Da wir unseren Heimflug erst für den Abend geplant hatten, blieb uns nochmals fast ein ganzer Tag, für weitere Besuche und Besichtigungen in Wien.
Vielleicht ist es ja unüblich, erst am letzten Tag eines Städtebesuches eine Stadtrundfahrt zu machen. Doch im Nachhinein muss ich sagen, dass viele unserer Eindrücke bestätigt wurden, ein paar Beobachtungen haben jetzt auch Erklärungen erhalten und trotzdem haben wir noch genügend Neues während der Busfahrt gesehen.
Vielleicht zuerst zu den Erklärungen: Kürzlich habe ich geschrieben, Wien habe eine vergleichsweise flache Skyline, nur unterbrochen durch eine Unzahl von Kirchtürmen. So mag dieser Eindruck wohl daher kommen, dass die Habsburger ganz bestimmte Bauvorschriften hatten, die es zum Beispiel nicht zuliessen, dass "private" Gebäude mehr Stockwerke aufwiesen als diejenigen der Habsburger. Die Vorschriften gingen sogar noch weiter, indem auch Länge und Breite der Häuser die Kubatur von habsburgerischen Häusern nicht überschreiten durften. Sogar der Baustiel musste eher dem Barock entsprechen. Natürlich gab es, vor allem nach Siegen oder sonstwie eroberten Gebieten immer wieder Phasen, in denen auch andere Baustiele, wenigstens für kurze Zeit, akzeptiert wurden.