Donnerstag, 25. Mai 2006
Dom zu St. Blasien
![]() Der Dom hat, wie so manche Kirche, eine sehr bewegte Geschichte hinter sich. Er war über acht Jahrhunderte die Mitte einer beneditiktinischen M?nchsgemeinde und unz?hliger Mitarbeiter auf den weit verstreuten Klosterg?tern. Eine Urkunde aus dem Jahr 858 berichtet von der übergabe einer M?nchszelle im Albtal an das Kloster Rheinau nach Schaffhausen. Ein M?nch Fintan sorgte sich um die Br?der im benachbarten Waldtal und liess ihnen einen kostbaren Schatz zukommen, die Reliquien des hochverehrten armenischen M?rtyrerbischofs Blasius. Nach diesem Heiligen wurde das spätere Kloster benannt. Schenkungen eines Reginbert (von Seldenb?ren) liess im 11. Jahrhundert eine Abtei entstehen. Nach dem Anschluss an einen Zweig der grossen Reformbewegung von Cluny in Frankreich fand die Abtei einen solchen Zulauf an M?nchen und Br?dern, dass das erste steinerne Kl?sterchen mit dem "Alten M?nster", durch einen grossen Neubau auf dem heutigen Domgel?nde ersetzt werden musste. Im Laufe von sechshundert Jahren wechselten sich Brandkatastrophen mit immer reicheren Um- und Neubatuen des romanischen, gotischen und barocken M?nsters ab, dessen letzte Auspr?gung als ein "Schatzk?stlein erlesenster Kunstwerke" galt. Es folgten weitere Br?nde, und wegen Mittelknappheit ein unansehlich ver?nderter Neubau. Ein letztes bedrohliches Feuer im Kolleg im Jahre 1977 dr?ngte zur rechtzeitigen Vollendung der Erneuerung. Eine Verbindung des Baues aus der Jugendstilzeit (1913) mit den klassizistischen Baupl?nen des Originals war das Ergebnis: ein Dom, heute viel besucht und bewundert.
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in Aus dem Leben gegriffen •
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