Mittwoch, 30. Dezember 2009
Weblog als Buch?
Die Herausforderung, um nicht zu sagen das Problem, beginnt ja schon lange vorher. Sind denn Printmedien überhaupt das Richtige? W?re vielleicht nicht etwas Interaktives ab CD/DVD, oder direkt aus dem Internet doch sinnvoller? Oder das Konzept: worÜber will ich schreiben, was könnte überhaupt gelesen werden? Wof?r könnte überhaupt irgendjemand Interesse haben? Mal angenommen man hat sich doch f?r das Papier entschieden und man glaubt einen Leserkreis gefunden zu haben, oder mobilisieren zu können: Dann ist da die Auswahl der Fotos. Welche? Viele? Oder gar nur Fotos? Abh?ngig von dieser Antwort dann vielleicht auch die Aufl?sung der Aufnahmen, die Qualität ganz allgemein. Was "geht noch durch"? Oder die Texte: Interessant sollen sie sein, mitreissend, abwechslungsreich, zu den Fotos passen, diese erg?nzen, nicht nur beschreiben. Wir Blogger hätten da vielleicht noch Talent dazu. Ich hab es schon mehrmals probiert. Auch letzten Sommer wieder. Während den Sommerferien in Pertisau, quasi als Probelauf. Und dann zur Fahrt durch die Hautes-Alpes. Minuti?s habe ich mich vorbereitet. Für jede einzelne Etappe. Stundenlang Daten zusammengesammelt, Fahrberichte von anderen gelesen, erste Eindrücke der Strecke erhalten. Die Phase der Vorbereitung war beendet. Höhenprofile, Streckenabschnitte und vieles mehr war fein s?uberlich als Entwurf festgehalten. Ich war ger?stet f?r die Fahrt. Vieles passte mit den Erwartungen. Hie und da hätte am Entwurf aus den Vorbereitungen etwas ge?ndert werden müssen. Zum Beispiel die falsche Seite am Izoard beschrieben. Dennoch: Nach einem Tag voller Erlebnisse, voller teils anstrengender Kilometer und Höhenmeter und nach dem geschriebenen Fahrbericht im Weblog, noch das Skript f?r das Buch erg?nzen? 13 Tage voll im Dauerbeschuss von neuen Erlebnissen, die alle hätten aufgezeichnet werden sollen? Habe dann einfachheitshalber mal die Texte vom Weblog übernommen und mit ein paar erg?nzenden Bemerkungen, die nicht im Weblog standen angereichert. Zu Hause wollte ich dann die Texte mit den Bildern erg?nzen, den Text überarbeiten und ver?ffentlichen. Kaum zu Hause, wird man wieder vom Tagesgesch?ft eingeholt. Die Zeit wird knapp, das Erlebte sollte ja auch noch mental verkraftet werden. Details aus der Fahrt verblassen langsam. Nach mehrmaligem Durchlesen, überarbeiten, Umstellen, Anpassen und andersherum beschreiben, kam ich zum Schluss, dass eigentlich im Weblog schon alles drin steht, wenigstens das, was auch Aussenstehende interessieren könnte. Ich sah den Mehrwert eines Buches, neben dem Weblog nicht mehr. Ich habe das Manuskript beiseite gelegt. Ich glaube, es gibt mehrere Sachen die ich daraus gelernt habe:
Die nächste Gelegenheit kommt bestimmt. Ich versuchs auf jeden Fall wieder. |
von Urs, am 30.12.09 um 00:04
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• Aus dem Leben gegriffen • Kaffeerahmdeckel Velo • Training auf der Rolle
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Meine letzten Fahrten, eingesendet bei Strava:
Meine Fahrten über Pässe (seit März 2012), registriert bei Quäldich:
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