Samstag, 12. Januar 2008
zur Nachempfindung
Heute Abend hatte ich wieder einmal Gelegenheit einer Lesung zu lauschen. Im Programm hiess es: Alex Capus liest aus seinem neuesten Buch Eine Frage der Zeit. Das tat er denn auch, aber nur nebenbei und nur ganz kurz.Was mich am heutigen Abend faszinierte, war das ganze Darumherum. Wie er Einblick in seine Arbeit als Schriftsteller, diesmal in der Rolle als Romanautor einer historischen Begebenheit, gab.
Es ist n?mlich nicht so, dass da irgend ein paar Helden zuerst tief unten durch müssen und dann bei der nächsten Gelegenheit über sich und die Umwelt hinauswachsen, sondern da ist jahrelange Recherche, m?hsames Suchen und Zusammensetzen von vielen kleinen Puzzlesteinen angesagt. Reisen an das n?rdliche Ende unseres Festlandes, wo die drei Hauptdarsteller des Romans herkommen. Aber auch Reisen in die Gluthitze von Afrika an den Tanganjika-See, wo sich der eigentliche Roman abspielt. Sich hineinf?hlen in Menschen, Situationen und Zeiten die vielleicht schon 100 Jahre zurückliegen. Nachempfinden können, wie kurz nach 1900, eben in der Deutsch Ostafrikanischen Republik, kurz vor dem ersten Weltkrieg, Kulturen aufeinander treffen,
von Urs, am 12.01.08 um 01:22
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