Wie sich am Morgen schon abzeichnete, würden wir unseren Radmarathon, also einfach die längste Fahrt in dieser Woche, etwa auf der gleichen Strecke abfahren, wie ich gestern meine Soller-Tour, abgeradelt bin. Nur r?ckw?rts. Das war vielleicht auch besser so, denn dann hatten wir zuerst die Hügel zu bew?ltigen und erst dann die relativ flache Strecke f?r die Heimfahrt. Diese wurde lediglich durch das Hausp?sschen unterbrochen.
Natürlich kennen unsere Guides ein paar Abkürzungen oder sinnvolle Verl?ngerungen, welche auf der Karte so nicht erkennbar sind. Auch der eine oder andere kulturelle Hinweise fehlte heute nicht. So sind wir unter anderem nach Valdemossa hinein gefahren und haben uns dort vor dem Haus von Chopin aufgestellt. Jawohl, der Musiker Chopin. Er wohnte mal wegen seiner Tuberkulose auf der Insel, hoffte wegen des milden Klimas auf Heilung. Nur hat er den denkbar schlechtesten Winter, mit anhaltendem Regen, unwirtlicher Kälte usw. erwischt. Zudem muss er sich kurz vor dem Krieg in Valdemossa aufgehalten haben und da traute man erst recht keinem Ausl?nder, schon gar nicht einem Kranken. Es soll dies die Zeit gewesen sein, wo er sich durch die steten Regentropfen auf das Hausdach zu einem bestimmten Musikst?ck inspirieren liess. Im darauf folgenden Frühling verliess er die Insel wieder.
Oder Deia. Das D?rfchen liegt in einer Bucht, relativ hoch über dem Meer. Es sollen sich dort immer wieder K?nstler aller Richtungen niedergelassen haben.
Einen längeren Aufenthalt mit Zwischenverpflegung genehmigten wir uns im Hafen von Soller. Gleich beim Bahnhof der Soller Bahn.