nach Alaro, zu einem kurzen Mittagshalt auf dem Dorfplatz.
Verpflegt treten wir den Heimweg an. Anfänglich wieder auf schmalsten Strassen. Diesmal ges?umt von den charakteristischen Steinm?uerchen, wie man sie auf Mallorca sehr oft antrifft. Die Strassen sehr kurvenreich, kaum breiter als ein Auto. Solche Strecken in der Gruppe zu fahren erfordert sehr viel Konzentration. Nach Sa Coma nehmen wir dann aber doch für ein paar Kilometer die Schnellstrasse. Schnurgerade ist sie. Hat entsprechend viel Verkehr. So fahren wir hier wohl an der letzten blühenden Mandelbaum-Plantage vorbei.
Bald biegen wir wieder ab. Durch schmale G?sschen, kleine D?rfer, verwinkelte Strassen und gelangen so, auf die Ostseite des Hausp?sschens. Ich bestimme den Anfang des Passes mal mit 90 Meter über Meer. Die Strasse f?hrt gem?chlich steigend durch eine bewaldete Partie. Auch hier f?hrt man ein kurzes Stöckchen entlang eines B?chleins. Gegen den Schluss der etwa acht Kilometer langen Steigung, wird es tatsächlichnoch kurz heftig. Ein paar Spitzkehren, und schon kann man z?gig nach Calvia hinunter fahren. Schon möglich, dass dieses Stöckchen, nach einer längeren Fahrt doch noch "ans Lebendige" geht.
In Calvia biegen wir noch kurz auf den Kirchplatz ein. Dort ist an einem Haus die ganze Geschichte von Mallorca auf Keramikkacheln gebrannt, aufgezeichnet. Anscheinend soll die Besiedlung der Insel, etwa 400 Jahre vor Christus, von dieser K?ste her begonnen haben.
Die restlichen Kilometer bis nach Hause sind dann noch ein stetiges auf und ab auf gut ausgebauten Strassen, diesmal mit sinkender Tendenz, denn wir haben ja unser Hotel praktisch auf Meeresh?he.
| Details zur heutigen Velofahrt | ||||
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Vormittag |
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Nachmittag | ![]() |
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106.5 Kilometer 62.1 km/h Maximale Geschwindigkeit 1322 Höhenmeter 4:35 Stunden unterwegs 23.2 KM/h Durchschnitt Temperatur angenehm warm, im Schatten und bergab aber immer noch ziemlich k?hl |
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Ergänzungen nach dem ersten Posting:
07.03.09: Update mit den Fotos aus dieser Fahrt
gefahren in:
in 2009 Mallorca • in Ausflüge • in Coll d'Honor •
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meine letzten Trainings, eingesendet an Sportstracklive:
Meine letzten Fahrten, eingesendet bei Strava:
Meine Fahrten über Pässe (seit März 2012), registriert bei Quäldich:
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