Nach dem letzten Wochenende in den Bergen, war es ja fast naheliegend, diesmal etwas Flacheres zu fahren. Warum nicht einmal dem westlichen Teil der Schweiz einen Besuch abstatten?
Der ÖV trug mich bereits in sehr fr?hen Morgenstunden nach Fribourg. Dort wollte ich meine Fahrt in den Westen der Schweiz starten. Es war noch sehr kühl, aber daf?r klarer Himmel, kein Nebel. Der Tag versprach wieder eine schöne Fahrt.
Von Fribourg geht die Strecke zuerst einmal eine Zeit lang hinunter, nach Murten und anschliessend über das Seeland via Ins an den Südfuss des Juras. Bald kam der Neuenburgersee in Sicht. Der Himmel war weiterhin fast wolkenlos, die Sonne schien, doch die Temperatur mochte sich nicht richtig zu erh?hen. Es dauerte bis weit nach Neuenburg, bis ich endlich meine Armlinge zusmmenrollte. Doch dann mit einem Mal, war es 23 Grad warm (laut Tankstellenanzeige).
In der oberen Hälfte des Neuenburgersees ist richtig etwas los. Einerseits f?hrt man da immer wieder durch die Rebberge und andererseits stehen eine Reihe von Schlössern auf den Hügeln. Wie man sich vielleicht noch aus der Geschichtsstunde erinnert, war ja gerade in diesem Raum Murten ? Granson vor ein paar Hundert Jahren ja allerhand los.
Eine Zeitlang habe ich mich über den Vogelreichtum in den Rebbergen gewundert. Das Zwitscherte richtig auffällig und unÜberh?rbar. Als ich eine kleine Rast einlegte, kam ich plötzlich drauf, was es mit Gezwitscher auf sich haben könnte: Die einen Weinbauern vertreiben die V?gel von ihren reifen Trauben mit Schrecksch?ssen, unregelm?ssig und aus allen Ecken t?scht es immer wieder. Die anderen Weinbauern vertreiben die V?gel offensichtlich mit Vogelgezwitscher, wahrscheinlich ja dem Gezwitscher der nat?rlichen Feinde der Traubendiebe.