Nach gut zwei Tagen Schlösser, Kaiserzimmer, Schatzkammern, Stammbäume und "imperialer" Geschichte ganz Allgemein, schien heute der Zeitpunkt gekommen, mal was ganz anderes zu besuchen.
Auf der Wunschliste unserer Besuche stand auch das Riesenrad und damit der Prater. Von unserem Hotel mit einem Fussmarsch entlang der Donau in einer knappen halben Stunde erreichbar.
In der Wartehalle für das Riesenrad ist in den bekannten Kabinen des Riesenrades die Entstehungsgeschichte des Parters, also des Vergnügsparkes von Wien, dargestellt. Weltkrieg, Brand und Donauhochwasser erforderten immer wieder Neugestaltungen, Neubauten und Änderungen an den Anlagen. Das Riesenrad schien dabei aber immer das Wahrzeichen zu sein, auf dessen Aussehen immer sehr viel Wert gelegt wurde.
Heute präsentierte sich der Park, wohl wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit, sehr lehr. Einige Geschäfte waren schon geschlossen. Die Figuren am Geisterschloss, heulten etwas verloren vor sich hin, die galaktischen und interkalaktischen Ungeheur machten heute eher einen drolligen als eine furchterregenden Eindruck. Verloren trällerte Musik von Bahnen und aus Dielen heraus.
Das alles konnte aber der Fahrt auf dem Riesenrad nichts anhaben. Nach kurzer Wartezeit konnten wir eine der Kabinen besteigen und liessen uns einmal rundherum fahren. Beeindruckend die vielen Kirchtürme die aus Wien herausragen. Eigentlich hinterlässt Wien eine eher flache Skyline. Wohl gibt es ein paar Gruppen von Hochhäusern, aber das sind eher Inseln als eine charakteristische Linie.