Samstag, 25. Oktober 2008
Reben und Renner
Um die Mittagszeit l?ste sich hier der Nebel tatsächlichwie prognostiziert auf. Der Entschluss war deshalb auch bald gefasst. Es sollte in Richtung Hallwilersee gehen, aber möglichst nicht unter die Nebeldecke.Ich hatte Glück. Die Temperatur, mit einem leichten Wind aus Westen, mit etwa 12 Grad, gerade so an der Grenze zwischen langfingrigen und kurzfingrigen Handschuhen. Ich behielt die Kurzfingrigen an. Für die Fahrt zum Hallwilersee benützte ich meine Standartstrecke über Othmarsingen, Ammerswil und Seengen an die Rebberge oberhalb des Sees. Dort ist es denn auch, wo die meisten Fotos des heutigen Tages entstanden sind. Ein reges Treiben um die Rebberge: es wurden die Trauben abgelesen. Ich verweilte hier einen Moment, suchte mir ein paar gute Sujets zusammen, und begann irgendwie diese Ausfahrt durch die herbstlichen Farben zu geniessen.
Bei der Weiterfahrt an das südliche Ende des Sees, Aesch und Mosen, gelangte ich knapp an die Grenze des Nebels. Die Sonne war teilweise wieder verdeckt und vor allem war es merklich kühler. So entschloss ich mich, nicht weiter gegen Süden zu fahren, sondern bereits jetzt in Mosen, in das Wynatal hinÜber zu wechseln.
Nach ein paar Spitzkehren und dem Genuss einer dunstigen Aussicht über den Hallwilersee, kam ich nach Schwarzenbach hinauf. Auf der westlichen Seite den Hügel wieder hinunter und ich war im Wynatal. Hier hatte sich der Nebel tatsächlichauch schon aufgel?st. Auch die Temperatur war wieder sp?rbar h?her. Vermutlich mit einem leichten Rückenwind radelte ich nun das Wynatal hinunter, über Suhr nach Aarau. Die Wälder links und rechts auf den Hügeln zeigten sich heute nochmals in pr?chtigen Farben. Auch viele Bäume auf Pl?tzen und in den D?rfern zeigten heute nochmals ihre ganze Farbenpracht. Dazu muss vielleicht auch mal noch Folgendes gesagt sein: als Brillentr?ger habe ich während der Fahrten meist eine Sportbrille aufgesetzt, oftmals mit den gelben Gl?sern eingesetzt. Diese gelben Gl?ser verst?rken den Farbeffekt, oder im Sommer auch den Grüneffekt. Aber es war dennoch eine wunderbare Farbenpracht. Ich fuhr mich sozusagen in eine Euphorie hinein. Ich w?nschte mir, diese Fahrt m?ge noch möglichst lange durch diese mittlerweile angenehm warme Farbenpracht gehen.
So kam es dann, dass ich mich in Aarau entschloss, noch die Staffelegg zu nehmen. Vielleicht reichte ja die Situation aus, für eine Foto über ein nebliges Mittelland, umrandet von farbigen Bäumen. Tagtr?ume? Bei der Auffahrt merkte ich dann allerdings sehr rasch, dass die Fernsicht wieder mal sehr gering war, farbige Bäume waren aber zur Gen?ge anzutreffen.
Nach der Staffelegg dann noch eine Schussfahrt hinunter ins Fricktal. Ich fahre ja schon seit längerer Zeit ohne Thermometer in der Gegend herum. Dennoch war ich sehr überrascht, über die Wärme im Fricktal. Ich genoss auch hier während der Fahrt zur Bözbergrampe die Sicht auf die umliegenden Hügel. Es stimmte einfach alles. Mein Wohlbefinden, die Temperatur, jetzt sogar wieder weniger Verkehr als im Wynatal. In der Bözberg-Rampe verriet mir der Blick auf mein GPS, dass ich heute bei der Anfkunft zu Hause etwa 90 Kilometer gefahren sein würde(?!). W?rde ein kleiner Schwenker, hinter dem Bruggerberg durch reichen, den vielleicht letzten 100er in diesem Jahr noch fahren zu können?
Ich bog auf der Passhöhe links weg, nach Alt Stalden und später eine Zeit lang nach Mönthal. Die anschliessende Strecke über Remigen, Villigerfeld, am Wasserschloss vorbei nach Brugg f?hrt sich meist leicht. Der Sonnenstand war nun schon recht tief. Mit der aufkommenden Kühle verflog auch meine Euphorie wieder. Dennoch: der Blick zu Hause auf die gefahrenen Kilometer zeigte, dass es sich gelohnt hatte. Die schönen Bilder vom Herbst im Kopf und die richtige Anzahl Kilometer in den Beinen.
| Details zur heutigen Velofahrt | ||||
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Nachmittag | ![]() |
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102.3 Kilometer 71.7 km/h Maximale Geschwindigkeit 1116 Höhenmeter 3:58 Stunden unterwegs 25.8 KM/h Durchschnitt ab 12 Grad bis angenehm warm |
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