Sonntag, 27. Februar 2005
Statt Velofahren die Zeitung lesen
Wie von den Meteorologen prophezeit schneit es heute. Also wieder kein Tag f?r eine Trainingsfahrt auf der Strasse. Bleibt somit gen?gend Zeit, die NZZ am Sonntag zu lesen.Doch schon auf Seite 25 bleibt mein Blick h?ngen und die Gedanken schweifen in die Ferne Zukunft ab. Unter dem Titel "Roboter an die Front" wird über riesige Projekte des Pentagons berichtet. Mit 127 Milliarden Dollar soll ein Kampf-System der Zukunft (FCS=Future Combat Systems) errichtet werden. Bestandteil dieses FCS sind 18 Waffenprogramme, die durch ein gigantisches, computergest?tztes Informations- und Kommunikations-Netzwerk integriert werden sollen. Der Mensch, beziehungsweise der Soldat oder Infanterist, beziehungsweise der Befehlausf?hrende, beziehungsweise dessen Arbeit, können ab dem Jahre 2035 durchaus von einem Roboter ausgef?hrt werden. Alles eine Frage der Machbarkeit.
Also doch! Wir Soldaten sind nur die Werkzeuge unserer Befehlsgeber. Keinerlei menschliche Regung wird uns zugestanden. Vorwärts marsch.
Anderseits: Irgend jemand muss diese Dinger ja auch bauen. Da sich fast die ganze R?stungsindustrie in diese Projekte einbringen will, ist auch ein betr?chtlicher Entwicklungsschub bis hin zu unseren Netzwerken und bis auf unsere PCs zu erwarten.
Das ganze hat natürlichnoch andere vorteilhafte Seiten: Ein amerikanischer Soldat kostet im Lauf seines Lebens etwa vier Millionen Dollar, während so ein Kriegsroboter schon f?r 230'000 Dollar zu haben ist. Wird er einmal an irgend einer Hausecke zusammengeschossen, so wird kein Hahn danach kr?hen.
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