Freitag, 23. Oktober 2009

Besser, aber viel zu kurz

Wenn ich hier kürzlich davon geschrieben habe, dass wir Pendler manchmal in museumsreifen Z?gen durch die Gegend geschoben und gezogen werden, so war das heute Abend nochmals anders.

In fast der letzten Sekunde, der Zeiger der grossen Bahnhofsuhr bewegte sich schon auf den Strich der 36. Minute, der Abfahrtszeit, hin, eilte ich die lange Treppe im Sektor C auf den Perron hinauf. Das Geleise leer: Sssssccccchhhhhade, hat es doch nicht gereicht. Ich kehrte mich um, wollte gerade wieder in den Untergrund zu einem Kaffee oder vielleicht doch noch zu einem weiteren Bier (Danke Übrigens an Remo f?r die gespendete Runde), verschwinden, da sah ich ihn, den Ersatzzug f?r den versp?teten Wiener. Schmal, irgendwie gedrungen, so klein sehen sie aus, die Neigez?ge, wenn sie so alleine auf einem riesenlangen Geleise stehen. Gerade mal eine einzige Komposition stand da, f?r einen Zug der normalerweise bis weit aus dem Bahnhofdach hinaus reicht.

Nach einem längeren Endspurt, wollte ich nun wirklich in der buchst?blich letzten Sekunde in den Zug hechten. Aber da war kein Platz mehr. Der letzte Passagier vor mir stand noch auf dem Treppchen. Ich stellte mich neben ihn. Als die T?re sich zu schliessen begann beugte ich mich etwas noch vorne in den Eingangsbereich hinein. Dann das erl?sende "Klack", die Sardinenb?chse war nun verschlossen.

In Baden, der ersten Haltestelle, mussten dann zuerst ein paar Leute aussteigen, damit es Platz gab, f?r die, die wirklich den Zug verlassen wollten. Für die anschliessende Weiterfahrt, fanden dann wenigstens die verbliebenen Fahrg?ste alle einen Sitzplatz.





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von Urs, am 23.10.09 um 23:13
in Zwischen Brugg und Zürich

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