Montag, 05. Juli 2004
Eidersperrwerk, Dammwandern und roter Haubarg
Am ersten Tag wanderten wir vom Eidersperrwerk über die verschiedenen D?mme bis nach T?nning. Nach einer kurzen Besichtigung der dortigen lutherischen Kirche schritten wir zum Mittagessen. Auf der Heimfahrt nach Friedrichstadt gab es noch einen kulturellen Halt beim roten Haubarg.
Nach dem Morgenessen wurden wir im Bus an das Eidersperrwerk gefahren. Es ist dies eine Einrichtung an der M?ndung der Eider in die Nordsee, welche einerseits verhindert, dass die steigende Flut das Landesinnere überschwemmt, andererseits wird aber auch sicher gestellt, dass während der Dauer der Ebbe, der gestaute Fluss wieder ins offene Meer abfliessen kann.
Nach kurzer Besichtigung und überquerung des Sperrwerkes wanderten wir für einmal auf einem betonierten Damm in Richtung T?nning. Etwa auf halber Strecke wechselte der befestigte Damm zu einem Naturdamm, bevölkert von unz?hligen von Schafen.
Man muss hier zu Lande stets bestrebt sein, die Landesteile die dem Meer einmal abgerungen wurden, weiter zu pflegen und zu unterhalten. Zu diesem Zwecke, werden auf diesen so genannten Salzwiesen Schafe gehalten. Diese sind vom K?rpergewicht her nicht allzu schwer, verdichten mit ihrem Gewicht also den Boden, ohne dass es L?cher gibt. Zudem sind Schafe gute Allesfresser. Sie "beissen" das Gras ab, reissen es nicht mit samt der Wurzeln aus. Das Getrampel der Tiere soll zus?tzlich auch noch die M?use und andere "Untergrundk?mpfer" fernhalten. Als Nebeneffekt, sind die Wiesen gut ged?ngt.
Weiter im Landesinneren, also nach dem zweiten oder dritten Damm, werden dann eher die schwereren Tiere wie Pferde und K?he gehalten.
In T?nning angekommen statteten wir der dortigen lutherischen Kirche, erbaut irgendwann im 16 Jh. einen kurzen Besuch ab. In der N?he der Hafenanlage verpflegten wir uns. Wir w?hlten das Restaurant "Hafenblick" und als Menu genehmigte ich mir einen Ostfriesentee mit einem Kirschstreuselkuchen.
Anschliessend wurden wir per Bus zum ber?hmten "roten Haubarg" gefahren. Der "rote Haubarg" steht stellvertretend für alle grossen Gutsh?fe. Diese wurden früher im Zusammenhang mit der Landwirtschaft und Handel auf Warfen aufgestellt und waren Wohnort und Lagerort grosser b?uerlicher Anwesen. Durch die erh?hte Lage auf den Warfen (Warfen sind aufgesch?ttete Hügel) boten die Häuser auch eine gr?ssere Sicherheit im Falle von Sturmfluten und anderen überschwemmungen. Dass sich der rote Haubarg weiss pr?sentiert, r?hrt daher, dass die roten Backsteine irgendwann in der Vergangenheit weiss übermalt wurden.
Gegen Abend kehrten wir dann wieder in unser Hotel in Friedrichstadt zurück.
Wetter: Immer sehr z?gig. Bei Abwesenheit der Sonne zudem auch noch recht kühl. Auf dem Sperrwerk war wegen des Windes in Sturmst?rke, nicht an eine vern?nftige Art und Weise der Fortbewegung zu denken. Regenschauer treten gl?cklicherweise nur sehr lokal auf und sind in der Regel auch nur sehr kurz. Uns hat es heute auf dem freien Feld einmal während ca 5 Minuten erwischt.
Ergänzungen nach dem ersten Posting:
19.03.2011: Feldinhalte an EE2.x angepasst
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