Sonntag, 11. Juli 2010
Mittagessen in Delsberg / Delemont
Wieder mal das Mittagessen auf französisch bestellt.Da ich f?r mein Jahresziel noch etliche Kantone im Westen der Schweiz zu befahren habe, wollte ich mich heute dem Kanton Basel-Stadt und dem Kanton Jura widmen. Beide liegen etwas n?rdlich in der Schweiz, aber zusammen müsste es eigentlich eine gute Route geben. Allerdings musste ich bereit sein, so gegen 200 Kilometer abzuradeln, wollte ich mich nicht mit dem ÖV herumschlagen.
So machte ich mich denn am Morgen schon sehr bald auf den Weg. Zuerst über den Bözberg (steht praktisch vor der Haust?re), dann das ganze Fricktal hinunter, mehr oder weniger dem Rhein entlang bis nach Basel-Stadt. Erstaunlicherweise hatte ich beim Eintreffen in Basel-Stadt einen Durchschnitt von knapp 30 km/h. Wenn das nur gut geht, denn der gr?ssere Teil, die h?geligere Strecke stand ja noch vor mir.
Das GPS lotste mich sauber durch die Stadt Basel, am westlichen Ende wieder raus und auf dem kürzesten Weg nach Delsberg oder eben Del?mont, wie die Welschen diese Ortschaft zu nennen pflegen. Zwischen Therwil und Laufen war mal ein erster richtiger Hügel zu bew?ltigen. Langsam fange ich an zu bedauern, dass ich hier immer nur von Hügeln sprechen kann, aber kaum richtig weiss wie die Dinger heissen, wenn nicht zuf?lligerweise zuoberst eine Wanderwegtafel oder sonst irgendein Hinweis steht. Doch das GPS weiss zwar, wie die Strasse heisst, doch kaum wie sich der Hügel nennt.
Einigermassen überraschend, wenigstens f?r mich, tauchte, da plötzlich eine Ortschaft auf, zusammen mit dem Wappen des Kantons Solothurn. Überraschend deshalb, weil ich so nahe an der Grenze zu Frankreich, nicht vermutete, dass der Kanton Solothurn hier draussen auch noch L?ndereien hat.
Während der weiteren Fahrt durch den Jura, vor allem im ersten Teil, so nahe entlang der französischen Grenze, kommt man sich ein bisschen wie im Ausland vor. Der Baustil der Häuser ist anders, als man sich das gewohnt ist, vielleicht französisch angehaucht. Auch stehen diverse Gedenktafeln entlang der Strasse. Diverse Spuren von Panzersperren sind noch in den Strassen sichtbar. Einzelne, sehr gut erhaltene und h?chstwahrscheinlich auch noch bewohnte Schlösser, stehen da auf Felsvorspr?ngen oder auf Gel?ndekuppen.
Vor ein paar Jahren hatte ich mal eine Rundfahrt um die Schweiz, teilweise aussen herum, also zum Beispiel über französisches Terrain gefahren, vielleicht müsste ich mal eine Rundfahrt "innen" herum machen. Möglicherweise könnte man da den Einfluss des Auslandes auf die Schweiz noch besser erkennen.
Während der weiteren Fahrt dann durch das Laufental, und weiter, oft der Birs entlang hinauf, passiere ich viele schöne Ecken. Manchmal etwas schmal, tiefe Taleinschnitte, manchmal eher breitere Landschaftsteile. Entlang von Felsw?nden scheint im Jura dauernd etwas abzubr?ckeln. Denn immer wieder lagen teils recht grosse Brocken, die grüssten in der Gr?sse von Pflastersteinen, am Strassenrand.
Nach dem Mittagessen in Delsberg ging dann die Fahrt weiter nach Moutier. Dort leitete ich den Heimweg langsam ein und fuhr in Richtung G?nsbrunnen. Die Steigung war nicht besonders heftig, zu schaffen machte eher, dass die Sonne nun senkrecht über der Landschaft stand und damit die Wälder noch kaum Schatten auf die Strasse warfen.
Richtig schlimm war diese Situation etwa ab Welschenrohr bis nach Balsthal. Das Tal ist richtig breit, es stehen viele Getreidefelder da. Jedes einzelne Getreidefeld strahlte seine Wärme wie ein geöffneter Backofen aus. Super Situation für die zahlreichen H?ngegleiter, aber kaum auszuhalten für den Radfahrer auf der heissen Strasse. Deshalb hielt ich es für notwendig, in Oensingen mal einen kleinen Zwischenhalt einzuschalten, das fast kochende Wasser in den Bidons gegen frisches Wasser auszutauschen und mal ein Flasche Cola aus dem K?hlschrank zu "versenken".
Tja, auf dem letzten Rest des Heimwegs, spätestens ab Olten, merkte ich dann doch, dass ich vielleicht mit meiner hohen Durchschnittsgeschwindigkeit vom Morgen etwas viel "K?rner" verbrannt hatte. Es würde m?hsam, ich beschr?nkte mich auf die Hoffnung, den Durchschnitt von 25 km/h noch halten zu können.
Insgesamt ein schöner Ausflug. Der Jura, auch wenn er nicht so hohe Berge hat, kann mit seinen kurzen, teils heftigen Anstiegen, eben auch schon anstrengend sein.
Restaurant und Menu:
Le National, Del?mont
gr?ner Salat
Spaghetti Bolognaise
1 Liter Mineral
1 Espresso
Fr. 37.30
| Details zur heutigen Velofahrt | ||||
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Vormittag |
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Nachmittag | ![]() |
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192 Kilometer 65.6 km/h Maximale Geschwindigkeit 1469 Höhenmeter 7:34 Stunden unterwegs 25.4 KM/h Durchschnitt am Morgen noch angenehm, sp?testens ab Mittag sehr heiss |
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