Samstag, 25. Oktober 2008
warten auf ...
Heute Abend auf dem Heimweg hatte ich mal wieder etwas Gelegenheit mich im Hauptbahnhof umzusehen. In der Haupthalle steht zur Zeit eine dieser grossen Ausstellungen, diesmal zum Thema Reisen und Ferien. Merkwürdigerweise blieben heute Abend während der Hauptverkehrszeit an den St?nden fast keine Passanten h?ngen. Zufall? Keine Lust auf Ferien mehr? Auswirkungen der Rezessions?ngste?Ich hielt mich, weil ich verabredet war, in der N?he des Treffpunktes auf. Hinter mir ein Blumenladen, vor mir eben der Treffpunkt, die Rolltreppe in den unteren Stock und weiter oben über der Schaltern dies da.
Sieht ja irgendwie noch sommerlich aus, oder wenigstens nach ziemlich viel Wärme. Keine Wärme versp?hrten die vorbeihastenden Passanten. Einige hatten sich schon Wollkappen über die Ohren gezogen, nicht selten sah man wollene Handschuhe. Modern scheint auch zu sein, dass Frau einen kurzen Rock trägt, aber die Beine in schwarze Str?mpfe, vielleicht auch wollene, jedenfalls aber blickdicht verpackt. Manchmal stecken die Beine dann noch in Stiefeln.
Die Platzverh?ltnisse um den Treffpunkt sind wenigstens in der Hauptverkehrszeit etwas eng. Stark in Mode ist auch, dass Mann und Frau, heutzutage einen Rolli hinter sich herzieht. Damit kann man dann denen, die so d?mlich im Weg rumstehen, damit man um sie herumfahren muss, auch mal über die Schuhspitzen fahren. Zu entschuldigen braucht man sich nicht, denn der Rolli war ja so leicht. War da überhaupt etwas drin?
In den Z?gen herrscht ja schon seit längerer Zeit Rauchverbot. Manchmal kann man ja Leute beobachten, die bei einem längeren Halt des Zuges, schnell rausstehen und sich einen Glimmstengel reinziehen. Erst recht beim Treffpunkt. Eine regelrechte Dunstglocke h?ngt über dem Platz. Und das war nicht nur Rauch vom nahen Grillstand, denn dort verkohlten Bratw?rste und nicht Rauchw?rste. Der Treffpunkt mutiert zur Raucherecke.
Worauf ich gewartet habe? Auf Remo. Wir unterhielten uns bei einem kühlen Bier intensiv über GTD, Getting Things Done. Tauschten unsere Erfahrungen mit selbst angewendeten Methoden aus. Dabei liessen wir uns nicht einmal ablenken.
Danke Übrigens für das Bier und den Erfahrungsaustausch. Er zeigte mir, dass wir ähnliche Wege mit unseren Todo-Listen begehen, dass wir aber auch ähnliche Probleme zu diesem Thema haben. Manchmal scheint uns die Technik tatsächlichmehr zu bedeuten, als die Arbeit, die damit gemacht werden sollte.
in Zwischen Brugg und Zürich •
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