Heute war wieder einmal der Tag, an dem es galt, einen familieninternen Umzugsauftrag durchzuf?hren. Auf dem "Fahrbefehl" stand: in Arosa aufladen und in Ascona wieder abladen.
Fr?h am Morgen weckte mich mein Handywecker mit seinem unwiderstehlichen Gepiepse. Nach einem kurzen Morgenessen ging es dann auch bald an die Arbeit, beziehungsweise auf die Fahrt. Dem Zürichsee entlang in Richtung Chur. Über dem See liegt ein Hauch, ein feiner Schleier von einem Nebel. Am Horizont wieder einmal die Berge, erneut verschneit bis unter die Waldgrenze, dazu die aufgehende Sonne die durch die L?cher der Wolkendecke die Szenerie schon fast zauberhaft beleuchtet. Am oberen Ende der Linthebene, etwa auf der Höhe der Autobahnrastst?tte, weht ein f?rchterlicher Föhnsturm aus dem Tal heraus. Das Auto wird mehrmals sp?rbar von den Windböen getroffen.
Später dann nach Chur, die ersten steilen Kehren nach Arosa hinauf sind genommen. Wie abgeschnitten, auf einmal nach der nächsten Kurve: alles weiss, die Bäume frisch verschneit wie im Märchenland, darÜber der blaue Himmel. Von Kurve zu Kurve wird die Schneeh?he sichtbar immer h?her. Bis am Schluss müssen es mindestens 20 Zentimeter, vielleicht sogar noch mehr gewesen sein. Am Anfang ist die Strasse nur nass. Doch mit der Zeit hat es selbst auf der Strasse noch Eis und Schneereste, die wohl unter dem Pflug durchgerutscht sind. Eine Schneeschleuder kommt mir entgegen. An meinem ersten Zwischenziel in Arosa, ich ahnte es kommen, ist nichts mit parkieren vor dem Haus. Das Umzugsgut tragen wir durch wadenhohen Schnee.
Nach der Zn?nipause geht es dann wieder zurück nach Chur. Pflug, Schneeschleuder, das Streusalz und die Sonne haben in der Zwischenzeit ganze Arbeit geleistet. Die Strassen sind zwar unheimlich nass, doch Eis und Schnee sind weg, die Talfahrt ist fahrtechnisch kein Problem mehr. Nach Chur geht die Fahrt weiter in Richtung San Bernardino.