Donnerstag, 11. August 2005
Brugg - Andermatt
Erste Etappe der Alpentour 2005Heute Morgen nach einem ausgiebigen Morgenessen schnallte ich mir mein gef?lltes Rucksäckli an den R?cken und fuhr mit dem Renner in Richtung Innerschweiz. Ich w?hlte meine Lieblingsroute über Bremgarten und dann stets auf den Hügeln ?stlich der Reuss, bis Zug, dem Zugersee und Lauerzersee entlang nach Brunnen. Mittagessen in Fl?elen am Vierwaldstättersee.
Mit einem guten 27er-Schnitt, leichtem Rückenwind und leichte Bew?lkung am Himmel begann ich in Amsteg den Aufstieg durch die Sch?llenen.
Schon bald machte sich jetzt das Gewicht des Rucksacks unangenehm bemerkbar. Trotz der aufkommenden Kühle in diesem engen Tal, kam ich immer mehr ins Schwitzen.
Die Sch?llenen, befahren vom Radfahrer auf der alten Strasse, gleicht manchmal einer riesigen Geisterlandschaft, dann wieder einer riesigen Modellbahn. Auf engstem Raum teilen sich hier die Schweizerische Bundesbahn, die Autobahn und die Kantonsstrasse den Platz ein. Während sich die Bahnlinie, die Höhe mit ihren Kehrtunnels erk?mpft, die Autobahn mit einer scheinbar gleichbleibenden Steigung in die Höhe kurvt, hat der Velofahrer auf der Kantonsstrasse ab und zu das Vergnügen, sich auf einer waagrechten, vielleicht sogar leicht abfallenden Strecke zu erholen, nur um gleich anschliessenden die verlorenen Höhenmeter wieder nacharbeiten zu können. Auf der Kantonsstrasse tummeln sich heute Nachmittag nebst Herscharen von talw?rtsfahrenden Velofahrern, ein bisschen Lokalverkehr, sowie vereinzelte Motorradfahrer fast niemand auf der Strasse. Die Strasse f?hrt denn auch durch D?rfer, die man höchstens von Modellbahnanlagen kennt und in denen niemand zu wohnen scheint. Wassen, als kleiner Verkehrsknotenpunkt und Eingangstor in das Meiental und den Sustenpass, spielt da die Ausnahme. Selbst Göschenen, früher unter anderem wichtiger Eisenbahnort, scheint heute eingeschlafen zu sein.
Erst nach Göschenen, wenn die Umfahrungsstrasse wieder in die Kantonsstrasse einm?ndet, geht der Verkehr richtig los. Plötzlich ein dichtes Gedr?nge von bergw?rtskriechenden Wohnmobilen, dazwischen nerv?s mit dem Gasgriff spielenden Motorradfahrern und kurvenschneidenen einheimischen Fahrzeugen. Als Velofahrer hat man jetzt ein richtig schwieriges Leben. Die langgezogenen, Schall-widerhallenden und steilen Gallerien, machen es fast unm?glich, die verschiedenen Verkehrsteilnehmer von berg- und talw?rtsfahrenden Fahrzeugen und deren Geschwindigkeit richtig einsch?tzen zu können. Die Strassenf?hrung selber gibt ab und zu schöne Ausblicke auf die weiter unten liegenden Kehren. Ich bin froh, endlich die Teufelsbr?cke neben dem Suworow-Denkmal erreicht zu haben und damit auch wieder den schätzenden Veloweg neben dem Bahngeleise der Furka-Oberalpbahn erreicht zu haben. Mehr Details zu dieser geschichtstr?chtigen Strasse hier oder hier
Nach vier Uhr war es geschafft, das Tal ?ffnete sich und ich fuhr in Andermatt ein.
Details zur heutigen Fahrt:
129.27 KM
62.4 KM Maximale Geschwindigkeit
1651 Höhenmeter
5:50 Fahrzeit
22.1 KM/h Durchschnitt
16% Steilste Steigung
Kartenausschnitt bis Schwyz:
Kartenausschnitt Schwyz - Andermatt:
Fotoalbum:
Ergänzungen nach dem ersten Posting:
19.03.2011: Feldinhalte an EE2.x angepasst
in Training oder Ausflüge •
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