Montag, 06. September 2004
Stelvio-Tour 2004, 2. Teil: Die Heimfahrt
An einem traumhaften Sonntag, wieder zurück in die Schweiz.
Chronologie der heutigen Fahrt 07:00 Uhr Tagwache. Es fiel mir gar nicht schwer aufzustehen, denn ich lag sowieso die halbe Nacht wach im Bett. Keine Ahnung, wann es hier in Italien Nachtruhe gibt. Ich glaube, die kennen so etwas nicht. 08:30 Uhr Wir haben uns soeben auf die Renner gesetzt und sind in Richtung Livigno mit den beiden Pässen Passo di Foscagno und Passo d'Eira aufgebrochen. Die Beine f?hlen sich noch etwas eckig und schwer an, doch dafür radeln wir einem wunderbaren Panorama entgegen. Die Temperatur ist schon fast zu warm, aber wir steigen nach den ersten flachen paar Kilometer schon bald in die Höhe. Nach etwa 20 Km erreichen wir den Passo di Foscagno. Er bietet mit seinen knapp 2300 M?M einen wunderbaren Ausblick auf die umliegenden Alpen und Gletscher. Nur Schade, dass die Fernsicht nicht besonders gut ist. Grosse Teile der Strasse sind auch hier neu geteert und ausgebaut. Irgendwie schon fast auffällig, auch gestern am Stilfserjoch, wie hier gebaut und gebessert wird. Mit etwas Schwung und einer kleinen Anstrengung gelangen wir nur kurze Zeit später auf den Passo d'Eira (gut 2200 M?M) hinauf, schalten einen kleinen Fotohalt ein und sausen auf der gut ausgebauten Strasse sogleich nach Livigno hinunter. "Leider" brauchen wir kein Benzin und können so nicht von den g?nstigen Preisen profitieren (76 Cent pro Liter Normalbenzin), wie hunderte von Automobilisten und T?fffahrer die sich geduldig vor den Tankstellen aufgereiht haben. Wir enschliessen uns, dem Stausee bei Livigno entlang und zurück in die Schweiz zu fahren. Der Stausee liegt wirklich spiegelglatt da. Keine einzige Welle. Man könnte im Spiegelbild problemlos die Tannenbäume der Bergh?nge z?hlen, so ruhig ist der See. Dem Vernehmen nach, soll das Tunnel bei Livigno bei den Radfahrern immer wieder zu Verwirrung f?hren. Tats?chlich ist es so, dass es nur minimal beleuchtet ist. Es ist ratsam, selber noch etwas Licht mitzunehmen. Von der Seite von Livigno in Richtung Ofenpass-Strasse ist es leicht absch?ssig, allerdings mit einem starken Gegenwind. Wegen der Dunkelheit konnte ich die Geschwindigkeit auf dem Tacho nicht ablesen, aber ich denke, so ein schwacher 50er müsste schon drin gelegen haben. Der Tunnel ist vielleicht 4 Km lang. Für die bergw?rtsfahrenden Velos hat es sogar eine Markierung auf der Strasse. Der Tunnel d?rfte aber zu schmal sein, um hier ein wirklich gefahrloses Nebeneinander von Auto und Velo zu gew?hrleisten. Auch in diesem Fall ist eine Beleuchtung auf jeden Fall ratsam. Kurz vor 12:00 Uhr kommen wir in Zernez an, suchen uns ein gemütliches Restaurant, und futtern die obligaten Teigwaren. Zusammen mit gen?gend Mineralwasser und einem Kaffee schliessen wir auch dieses Mittagsmal ab. Weil das Wetter weiterhin sehr schön, warm und wolkenlos ist, fahren wir dem Inn entlang bis nach Scuol hinunter. Vorbei unter anderem am Heimatdorf des Schellenursli (Guarda), oder am Schloss Tarasp. Am späteren Nachmittag sitzen wir dann mit vielen anderen Bikern und Wanderern in v?llig überf?llten RhB- und SBB-Z?gen in Richtung Unterland. Wir lassen nochmals die schöne Bergwelt mit weissen Gletschern, blauem und wolkenlosem Himmel, tiefgr?nen Tannen und ersten nicht mehr ganz grünen Laubb?umen an den Festern vorbeiziehen.
Ergänzungen nach dem ersten Posting:
19.03.2011: Feldinhalte an EE2.x angepasst
in Training oder Ausflüge • in Passo di Eira • in Passo di Foscagno •
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